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09.05.2016

12:12 Uhr

Uefa-Präsident

Michel Platini tritt zurück

Es bleibt bei einer vierjährigen Sperre: Der Sportgerichtshofs CAS hat entschieden, die Strafe für Michel Platini lediglich um zwei Jahre zu reduzieren. Daraufhin gab der Uefa-Präsident seinen Rücktritt bekannt.

Der CAS hatte die Strafe für Platini lediglich um zwei auf vier Jahre verkürzt. AFP; Files; Francois Guillot

Sperre verkürzt

Der CAS hatte die Strafe für Platini lediglich um zwei auf vier Jahre verkürzt.

LausanneMichel Platini tritt als Präsident der Europäischen Fußball-Union zurück. Das teilte der Franzose am Montag in einer persönlichen Erklärung mit. Zugleich kündigte er an, vor Schweizer Zivilgerichten gegen die Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofs CAS, die Sperre gegen ihn im Kern zu bestätigen, vorgehen zu wollen. Der CAS hatte die vom Fußball-Weltverband verhängte Sperre am Montag lediglich um zwei auf vier Jahre reduziert.

„Ich nehme die Entscheidung des CAS zur Kenntnis, halte sie aber für eine gravierende Ungerechtigkeit“, hieß es in der Stellungnahme Platinis. Der frühere Weltklasse-Profi war vom Weltverband ebenso wie der ehemalige Fifa-Chef Joseph Blatter für sechs Jahre gesperrt worden. Hintergrund ist eine dubiose Zahlung in Höhe von zwei Millionen Franken von Blatter an Platini im Jahr 2011.

Blatters Fall soll zu einem späteren Zeitpunkt in diesem Monat vor dem CAS verhandelt werden.

Fifa: Das Luxusleben der Funktionäre

Ausgesorgt

Wer im Weltfußballverband mitarbeitet, ist finanziell fein raus. Einige Beispiele.

Quelle: Bild

Gehaltserhöhung

2014 genehmigten sich die Mitglieder der Fifa-Exekutive eine Verdoppelung ihrer jährlichen Aufwandsentschädigung: von 92.000 Euro auf 184.000 Euro.

Luxusflüge

Zu Fifa-Terminen fliegen die Mitglieder der Exekutive ausschließlich erste Klasse.

Fünf-Sterne-Hotels

Übernachtet wird in den besten Suiten der teuersten 5-Sterne-Hotels. Stadtrundfahrten, Einkäufe für die Frauen und ein Unterhaltungsprogramm am Abend werden organisiert.

Chauffeur

Limousinen mit Chauffeur stehen immer bereit. Teilweise haben diese sogar ein Diplomaten-Kennzeichen.

Sitzungsgeld

Pro Sitzungstag und Person gibt es eine „Entschädigung“ von 700 Euro. Gutes Geld, wenn ein Turnier vier Wochen lang dauert.

Millionenregen

2013 schüttete die Fifa für das sogenannte „Schlüsselpersonal“ rund 28 Millionen Euro aus. Zu dieser Gruppe gehören neben den Mitgliedern des Exekutivkomitees auch der Präsident und der Generalsekretär.

Bereicherung

Die hohen Fifa-Funktionäre sitzen direkt an der Quelle, wenn es um Medienrechte, TV-Verträge und Ticketverkäufe geht. Möglicherweise haben sich einige dadurch nun angreifbar gemacht.

Von

dpa

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