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04.09.2014

07:58 Uhr

Vor Schottland-Spiel

Bundestrainer Löw macht sich keine Sorgen

Nach der Klatsche gegen Argentinien blickt Bundestrainer Joachim Löw optimistisch in Richtung Schottland-Spiel. Er kündigt Nachverpflichtungen an, um die vielen Ausfälle in seinem Team kompensieren zu können.

Löw kündigt an, sein Team vor dem Schottland-Spiel umstellen zu wollen. AFP

Löw kündigt an, sein Team vor dem Schottland-Spiel umstellen zu wollen.

DüsseldorfNoch vor der letzten internen WM-Feier hatte Joachim Löw die erstaunten deutschen Fans beruhigt. „Ich mache mir keine Sorgen“, verkündete der Bundestrainer schon kurz nach der 2:4-Niederlage gegen den Weltmeisterschafts-Finalgegner Argentinien.

Die erste Niederlage der in Brasilien gekrönten deutschen Mannschaft nach zuvor 18 ungeschlagenen Spielen konnte Löw ohne großes Grübeln erklären. „Wir hatten viele Ausfälle. Der eine oder andere Spieler war zum ersten Mal in so einem Spiel. Wir brauchen ein bisschen Geduld und Zeit“, erläuterte der 54 Jahre alte Löw.

Der kurzfristige Blick auf die am Sonntag (20.45 Uhr/RTL) gegen Schottland beginnende EM-Qualifikation erfordert dennoch eine ungeplante Reaktion. „Ich denke, dass ich den einen oder anderen nachverpflichten werde, weil die Decke ein bisschen dünn ist. Ich brauche auf der einen oder anderen Position noch Alternativen“, sagte Löw, bevor er sich im Düsseldorfer Teamhotel mit dem kompletten Stab der brasilianischen WM-Zeit zur Feier traf.

Fußball-WM: Die Verlierer

Die Brasilianer

SELECAO: Selbst ernannter Favorit, aber spielerisch schwach und immer am Heulen. Trainer Luiz Felipe Scolari redete das 1:7 gegen Deutschland noch schön. Brasilien hatte in Stümerstar Neymar auch noch den Unglückstraben diese WM: Wirbelbruch im Viertelfinale.

Quelle: dpa

Ein Kolumbianer

JUAN ZUNIGA: Brasiliens Staatsfeind Nummer eins. Der Kolumbianer beförderte mit seinem Angriff von hinten Neymar aus dem Turnier. Der Profi vom SSC Neapel entschuldigte sich, erhielt aber Morddrohungen und braucht jetzt Polizeischutz.

Einige Europäer

Titelverteidiger Spanien, Ex-Weltmeister Italien, Möchte-so-gerne-endlich-mal-wieder-Weltmeister England - alle in der Vorrunde draußen. Die Niederlande und Deutschland hielten aber das Patt gegen Südamerika mit Brasilien und Argentinien bei den Top Vier.

Der Beißer

LUIZ SUAREZ: Ging als „Beißer“ in die WM-Geschichte ein, selbst für Psychologen eine schwer erklärbare Tat. Erhielt nach seiner Attacke gegen Italiens Giorgio Chiellini eine drastische Sperre und ist - auch bei seinem neuen Club FC Barcelona - über drei Monate raus.

Die Afrikaner

Prämienstreit, Korruptionsverdacht - und sportlich schwach. Nur Algerien und Nigeria kamen ins Achtelfinale. Kamerun, Elfbeinküste mit Didier Drogba und Ghana verabschiedeten sich früh. Der erste Weltmeister von diesem Kontinent wird immer noch gesucht.

Eine deutsche Ikone

FRANZ BECKENBAUER: Da hat der „Kaiser“ was verpasst. Statt in Brasilien erlebte er die WM in Kitzbühel. Nicht mal zum Endspiel kam er nach all dem Ärger mit der FIFA um seine Suspendierung. Der 68-Jährige ist sauer, schaut das Finale im Fernsehen.

Die Fifa

TICKET-MANAGER: Gaunerkomödie in einer Hochburg der Kriminalität. Haftbefehl gegen den Chef des FIFA-Ticketpartner Match Services wegen illegalen Handels mit Eintrittskarten, Flucht von Ray Whelan durch den Lieferanteneingang des Hotels, Vorwürfe gegen die Polizei.

Julian Draxler musste gegen die ehrgeizigen Argentinier schon nach einer halben Stunde wegen einer Oberschenkelzerrung vom Platz. Der Schalker Mittelfeldspieler wird gegen die Schotten ebenso ausfallen wie Mesut Özil, den Knöchelprobleme plagen.

Und auch beim Dortmunder Mats Hummels „sieht es nicht gerade gut aus“, berichtete der Weltmeister-Coach. Der neue Kapitän Bastian Schweinsteiger, Sami Khedira und Shkodran Mustafi stehen für die Partie in Dortmund ohnehin nicht zur Verfügung.

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