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05.01.2017

13:20 Uhr

Uli Hoeneß zum 65.

Im Rentenalter der Zukunft entgegen

Ohne Uli fahr'n sie nach Katar: Während der FC Bayern München sich vor Ort über die Arbeitsbedingungen beim Bau der WM-Stadien informiert, feiert Alt- und Neu-Präsident Uli Hoeneß „dahoam“ den Eintritt ins Rentenalter.

In einem Alter, in dem andere in den Ruhestand treten, dreht der Bayern-Präsident noch einmal richtig auf. dpa

Uli Hoeneß

In einem Alter, in dem andere in den Ruhestand treten, dreht der Bayern-Präsident noch einmal richtig auf.

MünchenSeine Bayern ließ Uli Hoeneß erst einmal alleine nach Katar düsen. Der alte, neue Präsident will auch im Trainingslager im Wüstenstaat vorbeischauen, aber erst einmal steht für den großen Macher des deutschen Fußball-Rekordmeisters ein wichtiger Tag in der Heimat an: Am Donnerstag wird Hoeneß 65 Jahre alt. Nach der öffentlich diskutierten und persönlich schwierigen Lebensphase dürfte es ein ganz besonderer Geburtstag für die Vereinsikone sein.

„Zunächst kann ich glücklich festhalten: Privat ist alles perfekt. Die Familie, die Kinder, Schwiegertochter, Schwiegersohn und meine vier Enkel - alles Buben - das ist alles wunderbar“, erklärte Hoeneß zuletzt, als er nach seinen Wünschen für das neue Jahr gefragt wurde. „Beim FC Bayern fühle ich mich darüber hinaus wieder total wohl, mein Einstieg hier hat bestens funktioniert.“

Auch für Carlo Ancelotti war dieser Einstieg bestens. „Nach seiner Wahl zum Präsidenten haben wir alle Spiele gewonnen, und ich hoffe, das kann so weitergehen“, sagte der Trainer am Mittwoch in Doha.

Die Rückkehr in das Präsidentenamt - am 25. November 2016 und 270 Tage nach seiner Haftentlassung - bedeutet Hoeneß aber ungleich mehr. Wie von 2009 bis zu seiner Verurteilung 2014 ist er nun wieder an der Spitze seines Herzensvereins.

„Ich konnte damit eine sehr schwierige Phase meines Lebens abschließen und die Rückkehr ins normale Leben endgültig besiegeln. Ich schaue jetzt wieder nach vorne“, erklärte der Jubilar kürzlich im „Bayern-Magazin“. Er wolle entschlossen die erbetene und erhaltene „zweite Chance“ nutzen. Bindeglied, Kümmerer und Ratgeber möchte er sein. Das deutliche Wort bleibe ein Markenzeichen.

Als Patron des FC Bayern polarisierte Hoeneß schon vor seiner Verurteilung wie kein Zweiter im deutschen Fußball. Gerühmt wird er als großer Macher, als streitbarer Geist und von seinen Bewunderern auch immer noch als sozialer Wohltäter. Gegner nörgeln an seinen polternden Auftritten herum, nennen ihn einen mit zweierlei Maß messenden Moralapostel oder heben aus seiner bewegten Vita die Verurteilung wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe hervor.

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