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23.11.2013

21:23 Uhr

Topspiel

Bayern schlägt Dortmund – auch dank Götze

VonThorsten Giersch

Was für ein Comeback für Mario Götze: Der Ex-Borusse erzielt kurz nach seiner Einwechslung den Führungstreffer zum 3:0-Sieg der Bayern in Dortmund. Die Borussia hat gute Chancen, scheitert aber erneut beim Abschluss.

Mann des Spiels: Mario Götze. AFP

Mann des Spiels: Mario Götze.

DortmundNein. Mario Götze hat nicht gejubelt. Entschuldigend hob er die Arme nach seinem 1:0 für den neuen Club gegen seine alte Liebe Borussia Dortmund, wo er bis zum Sommer zwölf Jahre lang aktiv war. Und es war ein geniales Tor – genial geschlenzt mit dem Außenrist, auf engstem Raum, mit enormer Reaktionsgeschwindigkeit. 

Götzes Tor in der 65. Minute hatte das zuvor eher von Taktik geprägte Spitzenspiel zum aufregenden Kick gemacht. Für die Dortmunder reichte es danach nur noch zu wenigen Chancen. Die Bayern agierten hingegen effizient und nutzen ihre Möglichkeiten eiskalt. Neben Götze trafen Robben (85. Minute) und Müller (87.) zum 3:0-Sieg.

Besonders war das Spiel zwischen dem Ersten und dem Zweiten der Bundesliga nicht nur, weil es in über 200 Länder der Welt übertragen wurde – daran hat man sich beim BVB gegen Bayern ja schon gewöhnt: Es war auch das Aufeinandertreffen der beiden begehrtesten Clubtrainer der Welt – das gab es so in der Bundesliga noch nicht. Und sowohl BVB-Coach Jürgen Klopp als auch Bayerns Trainer Pep Guardiola hatten bei der Aufstellung knifflige Entscheidungen zu treffen.

Guardiola musste, von den Langzeitverletzten wie Bastian Schweinsteiger abgesehen, Frank Ribery ersetzen: Europas Fußballer des Jahres hatte sich unter der Woche beim Einsatz für die Nationalmannschaft eine Rippe gebrochen. Gerade gegen den BVB zeigte sich in früheren Begegnungen Riberys Fehlen als großer Nachteil. Guardiola entschied sich für Robben auf links, Kroos in der Mitte und Müller auf rechts, wobei sie eifrig die Positionen tauschten. Vorne agierte Mandzukic. Im defensiven Mittelfeld sollten Lahm und Martinez für Ordnung sorgen. 

Noch härter traf es Jürgen Klopp: Ihm fehlte beinahe die komplette Viererkette. So bot er neben dem inzwischen etablierten Rechtsverteidiger Großkreutz in der Mitte Sokratis und den Neuzugang Manuel Friedrich auf. Links spielte Durm. Vor Sahin und Bender agierte die beste Formation mit Blaszczykowski, Mkhitaryan, Reus und Lewandowski. 

Damit durfte also Neu-Bayer Mario Götze bei seiner Rückkehr an alte Wirkungsstätte nicht von Anfang an ran. Er war die einzige nennenswerte Offensivalternative der Bayern. Der BVB hatte dagegen mit Hofmann, Schieber und Aubamyang mehrere Möglichkeiten. Beide Teams traf es also ähnlich hart mit dem Verletzungspech.

Die 22 Akteure wirkten von Beginn an hellwach. Bayern übernahm die Kontrolle, der BVB konterte und hatte durch Lewandowski in der dritten Minute gleich eine ausgezeichnete Chance, doch der Pole hämmerte den Drehschuss aus gut zehn Metern und in abseitsverdächtiger Position über das Tor.

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