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23.09.2016

15:52 Uhr

Wachstum im Fußball

Die Bundesliga braucht größere Stadien

VonThomas Schmitt

Fast alle Bundesliga-Stadien sind prall gefüllt. Gemessen am Interesse sind viele jedoch zu klein. Etliche Klubs überlegen daher, Arenen zu vergrößern oder neu zu bauen. Und bereiten so den nächsten Umsatzsprung vor.

DüsseldorfDas Stadion bleibt auch im digitalen Zeitalter das Zentrum des Fußballerlebnisses. Einnahmen aus Tickets und von Sponsoren bilden die wirtschaftliche Basis dafür. Doch der große Erfolg der Lieblingssportart Nummer 1 bringt für die Vereine neue Herausforderungen mit sich. In vielen Bundesliga-Städten sind die Arenen zu klein geworden.

Etliche Erstligavereine gehen davon aus, dass sie deutlich mehr Fans ins Stadion locken könnten, wenn ihre Sportstätten nur größer wären. Das gilt sogar teilweise unabhängig vom sportlichen Erfolg der Klubs. Und die Attraktivität eines Stadionbesuchs hängt auch nicht nur von der Beliebtheit eines Vereins ab. Entscheidend ist die Strahlkraft des Fußballs an sich.

So viele Dauerkarten haben die Vereine verkauft

Platz 15 und 16

Platz 18: SV Darmstadt 98 – 11.500 Stück

Platz 17: FC Ingolstadt – 12.000 Stück

Platz 16: SC Freiburg – 15.000 Stück

Platz 13 und 14

Platz 15: 1899 Hoffenheim – 15.000 Stück

Platz 14: FC Augsburg – 18.500 Stück

Platz 13: Bayer Leverkusen – 18.800 Stück

Platz 12, 11 und 10

Platz 12: FSV Mainz – 19.000 Stück

Platz 11: RB Leipzig – 20.000 Stück

Platz 10: Hertha BSC – 20.300 Stück

Platz 9, 8 und 7

Platz 9: VfL Wolfsburg – 20.500 Stück

Platz 8: SV Werder Bremen – 25.000 Stück

Platz 7: 1. FC Köln – 25.000 Stück

Platz 6

Hamburger SV – 26.000 Stück

Platz 5

Eintracht Frankfurt – 27.000 Stück

Platz 4

Borussia Mönchengladbach – 30.000 Stück

Platz 3

FC Bayern München – 38.000 Stück

Platz 2

FC Schalke 04 – 42.334 Stück

Platz 1

Borussia Dortmund – 55.000 Stück

Neben den eingefleischten Anhängern zieht der Fußball immer mehr Menschen an, die etwas Besonderes erleben wollen. Darauf richten sich die Vereine ein, indem sie – wie etwa Bayern München – auch das Umfeld eines Stadions gezielt ausbauen und die Arena zu einem dauerhaft interessanten Ziel für Touristen machten.

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Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach investieren ebenfalls in das Umfeld ihrer Arena. In Dortmund beispielsweise tummeln sich bereits Stunden vor den Spielen tausende von Anhängern, um gemeinsam zu feiern. Das Spiel selbst ist dann für manche der Höhepunkt einer ganzen Woche. Das Vorbild des Marktführers zieht Kreise.

Beispiel 1. FC Köln: Die Kölner sind in der vergangenen Saison nur Neunter geworden, dennoch war das Stadion in Müngersdorf mit einem Zuschauerschnitt von 48.500 zu 97 Prozent ausgelastet. Das ist eine sehr gute Quote, da 100 Prozent nur selten erreicht werden. Das liegt am Gästeblock, der frei gehalten werden muss für gegnerische Fans, aber nicht immer vollständig gefüllt werden kann.

Die günstigsten und teuersten Dauerkarten

Platz 5 (günstig)

FC Augsburg – 199 Euro

Platz 4 (günstig)

Bayer Leverkusen – 190 Euro

Platz 3 (günstig)

FC Ingolstadt – 188 Euro

Platz 2 (günstig)

1899 Hoffenheim – 150 Euro

Platz 1 (günstig)

VfL Wolfsburg – 130 Euro

Platz 5 (teuer)

Eintracht Frankfurt – 790 Euro

Platz 4 (teuer)

Hamburger SV – 805 Euro

Platz 3 (teuer)

SC Freiburg – 820 Euro

Platz 2 (teuer)

FSV Mainz – 880 Euro

Platz 1 (teuer)

FC Schalke 04 – 884 Euro

Köln möchte nun gerne die Arena auf bis zu 70.000 Plätze erweitern oder vielleicht sogar ein ganz neues Stadion bauen. Letzteres hätte den Vorteil, dass um solch einen Komplex herum eine ganze Palette von fußballnahen Aktivitäten angesiedelt werden könnte. Das wiederum würde dem Verein mittelfristig weitere Einnahmen bringen. Borussia Mönchengladbach macht dies gerade vor.

 

Kommentare (1)

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Herr Max Nolte

26.09.2016, 10:41 Uhr

falches Thema Carlos Santos!

Wo geht die Reise des Fußballs hin? Angesichts viel zu hoher Spielergehälter und Ablösesummen wäre es ratsam hier mal eine Obergrenze einzuführen ansonsten ist der FUßball nicht mehr vor der totalen kommerziellen Ausschlachtung wie in England und hier mit RB Leipzig zu retten.

Richtige Fans identifizieren sich mit einem Verein der aus der Gesellschaft kommt und nicht einfach von Investoren installiert werden. Solche Vereine wie dieser Verein in Leipzig sind nur der Anfang. Die Stadien werden größer und größer, vor allem die VIP Bereiche werden größer, alles Exklusiver. Der Einstieg für Investoren wird vereinfacht. Und irgendwann hat Herr Mateschitz einfach keinen Bock mehr und der Laden wird dicht gemacht und alle schauen doof (hoffentlich kommt es so).

Ein Hoch auf die Ultabewegung welche sich originell gegen diese Kommerzialisierung stellen, ihre Vereine tragen und rund um den Verein soziale Projekte unterstützen.
Wenn Ultras aus dem Stadion gedrängt werden, wird der Fußball so wie wir ihn kennen sterben! Dann kann sich kaum ein Familienvater mit 2 Kindern mehr ein Fußballspiel leisten, was ja jetzt schon fast so ist.

Gegen den modernen Fußball!

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