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07.11.2013

22:57 Uhr

Torlose Freiburger

Krampf und Kampf und rote Karten

Der SC Freiburg übersteht die letzten Minuten im portugiesischen Estoril sogar zu Neunt und könnte nun dafür belohnt werden. Denn mit zwei Siegen wäre die Zwischenrunden-Qualifikation noch möglich.

Keine spielerischen Höhepunkte, kaum Torgefahr: Das Spiel zwischen den beiden Schlusslichtern Freiburg und Estoril geriet zum wahren Kellerduell. ap

Keine spielerischen Höhepunkte, kaum Torgefahr: Das Spiel zwischen den beiden Schlusslichtern Freiburg und Estoril geriet zum wahren Kellerduell.

EstorilWieder kein Sieg, zwei Platzverweise, aber trotzdem noch im Geschäft: Nach einem schmeichelhaften 0:0 in Portugal ist für den SC Freiburg in der Europa League wieder alles drin. Drei Tage vor dem Bundesliga-Derby gegen den VfB Stuttgart holten die Badener am Donnerstagabend bei GD Estoril Praia vor 2014 Zuschauern einen Punkt, der vielleicht noch Gold wert sein kann. Siege bei Slovan Liberec und dann zu Hause gegen den FC Sevilla sind für den Fußball-Bundesligisten in den letzten beiden Gruppenspielen Pflicht.

Nicolas Höfler und Karim Guéde werden zumindest in fünften Gruppenspiel fehlen. Höfler sah wegen Handspiels in der (87.) Minute Gelb-Rot. Wenig später folgte Karim Guéde (88.) ebenfalls mit Gelb-Rot nach wiederholtem Foulspiel. Die letzten Minuten waren hart für die Freiburger.

Von einem Erfolg waren die Freiburger in Estoril weiter entfernt als beim enttäuschenden 1:1 im Hinspiel. Diesmal hatten die Portugiesen die weitaus besseren Möglichkeiten. Doch Torhüter Oliver Baumann war wie schon beim 3:0-Erfolg gegen den 1. FC Nürnberg auch im spärlich besetzten Estadio António Coimbra da Mota der große Rückhalt. 747 Freiburger feierten ihren Keeper.

Nur der Torhüter und der im nächsten Bundesligaspiel gesperrte Verteidiger Oliver Sorg blieben in der Mannschaft, die zuletzt in Nürnberg den ersten Punktspielsieg der Saison geholt hatte. Den Rest seines Teams beorderte Streich auf die Bank und zeigte damit, was absolute Priorität hat: Das prestigeträchtige Landesderby am Sonntag gegen den VfB Stuttgart. Ein Spiel, das zudem im nerven- und kräftezehrenden Kampf um den Klassenverbleib enorm wichtig für den Tabellendrittletzten ist.

Von daher war es keine Überraschung, dass zunächst im Dauerregen keine klare Struktur im SC-Spiel zu erkennen war. Es fehlte an einem systematischen Aufbau, klaren Ideen und Durchschlagskraft. Doch auch die Portugiesen machten es kaum besser. Die erste Chance in einem schwachen Spiel wurde nach einer halben Stunde notiert. Stürmer Luis Leal verzog knapp.

Munter ging es dann nach der Pause weiter. Vor allem die Hausherren wirkten wie ausgewechselt. Leal mit einem Kopfball (49.) vergab knapp. Eine Minute später verhinderte Baumann mit einer Glanztat den Rückstand nach einem Kopfball des Brasilianers Seba. Estoril wurde immer torgefährlicher. Der frühere Hannoveraner traf in der 59. Minute per Kopf die Latte. Zwischendurch hatte der Tscheche Vladimair Darida erstmals Estoril-Keeper Vagner geprüft. Doch das war viel zu wenig. Der gerade von der Bank gekommene Pedro scheiterte an Baumann (83.), der in der Abwehrschlacht in der Schlussphase den Sieg festhielt.

Von

dpa

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