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04.02.2015

18:43 Uhr

Trainer-Legende Udo Lattek ist tot

„Ehrlich, gradlinig und manchmal stur“

Als Trainer gewann Udo Lattek mit Bayern und Mönchengladbach acht deutsche Meistertitel und ist damit erfolgreichster Vereinscoach Deutschlands. Im Alter von 80 Jahren ist die Fußball-Legende nun gestorben.

Erst Pädagoge, dann Fußball-Ikone: Lattek lebte zuletzt in Köln. SID

Fußball-Trainer Udo Lattek

Erst Pädagoge, dann Fußball-Ikone: Lattek lebte zuletzt in Köln.

Der deutsche Fußball trauert um seinen erfolgreichsten Vereinstrainer. Knapp drei Wochen nach seinem 80. Geburtstag ist Udo Lattek bereits am Wochenende gestorben. „Udo Lattek war schon zu Lebzeiten eine Legende, er wird uns fehlen“, würdigte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach den Erfolgscoach. Der an Parkinson und Altersdemenz erkrankte gebürtige Ostpreuße lebte bis zum Schluss in einer Kölner Betreuungseinrichtung. Dort wurde er von seiner Frau Hildegard, die in die unmittelbare Nähe gezogen war, nach einer Gehirnoperation und einem Schlaganfall betreut und gepflegt. FIFA-Präsident Joseph Blatter äußerte „tiefe Betroffenheit“ über Latteks Tod.

„Die Nachricht vom Tod Udo Latteks hat uns tief getroffen und bewegt. Sein Name ist so eng mit dem Aufstieg des FC Bayern München in den erfolgreichen 70er Jahren verbunden“, sagte Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge. „Er war über Jahrzehnte lang eine der großen Persönlichkeiten des Sports, national und international.“ 15 Titel gewann Lattek in seiner einzigartigen Trainerlaufbahn. Er ist mit acht deutschen Meisterschaften - sechs mit Bayern München, zwei mit Borussia Mönchengladbach - erfolgreichster Vereinscoach hierzulande.

„In Udo Lattek verliert der Fußball ... eine große Persönlichkeit. Sein Name ist untrennbar mit Borussias Erfolgen Ende der 70er-Jahre verbunden. Unser Mitgefühl gilt seinen Angehörigen“, erklärte Gladbachs Geschäftsführer Stephan Schippers. Für die Borussia war Lattek als Trainer von 1975 bis 1979 tätig. Für den 1. FC Köln drückte Club-Präsident Werner Spinner seine Anteilnahme aus. „Mit Udo Lattek verliert der deutsche Fußball ... eine seiner prägendsten Persönlichkeiten.“ Beim FC arbeitete Lattek zweimal als Sportdirektor.

„Schon zu Lebzeiten eine Legende“ – Reaktionen auf den Tod Latteks

Thomas Müller

„Einer der größten FC-Bayern-Trainer ist leider gestorben. R.I.P. Udo Lattek.“

Thomas Müller, Weltmeister vom FC Bayern (via Twitter)

Franz Beckenbauer

„Traurige Nachricht: Der große Udo Lattek ist tot. Ich hatte gehofft, dass ihm die Krankheit noch gute Tage lässt.“

Franz Beckenbauer, Ehrenpräsident Bayern München

Pep Guardiola

„Udo Lattek war ein überragender Fußballlehrer und eine große Persönlichkeit. Er hat als Coach beim FC Barcelona große Fußspuren hinterlassen.“

Pep Guardiola, Trainer FC Bayern München

Karl-Heinz Rummenigge

„Die Nachricht vom Tod Udo Latteks hat uns tief getroffen und bewegt. Sein Name ist so eng mit dem Aufstieg des FC Bayern München in den erfolgreichen 70er-Jahren verbunden. Udo Lattek war einer der erfolgreichsten deutschen Fußballtrainer, dazu war er über Jahrzehnte lang eine der großen Persönlichkeiten des Sports, national und international. Mit ihm verlieren wir einen der großen Männer des FC Bayern, einen persönlichen Förderer und Freund.“

Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender FC Bayern München

Werner Spinner

„Im Namen des gesamten 1. FC Köln drücke ich Udo Latteks Angehörigen unser tiefes Mitgefühl aus. Mit Udo Lattek verliert der deutsche Fußball nicht nur einen der erfolgreichsten Trainer seiner Geschichte, sondern auch eine seiner prägendsten Persönlichkeiten. Er wird hier in Köln nicht vergessen werden.“

Werner Spinner, Präsident 1. FC Köln

Stephan Schippers

„Die Nachricht vom Tod Udo Latteks hat uns tief getroffen. In Udo Lattek verliert der Fußball einen der erfolgreichsten deutschen Trainer und eine große Persönlichkeit. Sein Name ist untrennbar mit Borussias Erfolgen Ende der 70er-Jahre verbunden. Unser Mitgefühl gilt seinen Angehörigen.“

Stephan Schippers, Geschäftsführer Borussia Mönchengladbach

Sepp Blatter

„In tiefer Betroffenheit habe ich von Udo Latteks Tod erfahren. Eine Trainer-Legende ist von uns gegangen. Mein Mitgefühl gilt seiner Familie.“

Sepp Blatter, Fifa-Präsident (via Twitter)

Wolfgang Niersbach

„Udo Lattek war nicht nur der erfolgreichste Trainer der Bundesliga-Geschichte, sondern eine herausragende Persönlichkeit des deutschen Fußballs. Der DFB hat ihn 2012 für sein Lebenswerk ausgezeichnet, weil er über Jahrzehnte den Fußball entscheidend mitgeprägt hat. Seine Meisterschaften und Titel werden uns allen ebenso in Erinnerung bleiben wie seine direkte, aber immer liebenswerte Art. Udo Lattek war schon zu Lebzeiten eine Legende, er wird uns fehlen."

Wolfgang Niersbach, DFB-Präsident

Reinhard Rauball

„Die Bundesliga trauert um einen außergewöhnlichen Sportsmann und einen außergewöhnlichen Menschen. Wie viele im deutschen Fußball verliere ich mit Udo Lattek einen Freund. Wir haben uns vor über 30 Jahren kennen und schätzen gelernt. Ehrlich, gradlinig und manchmal stur – das zeichnete Udo Lattek aus. Und gleichzeitig war er sensibel, hatte als Trainer immer ein offenes Ohr für die Befindlichkeiten seiner Spieler. Seine Erfolge sprechen für sich. Acht deutsche Meistertitel werden auf absehbare Zeit unerreicht bleiben. Er prägte mehrere Spieler-Generationen im deutschen Fußball, viele seiner einstigen Schüler sind ihm heute noch in Dankbarkeit verbunden. Die Bundesliga wird Udo Lattek als einen ihrer herausragenden Protagonisten in Erinnerung behalten. Mein Beileid gilt seiner Frau und seiner Familie.“

Reinhard Rauball, Ligapräsident

Zum 80. Geburtstag am 16. Januar hatte es viele Glückwünsche alter Weggefährten gegeben, die sich aber auch große Sorgen um den Gesundheitszustand Latteks machten. „Udo hat sich sehr über zahlreiche Anrufe und jede Menge Post gefreut“, sagte seine Frau dem TV-Sender Sport1, wo Lattek auch als Experte in der Sendung „Doppelpass“ Kultstatus erlangte.

Über den Tod denke er nicht mehr nach, hatte Lattek vor fünf Jahren anlässlich seines 75. Geburtstages gesagt. „Wenn es Zeit ist zu gehen, dann ist es eben soweit“, fügte Deutschlands Trainer-Legende damals an - zu einer Zeit, als er trotz etlicher Rückschläge so gesund war, wie es Männer seines Alters sein können.

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