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15.05.2014

13:09 Uhr

Tuchel-Nachfolger

Kasper Hjulmand wird neuer Trainer bei Mainz

Fußball-Bundesligist Mainz 05 hat schon einen Nachfolger für Thomas Tuchel gefunden zu haben. Der Däne Kasper Hjulmand steht vor einem Wechsel zum Europa-League-Teilnehmer. Den internationalen Wettbewerbe kennt Hjulmand.

Kasper Hjulmand hat im Mainzer Ex-Trainer Klopp bereits einen prominenten Fan. ap

Kasper Hjulmand hat im Mainzer Ex-Trainer Klopp bereits einen prominenten Fan.

MainzDer Däne Kasper Hjulmand wird neuer Trainer des FSV Mainz 05 und damit Nachfolger von Thomas Tuchel. Das hat der Verein am am Donnerstag offiziell bekanntgegeben. Der Fußball-Bundesligist und der 42 Jahre alte Coach des FC Nordsjaelland haben sich auf einen Dreijahresvertrag geeinigt.

Hjulmand galt von dem Moment an als Favorit auf den Mainzer Trainerjob, als das Zerwürfnis zwischen dem Verein und Tuchel am vergangenen Wochenende öffentlich wurde. In Dänemark hat er bereits einige Erfolge vorzuweisen. So führte Hjulmand den Traditionsclub Lyngby BK 2007 in die erste Liga zurück, ehe er 2012 mit dem FC Nordsjaelland überraschend dänischer Meister wurde und danach in der Champions League gegen Juventus Turin und den FC Chelsea spielte. In seinem bis 2015 laufenden Vertrag in Nordsjaelland ist Medienberichten zufolge eine Ausstiegsklausel verankert.

Die höchsten Weihen, die man in Mainz erhalten kann, genießt der dreifache Familienvater ebenfalls schon. Denn in einem Beitrag der „Allgemeinen Zeitung“ äußerte sich der frühere 05- und heutige Dortmund-Trainer Jürgen Klopp sehr positiv über ihn. „Kasper, ein extrem sympathischer, angenehmer Kerl, hat bei mir einen überragenden Eindruck hinterlassen“, sagte Klopp, der Hjulmand von einem Trainer- Treffen der UEFA kennt. „Was wir da über Fußballtaktik besprochen haben, das hat nicht nur Spaß gemacht, das war sensationell. Die hatten in Nordjaelland einen Etat, da hätte jeder meiner Spieler in Dortmund mit seinem Gehalt als Hauptsponsor auftreten können.“

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Der bisherige Mainzer Trainer Tuchel hatte dem Verein erstmals im Januar mitgeteilt, seinen bis 2015 gültigen Vertrag nach dem Ende der abgelaufenen Saison nicht mehr erfüllen zu wollen. Nach wir vor streiten beide Seiten um eine Lösung dieser Angelegenheit.

Manager Heidel versucht unterdessen per „Kicker“-Interview, die Auseinandersetzung mit Tuchel nicht weiter eskalieren zu lassen. „Es tut mir wahnsinnig leid, was da derzeit über den Boulevard verbreitet wird“, sagte er. „Thomas ist ein super Trainer und ein super Mensch. Die nächste Mannschaft, die er trainiert, kann glücklich sein.“

Von

dpa

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