Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

04.08.2013

13:24 Uhr

Steuerhinterziehung

DFB-Präsident stützt Hoeneß

Kritiker halten FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß spätestens seit der offiziellen Anklage wegen Steuerhinterziehung für nicht mehr haltbar. DFB-Präsident Wolfgang Niersbach stellt sich öffentlich hinter seinen Freund.

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach: Rückendeckung für Hoeneß. dpa

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach: Rückendeckung für Hoeneß.

FrankfurtIn der Steueraffäre um Uli Hoeneß gibt der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes, Wolfgang Niersbach, dem Präsidenten des FC Bayern München Rückendeckung. „Ich sage offen: Ich würde ihm als Freund wünschen, dass er seine großartige Arbeit für den FC Bayern fortsetzen kann“, meinte der 62-Jährige in einem Doppel-Interview der „Bild am Sonntag“, das gemeinsam mit dem Liga-Präsidenten Reinhard Rauball geführt wurde.

Die Staatsanwaltschaft München hatte in der vergangenen Woche Anklage gegen Hoeneß wegen Steuerhinterziehung erhoben. Der Präsident des FC Bayern und der Aufsichtsrats-Chef der FC Bayern AG hatte sich im Januar selbst wegen Steuerhinterziehung beim Finanzamt angezeigt. Kritiker entgegnen, dass der 61-Jährige aufgrund der strengen Compliance-Bestimmungen in der Wirtschaft, die die Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien in Unternehmen regeln, nicht länger Aufsichtsratsvorsitzender einer Aktiengesellschaft bleiben dürfe. Nach Informationen des „Spiegel“ hat Hoeneß über das umstrittene Konto in der Schweiz über mehrere Jahre insgesamt 33.000 Bewegungen getätigt.

Rauball hielt sich in dieser Frage zurück. „Das müssen Sie den Aufsichtsrat von Bayern München fragen“, meinte der Präsident des Liga-Verbandes und des Bayern-Rivalen Borussia Dortmund. „In den Liga-Statuten gibt es jedenfalls keine Bestimmungen, unter welchen Gesichtspunkten jemand ein solch exponiertes Amt führen darf.“

Experten zweifeln: Doch keine Bewährung für Steuersünder Hoeneß?

Experten zweifeln

Doch keine Bewährung für Steuersünder Hoeneß?

Uli Hoeneß muss nach Ansicht von Steuerrechtexperten weiter um seine Freiheit bangen. Denn die Verjährungsfrist von fünf Jahren könnte in seinem Fall möglicherweise nicht ziehen.

Dafür empfahl Rauball den DFB-Präsidenten erneut als möglichen neuen Chef des europäischen Verbandes UEFA. „Wolfgang Niersbach hat definitiv die Qualitäten eines UEFA-Präsidenten. Deshalb habe ich ihn, wie andere dies auch gemacht haben, für das Amt und die Nachfolge von Michel Platini ins Gespräch gebracht“, sagte er.

Niersbach selbst hält sich bedeckt, schließt aber eine Kandidatur für das Amt des UEFA-Chefs nichts aus. „Im Moment sind noch viele Fragen offen: Zieht Blatter zurück? Oder tritt Platini auch zur Wahl zum FIFA-Präsidenten an, wenn er einen Zweikampf mit Blatter führen muss?“, erklärte der 62-Jährige. Niersbach, der seit 2012 Präsident des Deutschen Fußball-Bundes ist, betonte: „Letztlich wissen wir erst im Mai 2015, wie es bei FIFA und UEFA weitergeht.“ Der Chefposten der UEFA würde frei werden, falls Platini 2015 zum Nachfolger von FIFA-Präsident Blatter gekürt werden sollte.

Von

dpa

Kommentare (20)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Vicario

04.08.2013, 11:33 Uhr

Zitat : „Ich sage offen: Ich würde ihm als Freund wünschen, dass er seine großartige Arbeit für den FC Bayern fortsetzen kann“

- es gibt keine 2 Hönesse.......einen Steuerhinterzieher und einen Bayern-Präsidenten !

Es gibt nur einen Höneß.......und dieser Höneß ist ein krimineller und sitzt in Bayern als Präsident und Aufsichtsrat beim Klub...?!

Unfassbar, diese Heuchler....a la Niersbach !!!

Gast

04.08.2013, 11:48 Uhr

Wer interessiert sich schon für diese Meinung? Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.

Account gelöscht!

04.08.2013, 11:56 Uhr

..................................
...FREUNSCHAFT CONTRA FUNKTION...
..................................
die öffentlichen freundschaftbekenntnisse
und lobpreisungen der bisher geleisteten
arbeit für den deutschen fußball seitens
des dfb-präsidenten wolgang niersbach ge-
genüber uli hoeness zum jetzigen zeitpunkt
sind äussert gefährlich.
..
im zusammenhang mit der anklage gegen herrn
hoeness seine freundschaftliche verbundenheit
zu offenbaren ist eins - aber verdienste um
den dfb als präsident dieser organisation an-
zuführen, ist nicht angemessen und kann lang-
fristig dem dfb nur schaden..
..
es sollte jeder anschein einer beeinflussung
vermieden werden..!!
..
..

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×