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13.08.2012

00:38 Uhr

Weg zur WM

Löw eröffnet WM-Mission 2014

Mit dem Halbfinal-Aus in den Knochen beginnt für das DFB-Team der Weg zur Fußball-WM 2014. Joachim Löw muss gegen die Skepsis der Fans kämpfen. Doch DFB-Chef Niersbach sieht den Bundestrainer „ganz entschlossen“.

Jogi Löw. dpa

Jogi Löw.

Frankfurt/MainJoachim Löw taucht wieder auf. 46 Tage nach dem bitteren EM-K.o. gegen Italien wird es für den Bundestrainer ein schwieriger Neustart, wenn Löw an diesem Montag in Frankfurt/Main sein Team versammelt, um zwei Tage später gegen Argentinien den Weg Richtung Brasilien anzutreten.

Der EM-Schmerz ist bei Spielern, Offiziellen und Fans noch nicht komplett überwunden. Doch DFB-Chef Wolfgang Niersbach sieht beim Trainer keine Nachwirkungen mehr: „Löw ist selbstbewusst, ganz entschlossen, optimistisch, gut erholt. Er hat klare Vorstellungen, eine positive Ausstrahlung.“

Fehlen wird gegen die Argentinier Torwart Manuel Neuer. Wegen einer starken Beckenkammprellung müsse er ein paar Tage kürzertreten und könne nicht anreisen, schrieb der 26-Jährige am Sonntagabend auf seiner Facebook-Seite.

„Schade, wäre gern dabei gewesen und hoffe, dass die Kollegen dennoch einen Sieg einfahren“, meinte Bayern-Torwart Neuer. Wen der Bundestrainer nachnominieren wird, war zunächst nicht bekannt.

„Enttäuschung gab es natürlich, aber zu keinem Zeitpunkt wollte Löw aufgeben“, betonte Niersbach am Sonntag im Radio FFH. Gemeinsam mit der Mannschaft steht eine Aufarbeitung des 1:2 im EM-Halbfinale gegen Italien und des gescheiterten Titelunternehmens in Polen und der Ukraine noch aus.

Bisher hat nur Löw-Assistent Hansi Flick an die Spieler geschrieben, „dass die EM trotz des Ausscheidens im Halbfinale eine gute Sache war“, wie Mats Hummels in der „Bild am Sonntag“ berichtete.

Der Dortmunder selbst hatte den deutschen EM-Auftritt weit kritischer gesehen als die Sportliche Leitung. Mit den Leistungen, „die wir in der Europameisterschaft abgerufen haben, glaube ich nicht an eine realistische Chance, die Top-Nationen in den entscheidenden Spielen zu schlagen und Weltmeister zu werden. Da muss noch deutlich mehr kommen“, hatte Hummels während der Saisonvorbereitung gesagt.

17 EM-Teilnehmer um den zum Fußballer des Jahres gewählten Neu-Dortmunder Marco Reus stehen für das Prestige-Duell am Mittwoch (20.45 Uhr/ZDF) gegen den zweimaligen Weltmeister Argentinien wieder im deutschen Kader. Dazu kommt der Schalker Youngster Julian Draxler.

Kapitän Philipp Lahm (wird Vater), Bastian Schweinsteiger (Trainingsrückstand), Mario Gomez (verletzt), Lukas Podolski und Per Mertesacker (beide sollen sich beim FC Arsenal beweisen) fehlen wie der nun verletzte Neuer.

Die langjährigen Nationalspieler gehören aber weiterhin zu Löws Personal für die am 7. September in Hannover gegen die Färöer beginnenden WM-Qualifikationsspiele. Nur für Torwart-Routinier Tim Wiese ist das Kapitel Nationalteam praktisch beendet.

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