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29.11.2013

15:14 Uhr

Trikotsponsoring

Die Brust der Fußballer wird immer teurer

Die Werbung auf den Bundesligatrikots lassen sich Unternehmen ein kleines Vermögen kosten. In der laufenden Saison nehmen die 18 Clubs im Schnitt 7,1 Millionen Euro ein. Nur in England zahlen Unternehmen noch mehr Geld.

Der FC Schalke 04 nimmt allein durch das Trikotsponsoring rund 15 Millionen Euro ein. Nur die Bayern verdienen noch mehr. ap

Der FC Schalke 04 nimmt allein durch das Trikotsponsoring rund 15 Millionen Euro ein. Nur die Bayern verdienen noch mehr.

KölnDie Fußball-Bundesliga befindet sich bei den Einnahmen aus dem Trikotsponsoring weiter auf Wachstumskurs. In der laufenden Spielzeit nehmen die 18 Clubs durch Werbung auf ihrer Spielkleidung insgesamt 127,8 Millionen Euro ein, in der Vorsaison waren es 119,8 Millionen Euro. Das entspricht einem Wachstum um 6,7 Prozent, wie aus dem am Freitag veröffentlichten European Jersey Report 2013/14 des Sportmarketing-Unternehmens Repucom hervorgeht.

Krösus bei der Trikotwerbung ist Triple-Gewinner Bayern München mit geschätzten 27 Millionen Euro vor dem FC Schalke 04, der 15 Millionen Euro erlöst. Auf Rang drei folgt der VfL Wolfsburg (12 Millionen Euro). Im Schnitt nehmen die Clubs 7,1 Millionen Euro durch Trikotwerbung ein, in der Saison 2012/13 waren es noch 6,7 Millionen Euro.

Bewertung der Trikotsponsoren 2012/2013

Bayern München

Sponsor: Deutsche Telekom
Investitionssumme: 23 Millionen Euro
Laufzeit: bis 2013

VfL Wolfsburg

Sponsor: Volkswagen
Investitionssumme: mindestens 20 Millionen Euro
Laufzeit: unbefristet

Schalke 04

Sponsor: Gazprom
Investitionssumme: bis zu 18 Millionen Euro
Laufzeit: 2017

Borussia Dortmund

Sponsor: Evonik
Investitionssumme: bis zu 15 Millionen Euro
Laufzeit: 2013

Hamburger SV

Sponsor: Emirates
Investitionssumme: bis zu 8,5 Millionen Euro
Laufzeit: 2015

Werder Bremen

Sponsor: Wiesenhof
Investitionssumme: 6 Millionen Euro
Laufzeit: 2014

Werder Bremen sind durch Vermarkter Infront für die Trikotwerbung acht Millionen garantiert.

VfB Stuttgart

Sponsor: Mercedes Bank
Investitionssumme: 6 Millionen Euro
Laufzeit: 2014

Bayer Leverkusen

Sponsor: Sunpower
Investitionssumme: 6 Millionen Euro
Laufzeit: 2016

Eintracht Frankfurt

Sponsor: Krombacher
Investitionssumme: 5,5 Millionen Euro
Laufzeit: 2018

Der Vertrag von Eintracht Frankfurt mit Krombacher läuft zwar bis 2018. Nach einem Jahr als Trikotsponsor wird die Brauerei ab dem zweiten Vertragsjahr aber zum Premiumsponsor.

1899 Hoffenheim

Sponsor: Suntech
Investitionssumme: 4,5 Millionen Euro
Laufzeit: 2014

Borussia Mönchengladbach

Sponsor: Postbank
Investitionssumme: 4,5 Millionen Euro
Laufzeit: 2013

Hannover 96

Sponsor: Tui
Investitionssumme: 4 Millionen Euro
Laufzeit: 2014

FSV Mainz 05

Sponsor: Entega
Investitionssumme: 4 Millionen Euro
Laufzeit: 2017

1.FC Nürnberg

Sponsor: NKD
Investitionssumme: 3,5 bis 4 Millionen Euro
Laufzeit: 2016

Fortuna Düsseldorf

Sponsor: o.tel.o
Investitionssumme: 2,8 Millionen Euro
Laufzeit: 2013

SC Freiburg

Sponsor: Ehrmann
Investitionssumme: 2,5 Millionen Euro
Laufzeit: 2014

SpVgg Greuther Fürth

Sponsor: Ergo Versicherungen
Investitionssumme: 2,2 Millionen Euro
Laufzeit: 2018

FC Augsburg

Sponsor: Al-Ko
Investitionssumme: 1,5 Millionen Euro
Laufzeit: 2013

Im internationalen Vergleich liegt die Bundesliga damit in diesem Bereich nur hinter der englischen Premier League auf Platz zwei. Die 20 Vereine von der Insel nehmen in dieser Saison den Erhebungen zufolge 157 Millionen Euro ein. „Die sportliche Relevanz der Bundesliga ist weltweit stark gestiegen“, sagte Philipp Kupfer, Director Business Development bei Repucom. Vor allem durch die Erfolge in der Champions League stünden deutsche Clubs viel mehr im Fokus. „Damit steigt automatisch der internationale Stellenwert des Trikotpartners.“

Hinter der Bundesliga liegt die spanische Primera División mit Erlösen in Höhe von 87 Millionen Euro auf Platz drei. Allerdings entfallen rund 70 Prozent dieser Einnahmen auf die beiden Spitzenclubs FC Barcelona und Real Madrid. In der Bundesliga gehe die Schere dagegen „deutlich weniger auseinander“.

Von

dpa

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