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27.12.2013

21:23 Uhr

Trainer-Rauswurf

Hannover trennt sich von Mirko Slomka

Gekriselt hatte es bereits länger, nun ist es offiziell: Mirko Slomka ist nicht mehr der Trainer von Hannover 96. Das teilte der Bundesligist am Freitag mit. Spekulationen um einen Nachfolger gibt es auch schon.

Hannover 96 hat am Freitag Trainer Mirko Slomka entlassen. dpa

Hannover 96 hat am Freitag Trainer Mirko Slomka entlassen.

HannoverDie vermeintliche Traumehe zwischen Hannover 96 und seinem einstigen Erfolgscoach Mirko Slomka ist am Ende. Einen Tag nach Weihnachten vollzog der Fußball-Bundesligist die sofortige Trennung und überbrachte dem in der niedersächsischen Landeshauptstadt stark verwurzelten Slomka an dessen Urlaubdomizil Abu Dhabi die für ihn bittere Nachricht. „Das ist natürlich eine unangenehme Situation. Das Gespräch verlief aber sachlich und professionell“, berichtete 96-Sportdirektor Dirk Dufner, der in den kommenden Tagen einen Nachfolger suchen soll.

„Idealerweise geschieht das schon vor unserem Trainingsstart am 5. Januar“, sagte Dufner, der Medienspekulationen über angebliche Kandidaten wie die Zweitligatrainer Frank Kramer (Fürth) und André Breitenreiter (Paderborn) nicht kommentieren wollte. Dafür meldete sich Breitenreiter zu Wort und gab Hannover einen Korb.

Clubchef Martin Kind und Dufner hatten mit den Gremien des Vereins stundenlang getagt. Slomka hatte noch einen bis 2016 gültigen Vertrag, der nun aufgehoben wird. Die fällige Abfindung kommt den Club nach Kinds eigener Aussage teuer zu stehen, angeblich liegt diese bei mehr als einer Million Euro. Zudem trennte sich der Club auch von Slomkas Co-Trainer Nestor El Maestro. Slomka äußerte sich auf seiner Homepage: „Ich danke euch allen für die grandiose Unterstützung in den letzten fast vier Jahren. Ich werde die vielen erfolgreichen Momente in guter Erinnerung behalten.“

Das Ende der Arbeitsbeziehung hatte sich angesichts einer völlig verkorksten Hinrunde schon länger angekündigt und war spätestens nach dem 1:2 am vergangenen Samstag beim SC Freiburg wohl unumgänglich. Clubchef Martin Kind hatte anschließend den „Zustand der Mannschaft“ als „Zumutung“ bezeichnend und Dufner öffentlich aufgefordert, ein Anforderungsprofil für einen Nachfolger zu erstellen.

Mit dem teuersten Kader der Clubgeschichte hatte es Slomka nicht geschafft, 96 wieder in den Bereich der Europapokalplätze zu führen. „Platz drei ist mutig und provokativ, aber Rang sechs ist realistisch, und den möchte ich schon gerne erreichen“, hatte Kind noch zu Saisonbeginn gesagt: „Manager und Trainer tragen das mit.“

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