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27.03.2014

12:52 Uhr

Uefa-Kongress

Europäische Nationenliga soll kommen

Die Uefa hat einen weiteren Wettbewerb für Nationalteams beschlossen: Statt in Freundschaftsspielen sollen sie sich künftig in einer Liga messen. Der erste Titelträger soll 2019 ermittelt werden. Der DFB hat Bedenken.

Der Sieger der neuen europäischen Nationenliga soll erstmals 2019 ermittelt werden. dpa

Der Sieger der neuen europäischen Nationenliga soll erstmals 2019 ermittelt werden.

Astana/MünchenDie Uefa wird künftig neben der EM einen zweiten großen Europa-Titel für Nationalteams vergeben und Freundschafts-Länderspiele weitgehend abschaffen. Der Kongress der Europäischen Fußball-Union verabschiedete am Donnerstag in Astana einstimmig einen entsprechenden Vorschlag des Exekutivkomitees. Der Sieger des neuen Wettbewerbs soll erstmals im Jahr 2019 und dann alle zwei Jahre in Spielzeiten ohne großes Turnier gekürt werden.

Das endgültige Format des neuen Wettbewerbs muss noch mit den 54 Mitgliedsverbänden der UEFA verhandelt werden. Verantwortlich dafür ist das Komitee für Nationalmannschaftswettbewerbe unter Vorsitz von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach. Der Chef des Deutschen Fußball-Bundes ließ am Donnerstag durchaus „Bedenken“ an der Sinnhaftigkeit der Nationenliga erkennen. „Trotzdem folgen wir aus Gründen der Solidarität dieser Entwicklung, die einen großen Schritt für die Wertigkeit der Nationalmannschaftswettbewerbe in Europa darstellt“, sagte Niersbach.

Klar ist bereits, dass die Teilnehmer-Länder zunächst je nach ihrer sportlichen Stärke in vier Divisionen aufgeteilt werden. Die deutsche Mannschaft dürfte in der Top-Division mit Ländern wie Spanien, Italien und England gesetzt sein. Innerhalb dieser Divisionen werden Untergruppen mit je drei oder vier Teams gebildet, die zwischen September und November 2018 um Auf- und Abstieg zwischen den Divisionen und das Erreichen der EM-Playoffs spielen. Die Gruppensieger der Top-Division ermitteln dann 2019 in einem Finalturnier auf neutralem Platz den ersten Titelträger.

Es sei eine „sehr demokratische Entscheidung“ gewesen, sagte UEFA-Präsident Michel Platini. Eine Reihe von Nationen hatte auf den neuen Wettbewerb gedrängt, weil das Interesse an Freundschaftsspielen und deren Vermarktungschancen in den vergangenen Jahren zunehmend geringer geworden waren. Die Zahl der Spiele für die Nationalteams solle nicht steigen, betonte die UEFA.

Kommentare (3)

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27.03.2014, 12:52 Uhr

Frag mich was das soll? Für was wollen die dann überhaupt noch eine Europameisterschaft ausspielen, dadurch wird dieses Turnier ad absurdum geführt. Bei einem aktuellen Voting, welches ich gerade dazu gefunden haben, kann man auch ganz klar erkennen, dass die Fans diese Aktion für unverständlich halten und weiter bei einer EM, welche ein Highlight darstellt, mitfieber wollen. Siehe hier: http://tinyurl.com/UEFA-Nationenliga

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27.03.2014, 13:18 Uhr

Ich boykottiere Fussball in jeglicher Form! Mich widert dieser kranke "Sport" nur noch an. In Sachen tote Arbeiter in Katar kann man keine klare Kante zeigen, stattdessen regiert nur noch die reine Geldgier bei den Funktionären. Anders ist diese weitere absurde E-Nationalliga nicht erklären. Pfui!

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27.03.2014, 15:13 Uhr

Nicht zu vergessen, dass Katar nachweislich die Islamisten in Agypten, in Syrien, aber auch in Libyen und Tunesien massiv finanziell und materiell unterstützt, um die demokratischen Bewegungen zu verhindern und islamistische Gottesstaaten zu installieren.
Und Blatter und Konsorten geben solchen Leuten noch Fussball-Weltmeisterschaften, so dass die sich vor aller Welt auch noch selbst feiern und darstellen können. Ein Skandal, was FIFA, UEFA und auch IOC seit vielen Jahren betreiben...
Ich sag's mal mit Tymoschenko's Worten: Diesen Leuten gehört schon lange ne Kugel durch die Stirn geschossen!

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