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18.02.2014

22:55 Uhr

Vor Champions-League-Aus

Leverkusen kapituliert vor der Zlatan-Show

Leverkusen hat die Chance auf das Viertelfinale der Champions League praktisch schon verspielt. Gegen Paris St. Germain setzte es eine bittere Niederlage. An ein Wunder mag bei Bayer 04 keiner mehr so recht glauben.

Eine starke Teamleistung von Paris – der Auswärtssieg in der BayArena war zu keiner Zeit gefährdet. ap

Eine starke Teamleistung von Paris – der Auswärtssieg in der BayArena war zu keiner Zeit gefährdet.

LeverkusenDas war's wohl für Leverkusen in der Champions League. Zlatan Ibrahimovic und das Starensemble von Paris St. Germain waren für Bayer 04 eine Nummer zu groß. Mit 0:4 (0:3) unterlag der Fußball-Bundesligist am Dienstagabend im Achtelfinal-Hinspiel der Königsklasse dem französischen Meister und hat praktisch keine Hoffnung mehr auf den ersten Viertelfinal-Einzug seit 2002. Blaise Matuidi (3. Minute), Ibrahimvoic (39./Foulelfmeter/42.) und Yohan Cabaye (88.) erzielten vor 29 412 Zuschauern die Tore für PSG.

In Paris müsste nun im Rückspiel am 12. März der 75. Sieg in der Europapokalhistorie von Bayer 04 her - und der mit mindestens fünf Toren - um noch das Viertelfinale erreichen zu können. Das konnte sich am Dienstagabend wirklich niemand vorstellen. In Paris fehlen wird Emir Spahic, der in der 59. Minute nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte sah.

„Wir haben mutlos gespielt, ängstlich gespielt, warum würde ich auch gerne wissen. Das war gerade in der ersten Halbzeit ein ganz schlechtes Spiel von uns“, sagte Verteidiger Ömer Toprak bei Sky. „Für uns gilt es jetzt, hart zu arbeiten.“

Zu wenig Gegenwehr und zu wenig Selbstvertrauen prägten den extrem enttäuschenden Auftritt von Leverkusen, das nach den Pleiten gegen Kaiserslautern (0:1 n.V.) und Schalke 04 (1:2) die dritte Heim-Niederlage innerhalb von sechs Tagen in drei verschiedenen Wettbewerben einstecken musste und einen denkbar schlechten Start des deutschen Quartetts in der Königsklasse hinlegte.

Unbedingt ein Heim-Gegentor verhindern! Das von Trainer Sami Hyypiä ausgerufenen Ziel war schon nach 130 Sekunden passé. Simon Rolfes verlor den Ball in der Vorwärtsbewegung und verteidigte dann auch noch schlecht gegen Matuidi, der zum 100. Europapokaltor für PSG einschoss.

Bayer hatte keine richtige Torchance in der ersten Halbzeit. Ein Schuss von Sidney Sam (9.), der nach seiner von Trainer Hyypiä verordneten Pause gegen Schalke wieder dabei war, ging über das Tor. Der Klassenunterschied war unverkennbar. Teilweise minutenlang kam Bayer nicht an den Ball.

Ein Ziehen von Emir Spahic am Trikot von Ezequiel Lavezzi wertete Kassai als strafstoßwürdig. Ibrahimovic verwandelte knallhart und unhaltbar für Leno. Dem neunten Tor im sechsten Spiel der laufenden Champions-League-Saison folgte nur drei Minuten später Tor Nummer zehn des exzentrischen Stars. Und das im Ibra-Stil. Satt und sehenswert zog er aus etwa 20 Metern mit links ab. Der Ball rauschte hinter Leno in den oberen rechten Torwinkel.

Die Bayer-Profis steigerten sich in der zweiten Halbzeit immerhin in Sachen Körpersprache und Aggressivität. Auch nach dem Platzverweis für Spahic, der Lucas im Laufduell regelwidrig bedrängt hatte, war der Wille nun zu spüren. Allein die Möglichkeiten waren begrenzt.

Ein möglicher vierter Pariser Treffer per Eigentor durch Philipp Wollscheid fand keine Anerkennung, weil Kassai Lavezzi im Abseits sah. Leverkusens beste, weil einzige richtige Torgelegenheit, war ein Kopfball von Stefan Reinartz in der 76. Minute. Der Ball landete in den Armen von PSG-Torwart Salvatore Sirigu. Fünf Minuten vor Schluss rettete Leno aus kurzer Distanz gegen Javier Pastore. Gegen Cabayes Schuss in den Winkel kurze Zeit später war er machtlos.

Von

dpa

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