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27.09.2011

11:44 Uhr

Stevens-Rückkehr perfekt

„Der Huub ist richtig heiß auf Schalke“

Huub Stevens ist zurück auf der Trainerbank des Fußball-Bundesligisten Schalke 04. Schon am Morgen leitete er das Training der Königsblauen. Pikant ist sein Schalke-Comeback in der Bundesliga am Sonntag.

Zurück auf Schalke: Huub Stevens leitete bereits am Dienstagmorgen das Training. dpa

Zurück auf Schalke: Huub Stevens leitete bereits am Dienstagmorgen das Training.

GelsenkirchenDer Niederländer hat sich mit den Königsblauen auf einen Vertrag bis 2013 geeinigt, bestätigte Schalkes Aufsichtsratsvorsitzender Clemens Tönnies auf Anfrage. Um 13 Uhr soll er offiziell als neuer Coach vorgestellt werden. Bei Schalke war Trainer Ralf Rangnick in der Vorwoche wegen eines Burnouts zurückgetreten. Stevens (57) hatte Schalke schon von 1996 bis 2002 trainiert und 1997 den Uefa-Cup nach Gelsenkirchen geholt.

Schalke hat Stevens nicht nur als Helfer in der Not verpflichtet: Mit der Rückkehr des 57-jährigen Niederländers soll nun längerfristig Ruhe einkehren und an einstige Erfolge angeknüpft werden. „Huub Stevens war unser Wunschkandidat. Er war auf Schalke, hat viel Erfolg hier gehabt und ich bin überzeugt, dass wir mit ihm weiterkommen“, sagte Aufsichtsratsboss Clemens Tönnies dem Onlineportal „Sport1“. „Der Huub freut sich wie verrückt. Er ist richtig heiß auf Schalke und hat gehofft, dass wir uns melden.“ Stevens kenne den Verein und werde die Truppe „erfolgreich weiterführen“.

Bereits am Dienstagmorgen leitete Stevens das erste Training in Gelsenkirchen und wurde von rund 1000 Fans mit Beifall empfangen. Einige der Schalker Profis wussten beim Eintreffen auf dem Trainingsgelände noch gar nichts von der Verpflichtung Stevens. Erst wenige Minuten vor Beginn der Übungseinheit wurden sie von Sportmanager Horst Heldt und Geschäftsführer Peter Peters informiert. Auf die Minute pünktlich begann um 10 Uhr das Training. Stevens, der einst den berühmten Spruch „Die Null muss stehen!“ geprägt hatte, ließ gleich einmal drei Defensivspieler aus der zweiten Mannschaft vorspielen.

Am Ende ist es bei der Suche nach einem neuen Chefcoach des deutschen Pokalsiegers sehr schnell gegangen. Mit Stevens, der auch beim Hamburger SV im Gespräch war, wurde man sich am Montag handelseinig. Nun wird er schon am Donnerstag im Europa-League-Spiel gegen Maccabi Haifa und am Sonntag - pikanterweise - beim HSV auf der Bank sitzen. In Hamburg war er zuletzt als Nachfolger des entlassenen Michael Oenning gehandelt worden, ehe ihm der HSV angeblich wegen seiner parallel geführten Gespräche mit Schalke absagte.

Als weitere Kandidaten für den Chefposten auf Schalke waren Thorsten Fink (FC Basel), Michael Büskens (SpVgg Greuther Fürth) oder Christian Gross (Young Boys Bern), mit dem Sportdirektor Heldt bereits beim VfB Stuttgart zusammengearbeitet hatte, gehandelt worden. Auch die Namen des früheren niederländischen Nationaltrainers Marco van Basten und Franco Foda (Sturm Graz) fielen.

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