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24.02.2011

13:22 Uhr

Trainerfrage in Bremen

Werder hebt Kündigungsschutz für Schaaf auf

Thomas Schaaf steht bei Werder Bremen nicht mehr unter Kündigungsschutz. Der abstiegsbedrohte Fußball-Bundesligist droht seinem langjährigen Erfolgstrainer mit Trennung.

"Kein Rekordversuch": Werder-Manager Klaus Allofs (l.) spricht angesichts der sportlichen Bremer Talfahrt unverhohlen über eine Trennung von Thomas Schaaf. Quelle: dapd

"Kein Rekordversuch": Werder-Manager Klaus Allofs (l.) spricht angesichts der sportlichen Bremer Talfahrt unverhohlen über eine Trennung von Thomas Schaaf.

BremenFür Trainer Thomas Schaaf gibt es beim abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligaclub Werder Bremen keine Jobgarantie. Sollte sich der Negativtrend fortsetzen - zuletzt gelang nur ein Sieg in neun Spielen - muss auch der seit 1999 amtierende Coach mit der Kündigung rechnen. "Thomas und ich haben eine freundschaftliche Zusammenarbeit, aber das heißt nicht, dass es für ihn einen automatischen Entlassungsschutz gibt. Das ist hier kein Rekordversuch", sagte Sportchef Klaus Allofs der "Bild"-Zeitung.

Dass Schaaf den Rekordtrainer Otto Rehhagel ablösen kann, scheint derzeit also mehr als fraglich. "Otto, der Große" stand vom 2. April 1981 bis zum Juni 1995, bevor er zu Bayern München wechselte, als Verantwortlicher an der Bremer Seitenlinie. Schaaf ist seit Mai 1999 Trainer des Werder-Prokikaders.

"Wenn wir glauben, Thomas Schaaf ist nicht mehr der Richtige, müssten wir uns trennen. Aber die Situation haben wir nicht", bekräftige Allofs seinen Standpunkt der vergangenen Wochen. Ähnlich sieht es Vereinspräsident Klaus-Dieter Fischer, der ebenfalls von Trainer Schaaf überzeugt ist. "Felsenfest. Er ist der richtige Mann", sagte Fischer im Bremer "Weser-Kurier".

Fischer verglich die derzeitige Situation der Werder-Mannschaft, die vor dem Sonntag-Heimspiel gegen Bayer Leverkusen nur einen Punkt Vorsprung auf Relegationsplatz 16 hat, mit den Spielzeiten 1979/1980 und 1998/1999, als die Bremer einmal abstiegen (1980) und sich einmal (1999) retten konnten. "1980 und 1999 war es viel schlimmer als jetzt. Heute ist die Zuversicht viel größer, weil Klaus Allofs und Thomas Schaaf das gemeinsam packen werden", argumentierte Fischer.

Kritisch äußerte sich der Präsident des Gesamtvereins zu der Außendarstellung des Trainers: "Wir nehmen natürlich wahr, dass Thomas Schaaf sich aufgrund einiger negativer Erfahrungen gegenüber der Presse abgeschottet hat, das müsste so nicht sein", meinte Fischer.

Von

sid

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