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10.01.2014

12:01 Uhr

Thomas Hitzlsperger

„Meine Familie hat einfach nur großartig reagiert“

Thomas Hitzlsperger dankt seinr Familie für die Unterstützung. Ihre Reaktion sei „großartig“ gewesen. Und: Es wäre schön, wenn Fußballer in der Kabine künftig auch über ihren neuen Freund sprechen würden.

Nach dem Trubel der vergangenen Tage will Hitzlsperger bald mal ausspannen. ap

Nach dem Trubel der vergangenen Tage will Hitzlsperger bald mal ausspannen.

BerlinErst mit Ende 20 hat der frühere Fußballprofi Thomas Hitzlsperger seinen Eltern erzählt, dass er schwul ist. „Das liegt gute zwei Jahre zurück. Für viele Homosexuelle ist es schwer, ihren Eltern das zu erzählen. Aber ich wollte, dass sie das von mir erfahren“, sagte der 31-Jährige in einem Interview der „Bild“-Zeitung (Freitag). Die Reaktion sei damals „toll“ gewesen. „Sie haben gesagt 'Wir lieben dich und wir wollen, dass du ein glückliches Leben führst.'“

Auch auf sein überraschendes öffentliches Coming-out am vorigen Mittwoch habe seine Familie „einfach nur großartig“ reagiert. „Und sie haben gesagt: 'Wenn du das machen möchtest, dann mach' es! Unsere Unterstützung hast du. Wir ziehen das mit dir durch'“, sagte Hitzlsperger in dem Interview. Derzeit sei er Single. „Ich hatte eine feste Beziehung. Aber die ist jetzt vorbei.“

Obwohl jetzt viel auf ihn „eingeprasselt“ sei, gehe es ihm nach wie vor gut. Dazu hat offenbar auch die positive Resonanz beigetragen. „Es gab nicht eine einzige negative Reaktion“, versicherte Hitzlsperger. Bisher hätten sich allerdings erst zwei Fußballer bei ihm gemeldet („Die sind doch alle im Trainingslager, oder?“), einige weitere allerdings öffentlich via Twitter. „Vielleicht melden sich ja noch einige.“

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Thomas Hitzlsperger ist der erste prominente Ex-Profi, der sich als schwul geoutet hat. Er setzt damit ein Zeichen gegen jene Machos, die die Zuschauerränge in den großen Stadien dominieren.

Die Entscheidung, sich zu outen, „muss jeder selbst treffen. Wichtig ist, dass man Unterstützung von Eltern und Freunden hat“, meinte der frühere Nationalspieler. „Aber es wäre schön, wenn es normal wäre, dass Fußballer in der Kabine nicht nur über ihre neue Freundin reden, sondern auch über ihren neuen Freund.“

Nach dem Trubel der vergangenen Tage will Hitzlsperger bald mal ausspannen. „Ich habe noch den einen oder anderen Termin und mach' dann erst mal Urlaub. Es ist ja jetzt erst mal alles gesagt.“

Von

dpa

Kommentare (2)

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007

10.01.2014, 18:00 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

RumpelstilzchenA

10.01.2014, 19:17 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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