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05.08.2013

16:23 Uhr

Umfrage unter Managern und Trainern

Der Favorit heißt Bayern

Geht es nach den Trainern und Managern der Fußballbundesliga, steht der Meister der kommenden Saison bereits fest. 16 der 18 Bundesliga-Verantwortlichen glauben, dass die Bayern den Meistertitel verteidigen werden.

Der Meister der vergangenen Saison wird auch der Meister der kommenden Saison: Das meinen laut einer Umfrage 16 von 18 Bundesliga-Vereinen. dpa

Der Meister der vergangenen Saison wird auch der Meister der kommenden Saison: Das meinen laut einer Umfrage 16 von 18 Bundesliga-Vereinen.

DüsseldorfDer FC Bayern wird den Meister-Zweikampf mit Borussia Dortmund auch unter Starcoach Pep Guardiola nach Ansicht seiner Trainerkollegen für sich entscheiden. Die überwältigende Mehrheit der sportlich Verantwortlichen tippte in einer Umfrage der Nachrichtenagentur dpa auf eine erfolgreiche Titelverteidigung des Rekordchampions - erwartet dabei aber wieder ein engeres Rennen um die Schale. „Der Vorsprung wird hoffentlich nicht so deutlich sein, für die Attraktivität der Liga ist auch ein spannender Titelkampf wichtig“, sagte Thorsten Fink, Fußball-Lehrer beim Hamburger SV.

16 von 18 der befragten Trainer und Manager sehen die Münchner in der Favoritenrolle. „Ich denke, auch in diesem Jahr wird am FC Bayern nichts vorbeiführen“, prophezeite der Stuttgarts Coach Bruno Labbadia. Einzig Torsten Lieberknecht von Aufsteiger Eintracht Braunschweig wollte sich nicht festlegen und schwankt zwischen den Bayern und Vizemeister Dortmund. Guardiola äußerte zumindest die Hoffnung, dass sein neuer Verein die 24. nationale Meisterschaft gewinnt. „Aber bis dahin müssen wir viel arbeiten“, warnte der Spanier vor dem Liga-Auftakt am Freitag gegen Borussia Mönchengladbach.

Wer wird Meister? Die Tipps der Vereine zur neuen Saison

Pep Guardiola, Trainer FC Bayern München

„Ich hoffe, der FC Bayern. Aber bis dahin müssen wir viel arbeiten ...“

Jürgen Klopp, Trainer Borussia Dortmund

„Bayern München. Stark schätze ich Leverkusen, Schalke und Mönchengladbach ein.“

Sami Hyypiä, Trainer Bayer Leverkusen

„Bayern München.“

Jens Keller, Trainer Schalke 04

„Eine Vorherrschaft von Dortmund sehe ich nicht unbedingt, aber die Bayern sind natürlich wieder der Favorit auf den Titel. Allerdings starten alle Vereine bei Null in die neue Saison, so dass alle Prognosen reine Spekulation sind.“

Christian Streich, Trainer SC Freiburg

„Favorit sind klar die Bayern, ansonsten käme noch Dortmund infrage.“

Bruno Hübner, Sportdirektor Eintracht Frankfurt

„Bayern München.“

Thorsten Fink, Trainer Hamburger SV

„FC Bayern.“

Lucien Favre, Trainer Borussia Mönchengladbach

„Meister wird der FC Bayern.“

Mirko Slomka, Trainer Hannover 96

„Die besten Chancen hat meiner Einschätzung nach der FC Bayern München.“

Michael Wiesinger, Trainer 1. FC Nürnberg

„FC Bayern München, aber es wird ein Zweikampf mit Dortmund oder einem anderen Überraschungsteam.“

Dieter Hecking, Trainer VfL Wolfsburg

„Mein Favorit ist erneut Bayern München. Diesmal wird der Vorsprung aber nicht so groß ausfallen. Im Moment sehe ich kein Team, dass Bayern und Dortmund gefährlich werden könnte. Das wird erst der Saisonverlauf zeigen.“

Bruno Labbadia, Trainer VfB Stuttgart

„Ich denke auch in diesem Jahr wird am FC Bayern nichts vorbeiführen.“

Thomas Tuchel, Trainer FSV Mainz 05

„Die Bayern werden es wieder machen. Ob erneut mit einem so großen Vorsprung, weiß ich nicht. Neben Dortmund rechne ich mit Schalke als härtestem Konkurrenten. Schalke hat sich gut verstärkt.“

Robin Dutt, Trainer SV Werder Bremen

„FC Bayern München.“

Markus Weinzierl, Trainer FC Augsburg

„FC Bayern München.“

Alexander Rosen, Leiter Profifußball TSG Hoffenheim

„Ich tippe wie in den vergangenen drei Spielzeiten auf einen Zweikampf zwischen den Bayern und Dortmund. Es wird spannender als zuletzt, aber mit dem besseren Ende für die Münchner.“

Jos Luhukay, Trainer Hertha BSC

„Bayern München.“

Thorsten Lieberknecht, Trainer Eintracht Braunschweig

„Bayern oder Dortmund.“

25 Punkte lagen die Triple-Bayern in ihrer Super-Spielzeit 2012/13 vor dem BVB. Trotz der Neuverpflichtungen von Mario Götze und Thiago rechnen zahlreiche Konkurrenten nicht mit einer ähnlichen Dominanz - unter anderem auch wegen der voraussichtlichen Eingewöhnungszeit unter dem früheren Trainer des FC Barcelona. „Es wird darauf ankommen, wie schnell Pep Guardiola seine Ideen umsetzen kann. In der Zeit besteht die Chance, dass andere wie Dortmund herankommen“, sagte Hertha-Coach Jos Luhukay. „Diese Saison der Rekorde in vielfältiger Hinsicht zu wiederholen, ist auch für den FC Bayern eine große Herausforderung“, erklärte Hannovers Mirko Slomka.

Hinter dem Topduo rechnet die Liga vor allem mit zwei Clubs in der Spitzengruppe. Bei der Frage, wer die Dominanz von Bayern und Dortmund am ehesten brechen kann, kommt der FC Schalke 04 auf neun, Bayer Leverkusen auf acht Nennungen. BVB-Coach Jürgen Klopp schätzt zudem Borussia Mönchengladbach „stark“ ein, für Eintracht Frankfurts Sportdirektor Bruno Hübner gehört neben Schalke und Leverkusen auch der VfL Wolfsburg zu den Kandidaten. Das Trio habe „dies bereits in der vergangenen Saison angedeutet, Wolfsburg eher gegen Ende der Saison, und haben sich in der aktuellen Transferphase gut verstärkt.“

Ansonsten erachtet die Branche die Hierarchie als zementiert, nur nach Ansicht von Michael Wiesinger (1. FC Nürnberg) könnte auch noch ein Überraschungsteam im Kampf um die Spitze mitmischen. „Wir nicht“, meinte Braunschweigs Lieberknecht dazu mit einem Schmunzeln und hat aus Sicht des Aufsteigers schon vor dem ersten Spieltag eine Erfahrung gemacht: „Gefühlt sind alle Mannschaften saustark.“

Von

dpa

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