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15.09.2016

20:00 Uhr

Umstrittenes WM-Ehrenamt

DFB legt Faktenpapier zu Zahlungen an Beckenbauer vor

Auf Heller und Pfennig: Der DFB hat ein Papier herausgegeben, das Franz Beckenbauers Vergütungen in seiner Zeit als OK-Chef für die WM 2006 auflistet. Ob die Liste vollständig ist, stehe aber noch nicht fest, so der DFB.

Hat Beckenbauer für sein Ehrenamt als OK-Chef der WM 2006 Geld erhalten? Der DFB listet alle Zahlungen an Beckenbauer in einem Faktenpapier auf. dpa

Franz Beckenbauer

Hat Beckenbauer für sein Ehrenamt als OK-Chef der WM 2006 Geld erhalten? Der DFB listet alle Zahlungen an Beckenbauer in einem Faktenpapier auf.

BerlinDer Deutsche Fußball-Bund hat ein Faktenpapier über Vergütungen von Franz Beckenbauer in seiner Zeit als OK-Chef für die Weltmeisterschaft 2006 vorgelegt. Darin stellte der Verband seinen Kenntnisstand vom Donnerstag „in der Angelegenheit ‚Zahlungen an Franz Beckenbauer in den Jahren 2005 und 2006‘“ dar.

Im Mittelpunkt stehen dabei die 5,5 Millionen Euro, die der heute 71-Jährige aus den Geldern des Werbevertrages des DFB mit dem nationalen WM-Förderer Oddset erhalten hatte. Im Wesentlichen wiederholt der DFB in den elf Punkten des Papiers die bislang bekannten Angaben. Ob dies die abschließende Faktenlage ist, steht aber auch für den Verband noch nicht fest.

„Dem DFB liegen nach bisherigem Stand keine Informationen darüber vor, dass es entsprechend der Beschlussfassung im Aufsichtsrat des Präsidiums des WM-OK zu weiteren Vereinbarungen betreffend Werbeleistungen von Franz Beckenbauer für andere nationale Sponsoren gekommen ist“, hieß es.

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Christian Duve von der Kanzlei Freshfields prüfte die Vergabe der WM 2006 an den DFB. Auch die Millionenzahlung an Franz Beckenbauer entdeckte er, störte sich aber nicht daran – im Gegensatz zu seinem Auftraggeber.

Der DFB betonte, dass Beckenbauer nach den bisherigen Kenntnissen kein Geld für seine Tätigkeit als Chef des WM-OK erhalten habe. Am Rande des UEFA-Kongress in Athen hatte DFB-Präsident Reinhard Grindel zu dem Vorgang gesagt: „Man kann vor diesem Hintergrund sicher nicht davon sprechen, dass seine Tätigkeit im OK ehrenamtlich war.“

Von

dpa

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