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18.10.2013

13:09 Uhr

Vertragsverlängerung beim DFB

Löw bleibt Bundestrainer bis 2016

Bundestrainer Löw bleibt bis 2016, Assistent Flick rückt 2014 zum Sportdirektor auf. Auch Bierhoff und Köpke verlängerten. Das nächste Ziel: der WM-Titel. Über mögliche Ausstiegsklauseln hüllten sich alle in Schweigen.

Löw hat wie geplant seinen Vertrag als Bundestrainer um zwei Jahre verlängert. dpa

Löw hat wie geplant seinen Vertrag als Bundestrainer um zwei Jahre verlängert.

FrankfurtDer Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat das System Joachim Löw zementiert. Wie erwartet hat der Bundestrainer seinen Vertrag mit dem DFB am Freitag bis zur Europameisterschaft 2016 verlängert. Das gab DFB-Präsident Wolfgang Niersbach auf einer Pressekonferenz in Frankfurt bekannt. Wie Niersbach ferner mitteilte, wird Löws bisheriger Assistent Hans-Dieter Flick ab dem 1. September 2014 neuer DFB-Sportdirektor. Auch Teammanger Oliver Bierhoff und Torwartcoach Andreas Köpke verlängerten ihre Arbeitspapiere um weitere zwei Jahre.

„Es ist ein klares Signal vonseiten des DFB, vonseiten des Präsidiums und auch von mir. Wir wollen weitermachen“, sagte Niersbach und unterstrich das Vertrauensverhältnis zum Bundestrainer. „Ich werte diese Verlängerung als ein Zeichen der gegenseitigen großen Wertschätzung. Wir haben eine große Motivation“, entgegnete Löw, der 2004 zunächst als Assistent von Jürgen Klinsmann zur Nationalmannschaft gekommen war und nach der WM 2006 das Amt von Klinsmann übernommen hatte. Der 53-Jährige hatte die Mannschaft zuletzt souverän in die WM-Endrunde im kommenden Sommer in Brasilien geführt.

Über mögliche Ausstiegsklauseln äußerte sich DFB-Chef Niersbach nicht. „Solche Szenarien jetzt zu diskutieren, macht wenig Sinn“, antwortete Löw auf die Frage, wie die WM im kommenden Sommer laufen müsse, damit der Vertrag bis 2016 tatsächlich auch eingehalten werden kann. „Wir werden uns weltmeisterlich vorbereiten und gehen mit einer positiven Einstellung in das Turnier. Ich kann garantieren, dass wir eine Mannschaft haben, die hungrig ist.“

Der Wechsel von Flick auf die Position des DFB-Sportdirektors ist aus Sicht von Niersbach logisch. „Er kennt die Strukturen, die handelnden Personen. Er braucht keine Eingewöhnung“, unterstrich Niersbach. Flick erhält einen Fünfjahresvertrag für sein neues Amt. „Wir brauchen Kontinuität“, betonte DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock. Löw begrüßte den Wechsel seines bisher engsten Mitarbeiters im Trainerstab. „Ich freue mich für Hansi. Ich bin überzeugt, dass er die Aufgabe als Sportdirektor mit Kompetenz und Leidenschaft angeht“, sagte Löw.

Von

dpa

Kommentare (2)

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18.10.2013, 13:11 Uhr

Das heisst also keine Titel bis einschliesslich 2016. Vielen Dank!

HUKL

18.10.2013, 20:10 Uhr

Die überwiegenden Ergebnisse der Umfragen zu diesem Thema aus der näheren Vergangenheit belegen doch eindeutig, dass Herr Niersbach mit seinem Gefolge des DFB zumindest nichts aus der Vergangenheit (z. B. die viel zu langen Verträge mit Sammer und dessen Nachfolger Dutt) gelernt haben. Mir sieht auch das gegenseitige Verhalten einfach zu kumpelhaft aus! Der bisherige Vertrag zwischen Löw und dem Verband und den anderen Herren auf den netten Gehaltszetteln endet doch erst nach der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien. Die dort erreichten Ergebnisse geben doch dann erst Spiegelbild ab, ob überhaupt eine weitere Zusammenarbeit, die vermutlich auch mit sehr viel Geld einhergeht, einen Sinn macht!

Die gegenseitige Achtung hätte doch besonders ohne dem nun bereits erteilten vorzeitigen Vertrauensvorschuss für die „Erzieher“ noch viel mehr Ansporn bedeutet, um in Brasilien endlich wieder das schon lange von allen Seiten angestrebte große Ziel nach den sehr erfolgreichen Qualifikationsspielen erreichen zu können…

Die dabei intern ausgehandelte vertragliche Sicherheit könnte zusätzlich sogar in eine moralische Falle führen, weil durch die Absicherung der völlig unsinnigen „Ausstiegsklausel“, von der man möglichst gar nicht sprechen wollte, nicht mehr der unbedingte Willen zum Siegen vorhanden ist. Wenn sich beide Seiten nach langen Überlegungen zu einer entsprechend festgelegten Zeit auf ein mehrjähriges Treuebekenntnis durch ihre Unterschriften entschließen, dann sollte ein vorzeitiger Rückzug eines Partners auch mit entsprechenden finanziell spürbaren Sanktionen geahndet werden. Ansonsten sollte man es einfach lassen!
Für den immer ruhig im Hintergrund aufhaltenden Hans Flick durch seinem erhaltenen Fünfjahresvertrag (!) jetzt schon Weihnachten zu sein !

Hoffentlich trifft die obige Überschrift auch in zwei Jahren noch zu……..

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