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06.01.2006

12:05 Uhr

Stiftung Warentest gibt erschreckende Untersuchungsergebnisse bekannt

Sicherheitsmängel in WM-Stadien

Die Stiftung Warentest hat die 12 WM-Stadien unter die Lupe genommen. Festgestellt wurden teilweise beträchtliche Sicherheitsmängel.

Die WM-Stadien im Test. Foto: dpa

Die WM-Stadien im Test. Foto: dpa

HB BERLIN. Fünf Monate vor Beginn der Fußball-WM in Deutschland hat die Stiftung Warentest bei einer Untersuchung der zwölf Stadien "teilweise beträchtliche" Sicherheitsmängel festgestellt.

Sie könnten im Falle einer Panik "verheerende Folgen" haben, berichtete das unabhängige Institut am Freitag in Berlin. Auch beim Brandschutz seien Defizite entdeckt worden.

Details der Studie zur baulichen Sicherheit der Arenen will die Stiftung erst auf einer Pressekonferenz am 19. Januar in Berlin bekannt geben.

Beim WM-Organisationskomitee konnte man auf die noch nicht konkretisierten Vorwürfe vorerst nicht reagieren. "Ich weiß, dass es eine Untersuchung gegeben hat. Aber sonst nichts. Wenn es so wäre, wäre es fair, uns auch die Gelegenheit zu geben, uns dazu zu äußern", sagte OK-Vizepräsident Horst R. Schmidt.

In den vergangenen Monaten waren bereits Mängel in drei Arenen publik geworden und hatten die WM-Organisatoren in Erklärungsnöte gebracht. Besondere Schwierigkeiten bereitete die Dachkonstruktion der Frankfurter Commerzbank-Arena. Beim Finale des Confederations- Cups im Juni 2005 und vor dem Bundesliga-Spiel gegen Schalke 04 im Oktober setzten schwere Regenfälle die Spielfläche unter Wasser.

In Kaiserslautern musste das Fritz-Walter-Stadion für die Bundesliga-Partie gegen Eintracht Frankfurt wegen Rissen in der Dachkonstruktion gesperrt und mit Stützpfeilern abgesichert werden. In Nürnberg rieselte Putz vom Oberrang des Frankenstadions. Die Statikprobleme wurden nach einem extra organisierten "Hüpftest" durch mehrere Hundert Fans behoben.

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