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12.07.2012

15:11 Uhr

Transfers in der Bundesliga

Millionen für zwei Beine

Schon jetzt haben die Bundesligisten knapp 150 Millionen Euro in neue Spieler investiert. Die Strategien sind dabei ganz verschieden: Die Fortuna setzt auf Masse, Gladbach auf Millionen-Transfers und die Schwaben sparen.

Teure Beine: Marco Reus wechselte für 17,1 Millionen von einer Borussia zur anderen. Reuters

Teure Beine: Marco Reus wechselte für 17,1 Millionen von einer Borussia zur anderen.

Frankfurt/MainNeue Saison, neue Spieler: Die Fußballvereine rüsten sich für die 50. Bundesliga-Spielzeit. Schon jetzt haben die Clubs nach Angaben des Internetportals transfermarkt.de fast 148 Millionen Euro für Spieler ausgegeben - und das sechs Wochen vor Anpfiff (24. August). Zum Vergleich: Nur wenige Tage vor dem ersten Spiel im vergangenen Jahr waren es rund 132 Millionen. Im Rekordsommer 2007 flossen am Ende der bis 31. August laufenden Wechselperiode gar 194 Millionen Euro an Ablösesummen für 162 Profis.

An dieser Marke könnte die Bundesliga noch kratzen, sollte sie weitere Coups landen. Eingenommen haben die Vereine bisher laut transfermarkt.de nur 121,5 Millionen. Mit den Ausgaben liegt die finanzstarke deutsche Eliteklasse derzeit etwa gleichauf mit der englischen Premier League (138) hinter den italienischen Serie A (173,5).

Teure Shoppingtouren sind jedenfalls wieder in, wie auch Meister und Pokalsieger Borussia Dortmund mit dem Königstransfer von Nationalspieler Marco Reus (17,1 Millionen von Borussia Mönchengladbach) bewies. Insgesamt mehr als 26 Millionen hat der BVB hingeblättert - um unter anderem den Abgang von Shinji Kagawa zu Manchester United zu kompensieren und künftig auch in der Champions League erfolgreich zu sein.

Beim langjährigen Branchenprimus FC Bayern München ist der Ex-Wolfsburger Mario Mandzukic (etwa 13 Millionen) zwar der teuerste, aber nicht der prominenteste Einkauf. „Ich dachte, ich wäre der Transfer“, scherzte der neue Sport-Vorstand Matthias Sammer bei seiner Vorstellung auf die Frage, ob er den Bayern-Fans Hoffnung auf noch eine spektakuläre Neuverpflichtung machen könne.

Borussia Mönchengladbach hingegen wird die Hoffnungen seiner Fans bereits mehr als erfüllt haben. Der „Kicker“ bezeichnete die Aktivitäten des Vereins gar als „Millionenspiel“. Nach dem Reus-Deal kamen unter anderem Granit Xhaka für 8,5 Millionen vom FC Basel und Alvaro Dominguez für eine ähnliche Summe von Atletico Madrid. Heftig umworben von Gladbach ist der Niederländer Luuk de Jong, für den Twente Enschede angeblich 14,5 Millionen will. Auch Bayer Leverkusen investierte mächtig - etwa 16 bis 17 Millionen, unter anderem für Verteidiger Philipp Wollscheid.

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