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04.07.2016

18:01 Uhr

Watzke ist zuversichtlich

BVB-Geschäftsführer sieht „größten Umbruch seit 10 Jahren“

Bei Borussia Dortmund ist Trainer Tuchel nach dem Verlust von drei Stars gefordert. Viel wird davon abhängen, ob die verpflichteten Talente einschlagen. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke ist zuversichtlich.

Der Geschäftsführer von Borussia Dortmund bezeichnet die mutige Personalpolitik „alternativlos“. dpa

Hans-Joachim Watzke

Der Geschäftsführer von Borussia Dortmund bezeichnet die mutige Personalpolitik „alternativlos“.

DortmundWenig Erfahrung, viel Talent – Borussia Dortmund ist am Montag in eine knifflige Saison mit vielen Fragezeichen gestartet. Dank der Transfers von Henrich Mchitarjan, Mats Hummels und Ilkay Gündogan erlöste der Revierclub zwar die Bundesliga-Rekordsumme von knapp über 100 Millionen Euro, verlor aber viel sportliche Qualität. Die drei Routiniers wurden bisher vor allem durch junge, vielversprechende Profis ersetzt. „Es ist fraglos der größte Umbruch der vergangenen zehn Jahre“, bekannte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur.

Die mutige Personalpolitik bezeichnete Watzke als „alternativlos“. „Mats Hummels kann man nicht eins zu eins ersetzen. Von Spielern seiner Qualität und Ausrichtung gibt es nur fünf auf der Welt“, kommentierte der BVB-Chef. Obwohl der Personaletat mittlerweile auf über 100 Millionen Euro gestiegen sei, könne der BVB mit den größten europäischen Topklubs noch immer nicht mithalten: „Deshalb leisten wir diese Sisyphos-Arbeit. Wir müssen immer wieder den großen Stein nach oben rollen, und irgendwann fällt er eben – wenn uns ein Spieler verloren geht – wieder ein Stück weit runter.“

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Nach Einschätzung von Watzke wird der FC Bayern die kommende Spielzeit erneut dominieren: „Wer heute ausruft, Bayern-Jäger zu sein, ist sowieso nicht mehr ganz frisch. Die haben mit Mats Hummels noch eine unglaubliche Verstärkung hinzubekommen. Hummels, Boateng und Neuer – ich weiß gar nicht, wie die Bayern in der kommenden Saison viele Gegentore bekommen wollen.“

Ein Zweikampf zwischen München und Dortmund um den Titel sei deshalb illusorisch. Der BVB sei vielmehr gut beraten, realistischere Ziele ins Visier zu nehmen: „Uns ist aufgrund des beschriebenen Umbruchs völlig klar, dass der BVB-Motor noch etwas stottern kann. Aber wir haben hochtalentierte Spieler bekommen, die in Europa einen Namen haben. Die Qualifikation für die Champions League ist auch 2016/2017 unser klares Ziel.“

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