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Stimmen zum WM-Aus

So weinen die Italiener um die Fußball-Weltmeisterschaft

Das Scheitern in der WM-Qualifikation erschüttert Italien. Gegen Schweden gelang den „Azzurri“ nur ein 0:0-Unentschieden. Das war zu wenig. Die Reaktionen: Ein Rücktritt, viele Tränen und ein Land in Schockstarre.

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Trauer und Fassungslosigkeit: Das sagen die Gesichter aus, in die man am Montagabend in Mailand gucken konnte. Die Zusammenfassung eines schwarzen Tages für den italienischen Fußball und die Reaktionen. dpa

Tränenreicher Abgang

Trauer und Fassungslosigkeit: Das sagen die Gesichter aus, in die man am Montagabend in Mailand gucken konnte. Die Zusammenfassung eines schwarzen Tages für den italienischen Fußball und die Reaktionen.

Bild: dpa

Für Italien ist es das erste Ausscheiden in der WM-Qualifikation seit 60 Jahren. Genau wie Deutschland sind die „Azzurri“ vier mal Weltmeister geworden. An der WM haben sie bislang 18 mal teilgenommen. dpa

Erstes WM-Aus seit 60 Jahren

Für Italien ist es das erste Ausscheiden in der WM-Qualifikation seit 60 Jahren. Genau wie Deutschland sind die „Azzurri“ vier mal Weltmeister geworden. An der WM haben sie bislang 18 mal teilgenommen.

Bild: dpa

Währenddessen kann sich Schweden über die erste WM-Teilnahme seit 2006 freuen. Damals waren die Skandinavier im Achtelfinale gegen Deutschland ausgeschieden. Im kommenden Jahr wird es für Schweden die zwölfte Weltmeisterschaft sein. dpa

Schweden nach 2006 wieder dabei

Währenddessen kann sich Schweden über die erste WM-Teilnahme seit 2006 freuen. Damals waren die Skandinavier im Achtelfinale gegen Deutschland ausgeschieden. Im kommenden Jahr wird es für Schweden die zwölfte Weltmeisterschaft sein.

Bild: dpa

Schon Sekunden nach dem WM-Aus flossen bei Torwartlegende Gianluigi Buffon die Tränen - wenig später verkündete der 39-Jährige seinen Rücktritt. „Ich verlasse mit Sicherheit eine Nationalmannschaft mit fitten Jungs, die von sich reden machen werden“, sagte der Keeper im italienischen Fernsehen und gestand: Es sei schlimm, dass seine Karriere in der Nationalmannschaft so ende. dpa

Buffon tritt zurück

Schon Sekunden nach dem WM-Aus flossen bei Torwartlegende Gianluigi Buffon die Tränen - wenig später verkündete der 39-Jährige seinen Rücktritt. „Ich verlasse mit Sicherheit eine Nationalmannschaft mit fitten Jungs, die von sich reden machen werden“, sagte der Keeper im italienischen Fernsehen und gestand: Es sei schlimm, dass seine Karriere in der Nationalmannschaft so ende.

Bild: dpa

Wie es für den Trainer Gian Piero Ventura weiter geht, ist noch nicht geklärt. Zu einem abendlichen Rücktritt kam es nicht. „Ich trete nicht zurück, weil ich noch nicht mit dem Präsidenten gesprochen habe“, sagte Ventura der Nachrichtenagentur Ansa. Für ganz Italien sei das Fehlen bei der WM eine „Katastrophe“, meinte Buffon (rechts), der auch im TV-Interview weinte. dpa

Trainer-Zukunft unklar

Wie es für den Trainer Gian Piero Ventura weiter geht, ist noch nicht geklärt. Zu einem abendlichen Rücktritt kam es nicht. „Ich trete nicht zurück, weil ich noch nicht mit dem Präsidenten gesprochen habe“, sagte Ventura der Nachrichtenagentur Ansa. Für ganz Italien sei das Fehlen bei der WM eine „Katastrophe“, meinte Buffon (rechts), der auch im TV-Interview weinte.

Bild: dpa

Für Italien ist es eine Tragödie. Die Zeitung „Gazzetta dello Sport” stellte kurz nach dem Spiel fest: „Das ist die Apokalypse”. dpa

Nationale Tragödie

Für Italien ist es eine Tragödie. Die Zeitung „Gazzetta dello Sport” stellte kurz nach dem Spiel fest: „Das ist die Apokalypse”.

Bild: dpa

Im Zugzwang: Weil Italien am Freitag 0:1 gegen Schweden verloren hatte, stand die Mannschaft von Trainer Gian Piero Ventura von Beginn an unter Druck. „Der 69-jährige Trainer Gian Piero Ventura muss die Schande ertragen, der Erste zu sein, der seine Mannschaft nicht zur WM führt. Beim einzigen anderen Nichterreichen war ein Komitee dafür verantwortlich“, kommentierte die britische „Sun“. dpa

Niederlage im Hinspiel

Im Zugzwang: Weil Italien am Freitag 0:1 gegen Schweden verloren hatte, stand die Mannschaft von Trainer Gian Piero Ventura von Beginn an unter Druck. „Der 69-jährige Trainer Gian Piero Ventura muss die Schande ertragen, der Erste zu sein, der seine Mannschaft nicht zur WM führt. Beim einzigen anderen Nichterreichen war ein Komitee dafür verantwortlich“, kommentierte die britische „Sun“.

Bild: dpa

„Das ist ein Beben! Italien ist raus! Schade für die WM! Aber gut für uns!“ Während Italien nach vorne drängte, kamen die Schweden kaum aus der eigenen Hälfte heraus. Nach 19 Minuten musste Mittelfeldspieler Jakob Johansson verletzt ausgewechselt werden. Er hatte im Hinspiel den Siegtreffer erzielt. dpa

Das schreibt die „Bild“

„Das ist ein Beben! Italien ist raus! Schade für die WM! Aber gut für uns!“

Während Italien nach vorne drängte, kamen die Schweden kaum aus der eigenen Hälfte heraus. Nach 19 Minuten musste Mittelfeldspieler Jakob Johansson verletzt ausgewechselt werden. Er hatte im Hinspiel den Siegtreffer erzielt.

Bild: dpa

Der frühere BVB-Spieler Ciro Immobile zeigte sich aktiv und engagiert. Seine besten Chancen in der 40. und 64. Minute vergab er allerdings. „Italien drückte und drückte und Schweden veranstaltete jetzt das, was im Fußballexikon unter "Abwehrschlacht" beschrieben wird“, kommentierte die „Süddeutsche“. „Der finale Gong des italienischen Fußballs war das Geräusch eines Balles, der gegen die Latte klatschte. Alessandro Florenzi hatte in der 67. Minute geschossen, der schwedische Verteidiger Mikael Lustig fälschte ab – dann flog der Ball in hohem Bogen gegen die Querstange. 23 Minuten lang rannte Italien danach verzweifelt an.“ dpa

Das schreibt die „Süddeutsche“

Der frühere BVB-Spieler Ciro Immobile zeigte sich aktiv und engagiert. Seine besten Chancen in der 40. und 64. Minute vergab er allerdings. „Italien drückte und drückte und Schweden veranstaltete jetzt das, was im Fußballexikon unter "Abwehrschlacht" beschrieben wird“, kommentierte die „Süddeutsche“. „Der finale Gong des italienischen Fußballs war das Geräusch eines Balles, der gegen die Latte klatschte. Alessandro Florenzi hatte in der 67. Minute geschossen, der schwedische Verteidiger Mikael Lustig fälschte ab – dann flog der Ball in hohem Bogen gegen die Querstange. 23 Minuten lang rannte Italien danach verzweifelt an.“

Bild: dpa

„Das fiel auf: Italien mit eigenen Waffen geschlagen: Gute und disziplinierte Defensive! Dafür ist normalerweise Italien bekannt. In den Playoffs hat genau das aber Schweden gemacht und trieb damit die Italiener zur Weißglut. Über 90 Minuten verteidigten die Schweden diszipliniert im 4-4-2 System und ließen in beiden Spielen keinen Treffer der Squadra Azzurra zu.“ AFP; Files; Francois Guillot

Das sagt „Eurosport“

„Das fiel auf: Italien mit eigenen Waffen geschlagen: Gute und disziplinierte Defensive! Dafür ist normalerweise Italien bekannt. In den Playoffs hat genau das aber Schweden gemacht und trieb damit die Italiener zur Weißglut. Über 90 Minuten verteidigten die Schweden diszipliniert im 4-4-2 System und ließen in beiden Spielen keinen Treffer der Squadra Azzurra zu.“

Bild: AFP; Files; Francois Guillot

„Die Apokalypse trägt die Farbe dunkelblau. Sie hat den bitteren Geschmack von den Tränen Buffons, dem das Herz gebrochen wurde: für ihn gibt es keine sechste WM, er geht nicht als Legende ein, als einziger diese Leistung erreicht zu haben.“ dpa

Das schreibt „La Repubblicca“

„Die Apokalypse trägt die Farbe dunkelblau. Sie hat den bitteren Geschmack von den Tränen Buffons, dem das Herz gebrochen wurde: für ihn gibt es keine sechste WM, er geht nicht als Legende ein, als einziger diese Leistung erreicht zu haben.“

Bild: dpa

„Die Wahrheit tut weh, ja, und noch nie so sehr wie dieses Mal: Denn die Wahrheit ist, dass es zu Recht so ist. Italien fährt nicht zur Weltmeisterschaft, weil es das verdient hat: Angefangen bei dem Teil des Volkes, (...) der gepfiffen hat, als die schwedische Nationalhymne angestimmt wurde. Man kann weinen wie Buffon und weitere Millionen von Italienern. Man kann fluchen wie De Rossi auf der Bank (...). Man kann schweigen wie Ventura, der selbstgerechteste Nationaltrainer (...). Alle ab nach Hause, ja. An den Ort, wo man am besten reflektieren kann, wenn wir dazu überhaupt noch in der Lage sind.“ dpa

„Tuttosport“

„Die Wahrheit tut weh, ja, und noch nie so sehr wie dieses Mal: Denn die Wahrheit ist, dass es zu Recht so ist. Italien fährt nicht zur Weltmeisterschaft, weil es das verdient hat: Angefangen bei dem Teil des Volkes, (...) der gepfiffen hat, als die schwedische Nationalhymne angestimmt wurde. Man kann weinen wie Buffon und weitere Millionen von Italienern. Man kann fluchen wie De Rossi auf der Bank (...). Man kann schweigen wie Ventura, der selbstgerechteste Nationaltrainer (...). Alle ab nach Hause, ja. An den Ort, wo man am besten reflektieren kann, wenn wir dazu überhaupt noch in der Lage sind.“

Bild: dpa

„Es ist die Wirklichkeit eines italienischen Fußballs, der es zu der schmerzhaftesten Demütigung seiner Geschichte gebracht hat, eine Beschämung, eine sportliche Schande, die keinen Vergleich kennt. (...) Die Tränen von Buffon, aufrichtig und passioniert, bezeugen den Absturz, der viele Väter hat und dem niemand, wirklich niemand, entkommen kann.“ Im Bild: Nach der geschafften Qualifikation posieren die Schweden zum Gruppenbild in Mailand. dpa

„Corriere dello Sport“

„Es ist die Wirklichkeit eines italienischen Fußballs, der es zu der schmerzhaftesten Demütigung seiner Geschichte gebracht hat, eine Beschämung, eine sportliche Schande, die keinen Vergleich kennt. (...) Die Tränen von Buffon, aufrichtig und passioniert, bezeugen den Absturz, der viele Väter hat und dem niemand, wirklich niemand, entkommen kann.“

Im Bild: Nach der geschafften Qualifikation posieren die Schweden zum Gruppenbild in Mailand.

Bild: dpa

„Am day after ist das entscheidende Spiel grausam, aber unvermeidlich. Ventura kann schon aus persönlicher Würde nicht anders als zu gehen. (...) Für Buffon und die anderen großen Alten ist die Vergeltung ungleich härter: Sie wurden von einer unwiderrufbaren Niederlage zum Abschied getrieben, nach so vielen erinnerungswürdigen Siegen.“ Noch trat Ventura als italienischer Nationaltrainer aber nicht zurück. dpa

„Gazzetta dello Sport"

„Am day after ist das entscheidende Spiel grausam, aber unvermeidlich. Ventura kann schon aus persönlicher Würde nicht anders als zu gehen. (...) Für Buffon und die anderen großen Alten ist die Vergeltung ungleich härter: Sie wurden von einer unwiderrufbaren Niederlage zum Abschied getrieben, nach so vielen erinnerungswürdigen Siegen.“

Noch trat Ventura als italienischer Nationaltrainer aber nicht zurück.

Bild: dpa

Die Italiener waren nach dem Aus am Boden zerstört. Foto: Luca Bruno dpa

Desaster

Die Italiener waren nach dem Aus am Boden zerstört. Foto: Luca Bruno

Bild: dpa

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