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01.04.2006

13:42 Uhr

Weitere dubiose Rechnungen

Calmund durch Staatsanwalt entlastet

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Köln gegen den früheren Bundesliga-Manager Reiner Calmund wegen des Verdachts der Untreue könnten in Bezug auf Bargeldzahlungen von 580000 Euro an einen Spielervermittler eine Wendung nehmen.

Reiner Calmund ist unter Druck geraten. FOTO: dpa dpa

Reiner Calmund ist unter Druck geraten. FOTO: dpa

HB LEVERKUSEN. "Es ist zwar denkbar, dass Herr Calmund etwas großzügig mit dem Geld umgegangen ist. Aber dafür, dass er in die eigene Tasche gewirtschaftet hat, gibt es bislang keine klaren Hinweise", erklärte Jürgen Kapischke, Leitender Oberstaatsanwalt, dem Kölner "Express". Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft konnte zu dieser Aussage auf dpa-Anfrage keine weiteren Details nennen. Calmund-Anwalt Stefan Seitz sagte dazu: "Wir haben dies nicht von Herrn Kapischke gehört, doch es entspricht unserer Überzeugung." Die 580 000 Euro will Calmund bar aus der Vereinskasse von Bayer 04 Leverkusen dem Spielervermittler Volker Graul für den Kauf von Optionen an mehreren Spielern gezahlt haben. Eindeutige Belege gab es dafür zunächst nicht. Die Transfers waren nicht zu Stande gekommen.

Unterdessen berichtet das Hamburger Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" in seiner neuen Ausgabe (Montag) über weitere angeblich dubiose Rechnungen, die Calmund von dem südamerikanischen Spielervermittler Juan Figer erhalten haben soll. Hintergrund sei die Stellungnahme des Bayer-Anwalts Walther Graf vom 9. März, die auch der Staatsanwaltschaft Köln vorliegt.

Ausweislich dieses zwölfseitigen Schreibens soll Calmund im Sommer 2003 seinem Mitgeschäftsführer Wolfgang Holzhäuser mehrere undurchsichtige Rechnungen von Figer vorgelegt haben. In dem Schreiben soll es um angebliche Provisionen für die Vermittlung der Spieler Juan, Ze Roberto und Robson Ponte gegangen sein, die für Holzhäuser nicht nachvollziehbar gewesen seien.

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