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29.06.2015

15:02 Uhr

VfB Stuttgart

Zorniger verspricht Hochgeschwindigkeitsfußball

Alexander Zorniger hat nun auch offiziell mit der Arbeit beim VfB Stuttgart begonnen. Bei seiner Vorstellung präsentierte sich der Trainer als selbstbewusster Schwabe mit einer Vorliebe für zwei Stürmer und viel Tempo.

Der neue Trainer des VfB Stuttgart, Alexander Zorniger, spricht in Stuttgart bei seiner Vorstellung auf einer Pressekonferenz. dpa

VfB Stuttgart

Der neue Trainer des VfB Stuttgart, Alexander Zorniger, spricht in Stuttgart bei seiner Vorstellung auf einer Pressekonferenz.

StuttgartBeim VfB Stuttgart erwartet der neue Trainer Alexander Zorniger Fehler seiner Fußballprofis. Allerdings am liebsten in der gegnerischen Hälfte - und dort mit Absicht. „Fehler sind ein subtiles Mittel, um den Gegner in Sicherheit zu wiegen“, erklärte der 47-Jährige bei seiner Vorstellung am Montag. „Dann werden wir unsere Jungs loslassen. Das bedeutet, dass wir eine Menge mit Geschwindigkeit arbeiten. Es wird wild sein, es wird da draußen auch zur Sache gehen“, kündigte Zorniger vor der ersten Einheit an.

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Um 18.30 Uhr sollten dann nicht nur die Stützen aus dem Abstiegskampf der vergangenen Saison den Fans das neue VfB-Trikot präsentieren, sondern in Torwart Mitchell Langerak zumindest einer von zwei weiteren Neuzugängen. Der 26-Jährige kommt von Borussia Dortmund und unterzeichnet einen Dreijahresvertrag. Zudem gab der VfB die Verpflichtung des tschechischen U21-Nationalspielers Jan Kliment bekannt. Der Offensivspieler kickte zuletzt beim tschechischen Erstligisten FC Vysocina Jihlava. Sein Vertrag läuft bis 2019.

Weitere Zu- und Abgänge schloss Sportvorstand Robin Dutt nicht aus, kündigte wohl auch mit Blick auf den seit Wochen erwarteten Transfer von Nationalspieler Antonio Rüdiger aber einen Strategiewechsel an. „Wir haben keinen Verkaufsdruck, bei niemandem. Es gibt bei uns keine Schnäppchen.“ Der VfB werde nun „auch mal Spieler hierbehalten, auch wenn der Vertrag nächstes Jahr ausläuft. Der sportliche Erfolg steht im Vordergrund.“

Zorniger betonte bei seinem ersten Auftritt als Bundesliga-Coach aber auch, dass man keinen Spieler „gegen seinen Willen an den Baum binden“ werde. Wer glaube, unglücklich zu werden, solle gehen.

Erste Bundesliga: Die beliebtesten Klubs 2014/15

Plätze 18 bis 16

18. SC Paderborn 07, 62 Punkte, 19,1 Prozent

17. 1899 Hoffenheim, 104 Punkt, 32,1 Prozent

16. Hannover 96, 115 Punkte, 35,5 Prozent

Quelle: Studie von SLC Management zur Beliebtheit der Bundesliga-Klubs in der Saison 2014/15. Auswertung anhand von 18 Kriterien. Tenor: Je beliebter ein Verein ist, umso mehr Einnahmen kann er erzielen.

Plätze 15 bis 13

15. 1. FSV Mainz 05, 117 Punkte, 36,1 Prozent

14. Hertha BSC, 125 Punkte, 38,6 Prozent

13. Sport-Club Freiburg, 130 Punkte, 40,1 Prozent

Plätze 12 bis 10

12. FC Augsburg, 134 Punkte, 41,4 Prozent

11. Bayer 04 Leverkusen, 150 Punkte, 46,3 Prozent

10. VfL Wolfsburg, 158 Punkte, 48,8 Prozent

Plätze 9 bis 7

9. Eintracht Frankfurt, 159 Punkte, 49,1 Prozent

8. VfB Stuttgart, 169 Punkte, 52,2 Prozent

7. 1. FC Köln, 175 Punkte, 54 Prozent

Platz 6

Hamburger SV, 184 Punkte, 56,8 Prozent

Platz 5

SV Werder Bremen, 190 Punkte, 58,6 Prozent

Platz 4

Borussia Möchengladbach, 242 Punkte, 74,7 Prozent

Platz 3

FC Schalke 04, 263 Punkte, 81,2 Prozent

Platz 2

Borussia Dortmund, 284 Punkte, 87,7 Prozent

Platz 1

FC Bayern München, 317 Punkte, 97,8 Prozent

Mit einem herzhaften „Mahlzeit“ begann der 47 Jahre alte Schwabe am Montag im roten Vereins-Polo-Shirt seine gut halbstündige Vorstellung im Presseraum der Mercedes-Benz-Arena, berichtete neben seinem Wunsch nach schnellem Umschaltspiel auch von seiner Vorliebe für zwei Spitzen. Bis zum Saisonauftakt gegen den 1. FC Köln Mitte August sollen seine Profis sich im 4-3-1-2 oder 4-4-2 schon zurecht finden.

Zorniger sagte, er freue sich „unglaublich auf die Situation. Nicht nur weil es Heimat ist, weil ich schnell bei meiner Mutter bin, sondern weil ich einfach eine Chance habe. Das ist der nächste Step für mich, hier beim VfB Stuttgart.“ Er arbeitete zuletzt vom Sommer 2012 bis Februar 2015 bei RB Leipzig. In seinen beiden ersten Jahren führte der rhetorisch starke Trainer den Club von der Regionalliga Nordost bis in die 2. Bundesliga.

Nach zwei Jahren Abstiegskampf und fast auf den Tag genau ein Jahr nach der Vorstellung von Armin Veh, der schon im Herbst freiwillig zurücktrat, machte Zorniger den Fans des VfB Stuttgart kein Versprechen mit Blick auf die Tabelle. „Ich bin kein Hellseher“, meinte er, betonte aber: „Das ist die Zielsetzung des Vereins, auch meine, dass wir nichts mit dem Abstieg zu tun haben.“

Von

dpa

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