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07.08.2014

18:49 Uhr

Umfrage

Fußballklubs sollen Polizeikosten mittragen

Die Sicherheitsbranche glaubt, dass viele Fußballvereine in bessere Ordner investieren sollten. Und einer Umfrage nach fordert die Mehrheit der Bundesbürger, dass die Klubs Kosten für Polizeieinsätze mittragen sollten.

Müssen Vereine Polizeieinsätze bei Fußball-Spielen mitbezahlen? Ja, sagen 68 Prozent in einer repräsentativen Umfrage. dpa

Müssen Vereine Polizeieinsätze bei Fußball-Spielen mitbezahlen? Ja, sagen 68 Prozent in einer repräsentativen Umfrage.

BerlinDeutsche Fußballclubs sollen sich nach Meinung von mehr als zwei Dritteln der Bundesbürger an den Sicherheitskosten für Bundesligaspiele beteiligen. Laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov finden 68 Prozent der Befragten, dass die Vereine einen Teil der Ausgaben für Polizeieinsätze tragen sollten. Nur 24 Prozent sind der Ansicht, dass die Kosten allein von den Ländern beglichen werden sollten.

Der Bremer Senat hatte kürzlich mit einer Ankündigung für Aufsehen gesorgt, die Deutsche Fußball Liga an den Kosten für Polizeieinsätze bei sogenannten Risikospielen beteiligen zu wollen. Das Innenministerium von Nordrhein-Westfalen plant die Reduzierung der Einsatzkräfte bei einigen Partien.

Dafür spricht sich auch der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) aus. Für dessen Mitarbeiter entstehe durch die Fußballpartien eine erhebliche Belastung. „Eine kritische Betrachtung und das Entwickeln neuer innovativer Konzepte, die im Zweifel auch einen geringeren Personaleinsatz erfordern, findet daher die volle Unterstützung des BDK“, teilte der Bund am Donnerstag mit.

Der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft wirft den Fußballclubs derweil Versäumnisse bei ihren Sicherheitskonzepten vor. „Viele Vereine haben sich mit dem Thema scheinbar noch nicht ausreichend auseinandergesetzt und sparen am falschen Ende“, sagte Hauptgeschäftsführer Harald Olschok der Tageszeitung „Die Welt“ (Donnerstag).

Bisher beschäftigten nur die finanziell bessergestellten Vereine genug und ausreichend ausgebildete Ordner. „Die Professionalität muss zunehmen. Bei unseren Firmen, aber eben auch bei den Clubs“, forderte Olschok.

Ordner privater Firmen, die demnächst gegebenenfalls zusätzlich gebraucht würden, benötigen nach Meinung von Olschok mehr Rechte, um die Sicherheit zu gewährleisten. Es wäre hilfreich, „wenn sie in den Zügen oder Bahnhöfen wie im Stadion zumindest ein Anhalterecht hätten und Personalien feststellen dürften“.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Friedrich Kunz

07.08.2014, 20:28 Uhr

Ich zähle mich zu den 68%. Anstelle millionenschwere Kicker anzuheuern, müssen DFB und Klubs zu den Kosten für Sicherheit in den Stadien herangezogen werden. Das ist und kann nicht Aufgabe von am Fußball uninteressierten Steuerzahlern sein!

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