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11.11.2013

09:22 Uhr

Uhren nicht verzollt

Rummenigge ist jetzt vorbestraft

Der Vorstandschef des FC Bayern München hatte zwei Uhren am Münchner Flughafen nicht verzollt. Nun wurde er verurteilt. Laut Medienberichten musste Rummenigge knapp 250.000 Euro zahlen – und ist vorbestraft.

Der Vorstandschef von Bayern München, Karl-Heinz Rummenigge, ist zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Er hatte zwei teure Uhren nicht verzollt. dpa

Der Vorstandschef von Bayern München, Karl-Heinz Rummenigge, ist zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Er hatte zwei teure Uhren nicht verzollt.

DüsseldorfBei Bayern München hat die Führungsriege kein Glück mit der Justiz. Erst erhob das Landgericht München Anklage gegen Bayern-Präsident Uli Hoeneß wegen Steuerhinterziehung. Jetzt wurde auch Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge verurteilt. Laut eines Berichts der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ) bekam er eine Geldstrafe von knapp einer Viertel Million Euro aufgebrummt.

Markus Kring, Oberstaatsanwalt in Landshut, bestätigte auf Anfrage von „Handelsblatt Online“ zwar, dass das Verfahren beendet sei. Rummenigge soll zu 140 Tagessätzen verurteilt worden sein. Eine genaue Angabe zur Höhe der Strafe wollte er aber nicht machen, da dies Rückschlüsse auf das Gehalt des Bayern-Vorstands zulasse. Durch die Anzahl der Tagessätze wäre der Vorstandschef nun vorbestraft: Wer zu mehr als 90 Tagessätzen verurteilt wird, erhält einen Eintrag in das polizeiliche Führungszeugnis.

Rummenigge soll im Februar 2013 den Münchner Flughafen verlassen haben, ohne zwei teure Uhren zu verzollen, die er aus Katar mitgebracht hatte. Die Zollbeamten erwischten ihn jedoch. Rummenigge sagte nach Angaben der „SZ“, die Uhren seien ein Geschenk gewesen.

Medienbericht: Strafbefehl gegen Rummenigge

Medienbericht

Strafbefehl gegen Rummenigge

Sportlich läuft es beim FC Bayern München glänzend. Doch die Chefetage macht Sorgen: Nach Uli Hoeneß soll nun auch Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge bei der Steuer getrickst haben. Offenbar gibt es einen Strafbefehl.

Die Zeitung berichtet, dass die Geldstrafe aus 140 Tagessätzen in Höhe von 1785 Euro besteht. Die Höhe der Tagessätze wird nach dem verfügbaren Netto-Einkommen festgelegt und dann durch den Faktor 30 geteilt. Demnach käme Rummenigge auf ein Einkommen von rund 53.000 Euro monatlich.

Im Gegensatz zu Hoeneß musste sich Rummenigge aber immerhin keiner öffentlichen Verhandlung stellen: Der Strafbefehl wurde per Post zugestellt.

Von

lih

Kommentare (14)

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Account gelöscht!

11.11.2013, 09:46 Uhr

In diesen Kreisen hat man kein Unrechtsbewusstsein :–(

Account gelöscht!

11.11.2013, 09:57 Uhr

Das gehört doch bei den Bayern schon zum guten Ton!

bommel36

11.11.2013, 10:02 Uhr

Wenn es keine Leute wie Rummenigge und Co. gäbe, gäbe es Leute wie Berlusconi oder Hollande bei uns. Ist das etwa dann besser? Mag sein, dass hier ein Steuervergehen vorlag, aber was passiert eigentlich mit den zusätzlichen Einnahmen? Die wandern doch eh in die Taschen der falschen Leute, oder hat der Normalbürger was davon? Steuerverschwendung ist das größte Problem bei uns, nicht rückläufige Steuereinnahmen!!!! Wieso kann man bei solchen Strafgeldern den Verwenundungszweck dann bestimmen. Ich meine, Rummenigge zahlt diesen Betrag nicht an die Finanzverwaltung, sondern an eine gemeinnützige Einrichtung. Was würde denn passieren, wenn die Leute, die soviel Geld haben, nix mehr spenden oder nichts mehr tun, für das Sie ja nicht verpflichtet sind. Sie sagen einfach. Ich habe alles bezahlt mit meinen Steuern, mehr will ich nicht finanzieren. dann läufts bald bergab mit Deutschland.

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