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02.01.2017

17:23 Uhr

Transfers in der Bundesliga

Welche Fußballer gehen und welche kommen

VonThomas Schmitt

Bis zum 1. Februar dürfen Fußballer in der Bundesliga wieder ge- und verkauft werden. Die Klubs ergänzen zwar nur ihre Kader. Dennoch könnte das Transfervolumen über 100 Millionen Euro steigen. Die Pläne der 18 Vereine.

Julian Draxler verlässt den VfL Wolfsburg. Das ist der erste große Transfer in diesem Jahr. dpa

Julian Draxler

Julian Draxler verlässt den VfL Wolfsburg. Das ist der erste große Transfer in diesem Jahr.

DüsseldorfDer Winter ist die große Einkaufszeit im chinesischen Fußball. Seit einigen Jahren setzt die dortige Super League im Januar die Ausrufezeichen am Transfermarkt. Im vergangenen Jahr lagen die Ausgaben sogar um 100 Millionen über jenen der Premier League, was ungewöhnlich ist: traditionell entfaltet die Premier League auch im Winter die größte Aktivität.

In der Bundesliga geht es dagegen wesentlich ruhiger zu – normalerweise jedenfalls. Diese Transferperiode, die am 1. Januar begann und am 1. Februar endet, wurde mit einem Paukenschlag eröffnet. Weltmeister Julian Draxler wechselte vom VfL Wolfsburg zum französischen Dauermeister Paris Saint Germain, und das für rund 45 Millionen Euro Ablöse.

Der Nationalspieler war zuletzt bei den Wölfen unglücklich und hofft nun, mit Paris Titel sammeln zu können. Zumindest national dürfte dies wahrscheinlich sein. Geldnöte kennt der Scheichklub aus der französischen Hauptstadt nicht. National spielt der Klub eine ähnlich dominierende Rolle wie der FC Bayern in Deutschland. International ist dagegen bisher wenig gelungen.

Transferbörse im Winter: Was tun die 18 Klubs der Bundesliga? (1)

Transfermarkt

Seit dem 1. Januar ist wieder die Transferbörse geöffnet. Bis zum 1. Februar um 18.00 Uhr bietet sich den Vereinen der Fußball-Bundesliga die Chance, personelle Lücken zu schließen. Ein großes Kommen und Gehen dürfte es in der Winter-Transferperiode bei den 18 Fußball-Bundesligisten wohl kaum geben. Wer kommt jetzt? Wer geht?

BAYERN MÜNCHEN

Der FC Bayern hat keinen Nachholbedarf. Die Münchner hoffen vielmehr, dass ihre Stars 2017 von Verletzungen verschont bleiben.

RB LEIPZIG

18 Jahre jung, französischer Junioren-Nationalspieler. Name: Dayot Upamecano. Er soll von RB Salzburg geholt werden. Wechselwillig sind gleich fünf Spieler des Aufsteigers, die bisher wenig oder kaum zum Einsatz kamen. Zu ihnen gehört auch der einstige Bremer Davie Selke.

HERTHA BSC

Da Neuverpflichtung Ondrej Duda (Knieverletzung) noch kein Spiel absolvierte, könnten sich die Berliner nach einer Alternative für das offensive Mittelfeld umsehen. Im Gespräch ist der ehemalige Hannover-Profi Hiroshi Kiyotake vom Europa-League-Sieger FC Sevilla - wohl aber nur auf Leihbasis. Eine Alternative wäre Saman Ghoddos vom schwedischen Erstligisten Östersunds FK.

EINTRACHT FRANKFURT

Stürmer Mariano Diaz von Real Madrid ist als Leihspieler im Gespräch. Im Gegenzug könnte der unzufriedene Ersatzspieler Haris Seferovic die Hessen verlassen.

1899 HOFFENHEIM

Bankdrücker Eduardo Vargas könnte für eine Ablöse von etwa zehn Millionen Euro gehen. Der Angreifer trifft zwar regelmäßig für Chiles Nationalteam, war Torschützenkönig bei der Copa América 2015 und 2016, schaffte aber den Durchbruch in der Bundesliga nicht: nur fünf Einwechslungen in dieser Saison.

BORUSSIA DORTMUND

Verlässt Adrian Ramos den BVB, dürfte es Bedarf an einem Ergänzungsstürmer geben. Auch Nuri Sahin ist nach nur wenig Einsätzen ein Wechselkandidat. Bei der Borussia sind die Leverkusener Julian Brandt und Ömer Toprak im Gespräch - wohl aber erst im Sommer.

1. FC KÖLN

Nach dem schon vollzogenen Abgang von Mergim Mavraj zum HSV wird ein Innenverteidiger gesucht.

SC FREIBURG

Mats Møller Dæhli, Lucas Hufnagel und Jonas Föhrenbach könnten von den Breisgauern an andere Vereine verliehen werden.

BAYER LEVERKUSEN

Nach dem 16. Spieltag ließ Trainer Roger Schmidt wissen, dass er angesichts einer erheblichen Ausfallproblematik durchaus an Neuverpflichtungen denkt.

Wegen des Draxler-Transfers könnte diese Wechselperiode einen neuen Rekord bringen. Seit der Saison 2010/11 hat die Bundesliga im Winterfenster insgesamt rund 280 Millionen Euro für neue Spieler ausgegeben. Die jeweiligen Summen in den einzelnen Jahren lagen zwischen 38 und 65 Millionen Euro für Käufe und 11 bis 71 Millionen Euro für Verkäufe. Dieses Niveau ist mit dem Draxler-Deal bereits erreicht.

International liegt die Bundesliga mit solchen Zahlen allerdings nur auf dem vierten Platz – hinter der englischen Premier League, der chinesischen Super League und der italienischen Serie A. Zu den Engländern besteht ein Klassenunterschied: Mit mehr als einer Milliarde Euro setzten die 20 Klubs fast vier Mal so viel Geld für neue Spieler ein.

Es ist allerdings trotz des großen Vorsprungs möglich, dass wieder viele Millionen aus China oder England der Bundesliga zugute kommen – und deren Transferbilanz aufpolstern. Dieses Geld könnten die Vereine umgehend wieder ausgeben, um den eigenen Kader zu verstärken. Bedarf dafür gibt es in den meisten Klubs Liga, insbesondere jenen Vereinen, die zuletzt in der Bundesliga unter ihren Ansprüchen blieben.

Kommentare (1)

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02.01.2017, 17:47 Uhr

 
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