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04.02.2013

15:30 Uhr

Tim Wiese

Vom Nationalspieler zum Zuschauer

Stammplatz Tribüne: Tim Wiese kam mit großen Erwartungen nach Hoffenheim, nun steht er nicht mal mehr im Kader. Theoretisch könnte der Ex-Nationalspieler noch wechseln, doch er selbst findet seine Situation „überragend“.

Tim Wiese verfolgt das Spiel gegen Freiburg von der Tribüne: Gute Miene zum bösen Spiel? dpa

Tim Wiese verfolgt das Spiel gegen Freiburg von der Tribüne: Gute Miene zum bösen Spiel?

Frankfurt am MainBeim letzten Länderspiel gegen Frankreich vor einem knappen Jahr glänzte Tim Wiese noch im Tor der deutschen Nationalmannschaft. Trotz der 1:2-Niederlage durfte sich der Keeper bei seinem Heimspiel in Bremen feiern lassen. Nach seinem Absturz ist der 31-Jährige nicht einmal mehr die Nummer 2 beim Fußball-Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim. An diesem Dienstag soll der degradierte Wiese wieder ins Mannschaftstraining einsteigen - spielen wird er so schnell wohl nicht.

„Wenn Gomes seine Leistung weiter stabilisiert und weiter so halten kann wie am Samstag, dann ist es sicherlich nicht sinnvoll, innerhalb einer Saison dauernd den Torhüter zu wechseln“, sagte Manager Andreas Müller in einem Interview der SWR-Sendung „Sport im Dritten“ am Sonntagabend.

Der Tabellen-16. hatte vergangene Woche den früheren Nationaltorwart Wiese aus dem Kader genommen, um ihn vor den zuletzt verheerenden Kritiken zu schützen. Trainer Marco Kurz fand die öffentlichen Reaktionen auf seinen Schlussmann „erschreckend“, Müller sprach von „unmenschlichem Druck“, beide redeten von Sorgfaltspflicht gegenüber dem Profi. Beim 2:1-Sieg gegen den SC Freiburg stand die brasilianische Eil-Verpflichtung Heurelho Gomes (zuvor Tottenham Hotspur) zwischen den Pfosten – und wurde von den 1899-Fans gefeiert.

Da hatte Müller schon eingeräumt, dass die Maßnahme mit Wiese durchaus auch „sportliche Gründe“ hatte. Solche gab im übrigen auch Bundestrainer Joachim Löw an, als er Wiese nach der EM aus der DFB-Auswahl beförderte. „Wir sind in einer Leistungsgesellschaft, der Spieler kann sich hier empfehlen und durch Leistung aufdrängen - sei es im Spiel oder im Training“, ergänzte der TSG-Manager nun.

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