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05.08.2013

17:36 Uhr

Vor Pokalspiel zwischen Bayern und Rehden

„Die erste Runde werden wir schon überstehen“

Die Münchner sehen dem Pokalspiel in Rehden gelassen entgegen. Bayern-Boss Rummenigge etwa rechnet fest mit einem Weiterkommen. Aber das haben auch schon andere Bundesligisten gedacht.

Neu-Bayer Mario Götze und Urgestein Bastian Schweinsteiger beim Training. Ob auch das Spiel gegen Rehden so entspannt wird, bleibt abzuwarten. dpa

Neu-Bayer Mario Götze und Urgestein Bastian Schweinsteiger beim Training. Ob auch das Spiel gegen Rehden so entspannt wird, bleibt abzuwarten.

MünchenWembley war gestern. Mit der Pokal-Pflichtaufgabe beim Dorfclub BSV Rehden beginnt für Triple-Sieger FC Bayern München der nächste Anlauf auf neue Titel. „Alles beginnt bei Null. Keiner, aber wirklich keiner, wird uns etwas schenken“, erinnerte Münchens Mahner Matthias Sammer seine Alles-Gewinner am Sonntag im vereinseigenen Internetsender.

Dem Cup-Auftakt am Montag in Osnabrück fiebert auch Bayerns neuer Trainer-Dirigent Pep Guardiola entgegen. „Jetzt startet die richtige Saison mit Pokal und Liga.“ Der Nord-Regionalligist soll für den Titelverteidiger aber nur eine Durchgangsstation auf dem Weg zum 17. Triumph im DFB-Pokal sein.

„Die erste Runde werden wir schon überstehen“, sagte auch Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge vor dem ungleichen Duell mit dem Verein aus der 1800-Seelen-Gemeinde aus dem Landkreis Diepholz in Niedersachsen. Nur mal so zur Erinnerung: Der FC Bayern hat aktuell mehr als 215 000 Mitglieder.

Der kleine Ort Rehden wird am Montagabend zur Geisterstadt. Die meisten Einwohner begleiten das BSV-Team zu dem Spiel im rund 60 Kilometer entfernten Osnabrück, mehr als zehn Busse sind unterwegs. Ausgerechnet der bekannteste Spieler wird gegen den FC Bayern fehlen. Der frühere Bremer Profi Francis Banecki fällt mit einer Achillessehnen-Verletzung aus. „Wir hätten vorher gerne einmal im Osnabrücker Stadion trainiert. Das hat leider nicht geklappt“, sagte Rehdens Trainer Predrag Uzelac.

Wer wird Meister? Die Tipps der Vereine zur neuen Saison

Pep Guardiola, Trainer FC Bayern München

„Ich hoffe, der FC Bayern. Aber bis dahin müssen wir viel arbeiten ...“

Jürgen Klopp, Trainer Borussia Dortmund

„Bayern München. Stark schätze ich Leverkusen, Schalke und Mönchengladbach ein.“

Sami Hyypiä, Trainer Bayer Leverkusen

„Bayern München.“

Jens Keller, Trainer Schalke 04

„Eine Vorherrschaft von Dortmund sehe ich nicht unbedingt, aber die Bayern sind natürlich wieder der Favorit auf den Titel. Allerdings starten alle Vereine bei Null in die neue Saison, so dass alle Prognosen reine Spekulation sind.“

Christian Streich, Trainer SC Freiburg

„Favorit sind klar die Bayern, ansonsten käme noch Dortmund infrage.“

Bruno Hübner, Sportdirektor Eintracht Frankfurt

„Bayern München.“

Thorsten Fink, Trainer Hamburger SV

„FC Bayern.“

Lucien Favre, Trainer Borussia Mönchengladbach

„Meister wird der FC Bayern.“

Mirko Slomka, Trainer Hannover 96

„Die besten Chancen hat meiner Einschätzung nach der FC Bayern München.“

Michael Wiesinger, Trainer 1. FC Nürnberg

„FC Bayern München, aber es wird ein Zweikampf mit Dortmund oder einem anderen Überraschungsteam.“

Dieter Hecking, Trainer VfL Wolfsburg

„Mein Favorit ist erneut Bayern München. Diesmal wird der Vorsprung aber nicht so groß ausfallen. Im Moment sehe ich kein Team, dass Bayern und Dortmund gefährlich werden könnte. Das wird erst der Saisonverlauf zeigen.“

Bruno Labbadia, Trainer VfB Stuttgart

„Ich denke auch in diesem Jahr wird am FC Bayern nichts vorbeiführen.“

Thomas Tuchel, Trainer FSV Mainz 05

„Die Bayern werden es wieder machen. Ob erneut mit einem so großen Vorsprung, weiß ich nicht. Neben Dortmund rechne ich mit Schalke als härtestem Konkurrenten. Schalke hat sich gut verstärkt.“

Robin Dutt, Trainer SV Werder Bremen

„FC Bayern München.“

Markus Weinzierl, Trainer FC Augsburg

„FC Bayern München.“

Alexander Rosen, Leiter Profifußball TSG Hoffenheim

„Ich tippe wie in den vergangenen drei Spielzeiten auf einen Zweikampf zwischen den Bayern und Dortmund. Es wird spannender als zuletzt, aber mit dem besseren Ende für die Münchner.“

Jos Luhukay, Trainer Hertha BSC

„Bayern München.“

Thorsten Lieberknecht, Trainer Eintracht Braunschweig

„Bayern oder Dortmund.“

Die jüngste Niederlage gegen Rivale Borussia Dortmund im Supercup soll für die Münchner nur ein Schönheitsfehler einer ansonsten guten Vorbereitung bleiben. „Wir wollen wieder nach Berlin und unseren Titel verteidigen“, unterstrich Rummenigge, der gegen den krassen Außenseiter auch keinen Schlendrian befürchtet. „Wir werden sehr seriös spielen.“ Darauf setzt auch Kapitän Philipp Lahm: „Wir müssen sie ernst nehmen. Wir müssen konzentriert Fußball spielen, dann ist, glaube ich, keine Frage, wer eine Runde weiterkommt.“

Schlottern vor Angst wird der Triple-Sieger vor seiner Partie gegen den Viertligisten sicherlich nicht, spätestens der durchwachsene Pokal-Auftritt von Dauerkonkurrent Dortmund wird den Münchnern aber durchaus eine Warnung sein. Mehr als 70 Minuten dauerte es, bis der Champions-League-Finalist am Samstag beim Rehdener Liga-Konkurrenten SV Wilhelmshaven die Weichen auf Sieg stellen konnte. Von wegen Spaziergang.

Dass auch der Rekordsieger nicht vor Pokalpleiten gefeit ist, zeigt die Statistik. Der 1:0-Sieg des TSV Vestenbergsgreuth von 1994 gilt noch immer als Synonym für Sensationserfolge der Kleinen. Im Jahre 2000 unterlag der Titelverteidiger aus München dem Oberligisten 1. FC Magdeburg im Elfmeterschießen. 1990 verlor der FC Bayern 0:1 beim viertklassigen Amateurclub FV 09 Weinheim. „Es gibt immer wieder Beispiele, wo man sich blamieren kann“, weiß Bayern-Profi Toni Kroos. „Aber das werden wir sicher nicht.“ Schau'n mer mal!

Von

dpa

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