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07.04.2015

23:12 Uhr

Traumtor im DFB-Pokal

Kehl ballert BVB ins Halbfinale

120 Minuten Kampf: Borussia Dortmund musste gegen Hoffenheim alles in die Waagschale werfen. Nach der frühen Führung des BVB nutzte die TSG Patzer, um das Spiel zu drehen. Und dann kam Kehl.

Der Dortmunder Torschütze Sebastian Kehl (l-r) feiert seinen Treffer zum 3:2 mit Ilkay Gündogan und Kevin Kampl. dpa

Borussia Dortmund - 1899 Hoffenheim

Der Dortmunder Torschütze Sebastian Kehl (l-r) feiert seinen Treffer zum 3:2 mit Ilkay Gündogan und Kevin Kampl.

DortmundSebastian Kehl hat Borussia Dortmund auf seiner Abschiedstournee ins Pokal-Glück geschossen. Der 35 Jahre alte Routinier erzielte am Dienstag in einem packenden Viertelfinale gegen 1899 Hoffenheim in der 107. Minute mit einem spektakulären Dropkick den Siegtreffer zum 3:2 (2:2, 1:2) nach Verlängerung. Damit verhinderte die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp mit einem Kraftakt über 120 Minuten ein schmerzhaftes Aus im DFB-Pokal und darf sich auf das Halbfinale am 28./29. April freuen.

Vor 80 667 Zuschauern im ausverkauften Dortmunder Stadion trafen zudem Neven Subotic (19.) und Pierre-Emerick Aubameyang (57.) für den BVB. Kevin Volland (21.) und Roberto Firmino (28.) hatten für die zwischenzeitliche 2:1-Führung der starken Gäste gesorgt. Am Ende aber scheiterten die Kraichgauer auch beim sechsten Anlauf auf das erste Pokal-Halbfinale ihrer Vereinsgeschichte. Der eingewechselte Kehl dagegen erlöste mit seinem ersten Pokal-Tor für die Dortmunder den BVB und hielt die Hoffnung auf ein versöhnliches Ende der verkorksten Saison und den Einzug in das Finale am 30. Mai in Berlin aufrecht.

Klopp war im 40. Pflichtspiel der Saison schon vor dem Anpfiff zum Improvisieren gezwungen. Drei Tage nach dem 0:1 gegen die Bayern in der Bundesliga musste der Schwabe gegen die Kraichgauer zwei seiner Stars ersetzen: Mats Hummels (Oberschenkel) und Marco Reus (Adduktoren) fielen wegen leichter Blessuren aus.

Erstmals seit mehr als vier Monaten stand Erik Durm neben den ebenfalls neu aufgebotenen Henrich Mchitarjan, Shinji Kagawa und Keeper Mitch Langerak in der Startelf. „Ich kann keine Treppen steigen, also war auch klar, dass ich kein Fußball spielen kann“, gab Hummels in der Pause am ARD-Mikrofon zu Protokoll.

Was er in der ersten Halbzeit gesehen hatte, sorgte auch nicht gerade für einen Stimmungsumschwung beim Weltmeister. Zwar wirkten seine Teamkollegen trotz der personellen Schwächungen deutlich inspirierter als noch bei der Niederlage gegen die Bayern.

Mchitarjan (9.) und Kagawa (10.) scheiterten an 1899-Keeper Oliver Baumann. Gegen die Münchner war das Erarbeiten von Chancen noch einer der Schwachpunkte - diesmal wurden die Angriffsbemühungen nach knapp 20 Minuten belohnt. Nach einer Ecke von Jakub Blaszczykowski war Subotic zur Stelle und schoss unhaltbar für Baumann zum 1:0 ein.

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