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01.07.2015

17:01 Uhr

Trainingsstart beim HSV

Kein Geld, keine Stars, viel zu tun

Ohne einen einzigen Neuzugang ist der Hamburger SV ins Training gestartet. Die inzwischen notorisch klammen Hanseaten sind auf Schnäppchensuche. Milliardär Klaus-Michael Kühne lockt jedoch wieder mit dem Scheckbuch.

Klubchef Beiersdorfer und Trainer Labbadia haben noch viel Arbeit vor sich. dpa

Trainingsauftakt beim Hamburger SV

Klubchef Beiersdorfer und Trainer Labbadia haben noch viel Arbeit vor sich.

Hamburg, DüsseldorfBruno Labbadia machte zum Trainingsstart des Hamburger SV ohne Neuzugang keinen glücklichen Eindruck. „Ich glaube, es liegt an mir: Egal, wo ich hinkomme, wird der Etat reduziert“, sagte der Coach des Fußball-Bundesligisten. Zwar ist der japanische Nationalspieler Gotoku Sakai vom VfB Stuttgart vorbehaltlich der medizinischen Untersuchung im Anflug - Labbadias Wunschvorstellungen sind aber andere.

„Wir haben uns auferlegt, dass System zu gesunden“, bestätigte der HSV-Vorstandsvorsitzende Dietmar Beiersdorfer am Mittwoch. Zu einem neuen möglichen Investment des Milliardärs Klaus-Michael Kühne in den hoch verschuldeten Club wollte er sich nicht äußern.

Der hat dem klammen Fußball-Bundesligisten überraschend neue Gelder in Aussicht gestellt. „Grundsätzlich bin ich nicht abgeneigt. Ich möchte weiterhin den HSV unterstützen, aber es muss auch ein klares Konzept da sein“, sagte der 78-Jährige am Mittwoch beim Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Hamburg. Deshalb könne man kurzfristig nicht mit frischen Investitionen rechnen: „Aber ich spreche immer wieder mit der Vereinsführung und ich werde auch den Trainer diese Woche noch treffen, wollen mal schauen, was sich da entwickeln lässt.“

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Coach Labbadia begrüßte die Aussicht: „Wir freuen uns, wenn Herr Kühne uns behilflich ist. Er spielte auch eine entscheidende Rolle, dass wir wieder im Volkspark sind.“ Mit 16 Millionen Euro finanzierte Kühne den Stadion-Deal für die nächsten vier Jahre. Der milliardenschwere Logistikunternehmer hat in der Vergangenheit immer wieder Spielerkäufe ermöglicht und seine Zuschüsse von 18,75 Millionen Euro in einen Anteil von 7,5 Prozent an der Fußball-AG der Hanseaten umgewandelt.

„Ich habe viele Lieben, und zu den meisten äußere ich mich auch gern, zum HSV würde ich jetzt mal ein bisschen zurückhaltend sein, warten wir mal ab“, sagte Kühne. Es werde schwer sein, eine neue Mannschaft aufzubauen und sie nach oben zu führen: „Aber wir haben, glaube ich, den richtigen Trainer jetzt, und insoweit bin ich verhalten optimistisch.“

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