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30.07.2013

16:16 Uhr

Steueraffäre

Uli Hoeneß wird angeklagt

Er könnte bald vor Gericht stehen: Die Staatsanwaltschaft wird gegen Bayern Münchens Präsident Anklage erheben. Ob es zu einem Hauptverfahren kommt, muss nun das Landgericht München entscheiden.

Steuerhinterziehungs-Skandal

Anklage gegen Hoeneß

Steuerhinterziehungs-Skandal: Anklage gegen Hoeneß

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MünchenDie Staatsanwaltschaft München hat gegen Uli Hoeneß Anklage wegen Steuerhinterziehung erhoben. Die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts München müsse nun über die Zulassung der Anklage und die Eröffnung des Hauptverfahrens gegen den Präsidenten des FC Bayern München entscheiden, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Mit einer Entscheidung des Gerichts über die Eröffnung ist laut Staatsanwaltschaft voraussichtlich nicht vor Ende September 2013 zu rechnen.

Der mögliche Angeklagte in spe selbst glaubt an einen für ihn versöhnlichen Ausgang seiner Steueraffäre. „Ich bin relativ zuversichtlich, dass es ein relativ gutes Ende nehmen wird", hatte der 61-Jährige vergangene Woche im ZDF gesagt.

„Angesichts des Umfangs der Ermittlungsakten sowie der Tatsache, dass der Verteidigung zunächst eine Äußerungsfrist von einem Monat zugebilligt wurde, ist mit einer Entscheidung des Gerichts über die Eröffnung voraussichtlich nicht vor Ende September 2013 zu rechnen“, hieß es in der Mitteilung des OLG. Vor der Entscheidung des Gerichts über die Eröffnung könnten „keine weiteren Einzelheiten zum Anklagevorwurf mitgeteilt werden“, es gelte eine „besondere Geheimhaltungspflicht“.

Wie das Verfahren gegen Hoeneß abläuft

Die Verhandlungstage

„Die Staatsanwaltschaft München II hat die Ermittlungen in dem Verfahren gegen Ulrich H. am 29.07.2013 abgeschlossen und am 30.07.2013 Anklage zur 5. Strafkammer (Wirtschaftsstrafkammer) des Landgerichts München II erhoben. Die Anklage, in der dem 61jährigen Präsidenten des FC Bayern München Steuerhinterziehung zur Last gelegt wird, wurde zwischenzeitlich zugestellt.“

Der Titel

„Die Staatsanwaltschaft München II hat die Ermittlungen in dem Verfahren gegen Ulrich H. am 29.07.2013 abgeschlossen und am 30.07.2013 Anklage zur 5. Strafkammer (Wirtschaftsstrafkammer) des Landgerichts München II erhoben. Die Anklage, in der dem 61jährigen Präsidenten des FC Bayern München Steuerhinterziehung zur Last gelegt wird, wurde zwischenzeitlich zugestellt.“

Die Einzelheiten

„Vor der Entscheidung des Gerichts über die Eröffnung können keine weiteren Einzelheiten zum Anklagevorwurf mitgeteilt werden, zumal in Steuerstrafverfahren besondere Geheimhaltungspflichten gelten. Es wird daher um Verständnis dafür gebeten, dass die Justizpressestelle diesbezügliche Anfragen vor der genannten Entscheidung, von der wir Sie umgehend in Kenntnis setzen werden, nicht beantworten kann.“

Die Zustellung

„Die Staatsanwaltschaft München II hat die Ermittlungen in dem Verfahren gegen Ulrich H. am 29.07.2013 abgeschlossen und am 30.07.2013 Anklage zur 5. Strafkammer (Wirtschaftsstrafkammer) des Landgerichts München II erhoben. Die Anklage, in der dem 61jährigen Präsidenten des FC Bayern München Steuerhinterziehung zur Last gelegt wird, wurde zwischenzeitlich zugestellt.“

Ob er weiter Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender bleiben wird, werde sich „sicher in den nächsten zwei oder drei Monaten entscheiden", ergänzte Hoeneß, der zuletzt wochenlang geschwiegen hatte. In den vergangenen Wochen habe er aber „unheimlich viel Zustimmung bekommen, vor allem von den Fans, aber auch vom Aufsichtsrat".

Hoeneß hatte Anfang diesen Jahren beim Finanzamt Selbstanzeige wegen eines nicht ordnungsgemäß deklarierten Kontos in der Schweiz erstattet. Der „Spiegel“ hatte zuletzt berichtet, die Staatsanwaltschaft München II wolle zwei Jahre Haft auf Bewährung beantragen, zudem soll Hoeneß eine Geldstrafe von 720 Tagessätzen zahlen.

Das mögliche Urteil könne nach dem Bericht des Nachrichtenmagazins deshalb so milde ausfallen, weil der Großteil von Hoeneß' Steuervergehen angeblich bereits verjährt ist. Er schuldet dem Fiskus angeblich 3,2 Millionen Euro.

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Kommentare (36)

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sackreis

30.07.2013, 16:04 Uhr

Ja und?

kongo11111

30.07.2013, 16:08 Uhr

seit wann verjähren steuervergehen?

Account gelöscht!

30.07.2013, 16:25 Uhr

Einzelfallprüfung eben. Bei Reichen verjähren sie, bei arbeitenden Bürgern eben nicht. So ist das in einer Bananenrepublick!

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