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09.05.2016

18:36 Uhr

Streit um Trikotwerbung

München zahlt Milan 50.000 Euro zurück

Vergleich zwischen der Stadt München und dem AC Mailand. Die Italiener waren vor Jahren in Bayern mit dem Werbeschriftzug eines Wettanbieters angetreten – und mussten Zwangsgeld zahlen. Das wird nun teils erstattet.

Mit diesem Wettanbieter als Sponsor war die Stadt München nicht einverstanden. dpa

Fragliche Trikots

Mit diesem Wettanbieter als Sponsor war die Stadt München nicht einverstanden.

MünchenDie Stadt München hat sich neun Jahre nach einem Rechtsstreit um Trikotwerbung mit dem AC Mailand auf einen Vergleich geeinigt. Von den 100 000 Euro Zwangsgeld bekommt der italienische Fußballclub die Hälfte zurück. Darauf verständigten sich die beiden Parteien am Montag vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof.

Die Milan-Profis waren Mitte April 2007 im Champions-League- Viertelfinale beim FC Bayern in der Münchner Arena mit Trikots aufgelaufen, auf denen für einen Sportwetten-Anbieter geworben wurde. Dies hatte die Stadt zuvor unter Androhung von 100 000 Euro Zwangsgeld untersagt und diese Summe dann auch einen Tag nach dem 2:0-Sieg der Gäste eingefordert.

Daraufhin zog der AC Mailand vor Gericht. Die Italiener hatten argumentiert, ein derartiges Werbeverbot sei nach der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) unzulässig. Das juristische Nachspiel verlor der Verein jedoch 2011 in erster Instanz beim Verwaltungsgericht München, nachdem die staatliche Aufsichtsbehörde den Widerspruch gegen das Zwangsgeld zurückgewiesen hatte.

Vor dem Verwaltungsgerichtshof bekräftigte der Anwalt des Mailänder Klubs: „Das Werbeverbot war ein Verstoß gegen EU-Recht.“ Er berief sich dabei auf eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs: Die Untersagung von Werbung privater Glücksspiel- und Sportwettenanbieter sei rechtswidrig. Schließlich habe der Freistaat Bayern für seine eigenen Glücksspielangebote „geworben, was das Zeug hielt“, interpretierte der Anwalt das Urteil des EuGH.

Von

dpa

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