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20.02.2015

16:32 Uhr

VFB gegen BVB

Der nächste Nackenschlag kommt bestimmt

Der VfB Stuttgart muss im Kampf um den Klassenverbleib endlich seine Tor-Krise im eigenen Stadion beenden. Gegen die zuletzt verbesserten Dortmunder droht am Freitag aber der nächste Nackenschlag. Oder umgekehrt.

Der Stuttgarter Christian Gentner verkriecht sich nach der 2:3-Niederlage gegen Dortmund in der vergangenen Saison unter seinem Trikot. Am Freitag kommt es erneut zum Duell zwischen den beiden Traditionsclubs – der VfB hofft im Abstiegskampf auf einen besseren Ausgang als damals. dpa

Kann der VfB ein Déjà-vu vermeiden?

Der Stuttgarter Christian Gentner verkriecht sich nach der 2:3-Niederlage gegen Dortmund in der vergangenen Saison unter seinem Trikot. Am Freitag kommt es erneut zum Duell zwischen den beiden Traditionsclubs – der VfB hofft im Abstiegskampf auf einen besseren Ausgang als damals.

StuttgartBorussia Dortmund kann Schlusslicht VfB Stuttgart im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga am Freitagabend noch stärker in Bedrängnis bringen. Nach zuletzt zwei Siegen kommt der BVB mit gestärktem Selbstbewusstsein zum Gastspiel bei den Schwaben, die im Fall einer Niederlage den Anschluss an die Nicht-Abstiegsplätze verlieren könnten. Jürgen Klopp, Trainer des Tabellen-15. aus Dortmund, prognostizierte „Abstiegskampf pur“.

VfB-Trainer Huub Stevens versicherte mit Blick auf die richtungweisende Bedeutung der Partie: „Ich weiß das – und die Jungs wissen das.“ Gegen die Gastgeber spricht die miserable Heimbilanz, die mit fünf Punkten und 4:19 Toren die schlechteste aller 18 Bundesligisten ist. Der einzige Sieg vor eigenem Publikum gelang den Stuttgartern am 27. September beim 1:0 gegen Hannover 96. Seit 554 Minuten ist der VfB zu Hause ohne Tor.

Ganz anders ist die Stimmungslage bei der Borussia. Spätestens seit der Vertragsverlängerung von Nationalspieler Marco Reus und dem folgenden 4:2-Sieg gegen Mainz sind die Hoffnungen auf einen positiven Saisonabschluss bei den Westfalen wieder groß.

Der 22. Bundesliga-Spieltag

VfB Stuttgart - Borussia Dortmund 2:3 (1:2)

Nach 90 Minuten gewinnt Borussia Dortmund mit 3:2 gegen den VfB Stuttgart – und das klingt knapper als es war. Die Schwarz-Gelben dominieren von Beginn an die Partie. Nach 25 Minuten besorgt Aubameyang die Führung. Doch Sahin foult Niedermeier im Sechzehner und Klein erzielt den Ausgleich (32.). Doch der BVB spielt auch nach dem Ausgleich weiterhin dominant. Gündogan trifft nach Kagawa-Vorlage zum 2:1 (39.). Nach der Pause ist die Klopp-Truppe weiterhin am Drücker, versäumt es aber das dritte oder gar vierte Tor nachzulegen. In der 89. gelingt Reus das 3:1, aber Niedermeier kann noch im Gegenzug verkürzen.

FC Schalke 04 - Werder Bremen 1:1 (0:0)

1:1 trennten sich beide Mannschaften nach einer packenden Schlussphase. Beide Seiten lieferten sich ein richtig gutes Duell, doch Tore fielen erst im zweiten Durchgang. Meyer zog aus der Distanz ab, Wolf patzte - Schalke führte (61.). Den bereits sicher geglaubten Sieg gab Königsblau in der zweiten Minute der Nachspielzeit aus der Hand, als Prödl zum 1:1 einköpfte. Das Unentschieden geht am Ende absolut in Ordnung.

FSV Mainz 05 - Eintracht Frankfurt 3:1 (1:1)

Der FSV Mainz 05 feierte mit seinem neuem Trainer Martin Schmidt einen perfekten Einstand und blieb im Rhein-Main-Derby gegen Frankfurt vor heimischem Publikum ungeschlagen. In einem rassigen Spiel gingen die Gäste durch Stefan Aigner in Führung (35.), doch Christian Clemens sorgte umgehend für den Ausgleich. Nach dem Seitenwechsel brauchten die Nullfünfer 2 Minuten und 36 Sekunden, um das 2:1 und 3:1 zu erzielen, und damit das Spiel zu entscheiden. Geis und Malli trafen dabei sehenswert.

SC Freiburg - 1899 Hoffenheim 1:1 (1:1)

Hoffenheim spielte in den ersten 45 Minuten die vielleicht schlechteste Hälfte der Saison, dennoch konnte Volland die Führung von Höhn (25.) in der 39. Minute ausgleichen. Halbzeit Zwei gehörte dagegen den Gästen aus dem Kraichgau, die gerade in Person von Volland und Modeste mächtig Betrieb machten. Bis auf einen Pfostenschuss von Polanski (52.) gab es jedoch keine Großchancen. Die Rote Karte für Torrejon (90.+2) wirkte sich nicht mehr entscheidend auf die Partie aus.

SC Paderborn - Bayern München 0:6 (0:2)

Die Bayern gewannen nach Startschwierigkeiten mit 6:0 in Paderborn. In der ersten Halbzeit standen die Paderborner sicher in der eigenen Hälfte und ließen den Bayern nur wenig Platz zum Kombinieren. Lewandowski nutzte jedoch die einzigen Chancen zur 2:0-Führung (24.,37.). In den zweiten 45 Minuten ging den Paderbornern dann die Luft aus und die Bayern spielten ihre Chancen sehenswert zu Ende. Robben (63. Elfmeter,86.), Ribery (72.) und Weiser (78.) waren die Torschützen.

FC Augsburg - Bayer Leverkusen 2:2 (0:1)

Zunächst verlief die zweite Hälfte ruhig, bis der eingewechselte Caiuby in der 59. Minute seinen ersten Treffer für den FCA und damit den 1:1-Ausgleich erzielte. Danach waren die Schwaben klar die bessere Mannschaft und stellten den starken Leverkusener Keeper Bernd Leno ein ums andere Mal auf die Probe. Völlig aus dem Nichts erzielte dann Bayers Reinartz in der 84. Minute die erneute Bayer-Führung. Callsen-Bracker fälschte den Ball noch ab. In der vierten Minute der Nachspielzeit wurde der Augsburger Torhüter dann zum Helden der Partie. Bei einer der letzten Eckbälle eilte Hitz mit nach vorne und bugsierte den Ball zum Ausgleich ins Tor.

1. FC Köln - Hannover 96 1:1 (1:1)

In einem von beiden Seiten sehr destruktiv geführten Spiel wurde in Köln zwischen dem FC und Hannover 96 kein Sieger ermittelt. Die Korkut-Elf startete gut und ging gegen desorganisierte Domstädter durch Joselu (6.) früh in Führung. Der FC konnte sich jedoch fangen und machte nach 17 Minuten den Ausgleich durch Stürmer Anthony Ujah. Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel intensiv, krankte aber an vielen Zweikämpfen und Unterbrechungen. Nachdem die wenigen guten Chancen ungenutzt blieben, flog noch der Portugiese Joao Pereira in der Nachspielzeit wegen wiederholten Foulspiels mit Gelb-Rot vom Feld (90.+1).

Hamburger SV - Bor. Mönchengladbach 1:1 (0:0)

Der Hamburger SV schaffte nicht den Befreiungsschlag im Abstiegskampf. Nur 1:1 spielte der HSV gegen Borussia Mönchengladbach. Die Führung gelang Stieber mit einem Schuss ins linke Eck zum 1:0 (73.). In der Nachspielzeit köpfte Hrgota den 1:1-Ausgleich (90+2.).

VfL Wolfsburg - Hertha BSC 2:1 (1:1)

Einen standesgemäßen Sieg landete der VfL Wolfsburg mit dem 2:1 über Hertha BSC. Dost gelang das 1:0 (10.). Noch vor der Pause köpfte Stieber den 1:1-Ausgleich (30.). Für die Entscheidung sorgte erneut Dost, der nach einem Pfostenschuss von Gustavo, den 2:1-Siegtreffer markierte (74.).

Coach Klopp aber dämpfte jegliche Erwartungen an einen Durchmarsch Richtung Europacup-Ränge. „Der Abstand nach oben interessiert mich überhaupt nicht. Wir wollen ausschließlich in dieser Liga bleiben und das so früh wie möglich klarmachen“, sagte der Trainer.

Für die Dortmunder ist die Partie zugleich Generalprobe für den Achtelfinal-Auftakt in der Champions League. Im Hinspiel gastieren die Schwarz-Gelben am kommenden Dienstag beim italienischen Meister Juventus Turin. Auf Klopps Formation für Stuttgart aber hat dies keinen Einfluss.

„Was wäre ich für ein Idiot, wenn ich jemanden schonen würde, damit er gegen Juve kann?“, sagte der Trainer und versicherte: „Wir werden mit der vollen Kapelle in Stuttgart auflaufen. Ich mache eine Aufstellung ohne einen Gedanken an Juve.“

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