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15.08.2012

22:55 Uhr

Testspiel-Niederlage

Argentinien zu stark für zehn Deutsche

Quelle:SID

Was für ein bitterer Abend: Die deutsche Nationalmannschaft hat ihr erstes Länderspiel der neuen Saison verloren. Gegen die abgezockten Argentinier lief fast alles gegen das glücklose Team von Joachim Löw.

Der Anfang vom Ende: Sami Khedira (nicht im Bild) trifft zum 0:1 ins eigene Tor. dpa

Der Anfang vom Ende: Sami Khedira (nicht im Bild) trifft zum 0:1 ins eigene Tor.

Frankfurt48 Tage nach dem EM-Halbfinal-Aus hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft die geplante Wiedergutmachung verpasst und einen Fehlstart in die neue Saison hingelegt. Die knapp eine Stunde dezimierte DFB-Auswahl unterlag beim Auftakt ihrer "Mission 2014" in Frankfurt/Main gegen Argentinien mit Weltfußballer Lionel Messi deutlich mit 1:3 (0:1) und ließ so den markigen Worten von Bundestrainer Joachim Löw trotz einer zunächst guten Vorstellung keine Taten folgen.

Ausgerechnet Sami Khedira brachte die Gauchos in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit (45.+1) mit einem Eigentor auf die Siegerstraße. Barcelonas Superstar Messi erhöhte in der 52. Minute auf 2:0. Angel di Maria (73.) gelang das 3:0 für Argentinien, das nach dem verlorenen WM-Viertelfinale 2010 (0:4) Revanche nahm. Daran änderte auch der sehenswerte Ehrentreffer durch Benedikt Höwedes in der 81. Minute nichts mehr.

In der 32. Minute hatte Messi bereits die große Chance zur Führung vergeben. Der 25 Jahre alte "Zauberfloh" scheiterte mit einem Elfmeter am wenige Sekunden zuvor eingewechselten Marc-André ter Stegen.

Der nachnominierte Gladbacher Keeper ersetzte Ron-Robert Zieler, der in seinem zweiten Länderspiel wegen einer Notbremse gegen José Sosa die Rote Karte sah. Zieler, der bis dahin den verletzten Manuel Neuer vertrat, ist der erste Keeper in der langen DFB-Geschichte überhaupt, der vom Platz gestellt wurde.

Spielstatistik Deutschland-Argentinien

Ballkontakte

Deutschland: 41,6%

Argentinien: 58,4%

Gewonnene Zweikämpfe

Deutschland: 47,1%

Argentinien: 52,9%

Torschüsse

Deutschland: 11

Argentinien: 13

Pässe insgesamt (davon angekommen)

Deutschland: 398 (84,9%)

Argentinien: 648 (90,6%)

Abseits

Deutschland: 4

Argentinien: 3

Ecken

Deutschland: 7

Argentinien: 5

Fouls

Deutschland: 7

Argentinien: 10

Karten

Deutschland: 0-0-1

Argentinien: 1-0-0

Spielerstatistik

Die meisten Ballkontakte:
1. Javier Mascherano (ARG/104)
2. Fernando Gago (ARG/98)
3. Marcos Rojo (ARG/84)

Weitere Spielerstatistiken im Detail finden Sie hier.

"Wir hatten uns viel vorgenommen. Bis zur Roten Karte haben wir vieles sehr gut umgesetzt. Danach war es schwer für uns. Das Ergebnis war letztendlich verdient", sagte Khedira. Kapitän Miroslav Klose sprach von einem "kuriosen Länderspiel".

Ernst wird es für die DFB-Auswahl in der Qualifikation für die WM 2014 in Brasilien erstmals in gut drei Wochen am 7. September beim Spiel in Hannover gegen die Faröer. Am 11. September folgt das Duell gegen Erzrivale Österreich in Wien. Weitere Gegner auf dem Weg an den Zuckerhut sind Schweden, Kasachstan und Irland.

Bis zu Zielers Aus zeigte sich das DFB-Team auch ohne die beiden Kapitäne Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger sowie ohne Lukas Podolski, Per Mertesacker, Neuer und Mario Gomez spielfreudig und anscheinend völlig unbeeindruckt von den Nebengeräuschen der vergangenen Tage. Löw hatte seine Profis am Montag in einer 28-minütigen Wutrede gegen Vorwürfe in der Hymnen-, Memmen- und Luxus-Diskussion vehement verteidigt.

Kommentare (3)

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Schmid

15.08.2012, 23:51 Uhr

Löw hat vom Vorfall Ballack überhaupt nichts gelernt. Wiese
hat in Zuzenhausen im Gasthaus Adler die bittere Nachricht
von Flick und Köpke überbracht bekommen. Das Trainingszentrum hat man 200m umgangen. Wiese flog regelrecht
im Gasthaus Adler. Er hätte es verdient Neuer zu vertreten, aber
das Alter hat es leider nicht zugelassen. Gerade alte und erfahrene
Torhüter sind wichtig um Stabilität in die Mannschaft zu
transportieren( Maier, Kahn). Der Jugendwahn hat auch seine
Grenzen.Ein Abschiedsspiel von Wiese rückt in weiter Ferne.
Man hätte genügend Zeit gehabt,dass Löw die Nachricht persönlich überbracht hätte( von Frankfurt 120 km, von Freib. 220
km). Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Es geht um Wertschätzung
und Respekt vor so einem verdienten Spieler und Menschen.
MfG
Walter Schmid Waibstadt


ulrich1947

16.08.2012, 07:46 Uhr

was nuetzt das beste orchester, wenn der dirigent absolut nichts taugt!weraus diesem spielermaterial keine schagkraeftige mannschaft formen kann ist total fehl am platz.

Account gelöscht!

16.08.2012, 09:12 Uhr

Selbstherrlich, dünnhäutig - die Zeit für einen neuen DFB-Trainer der eine Autorität darstellt und nach Leistung aufstellt ist gekommen!!

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