Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

13.06.2015

23:22 Uhr

Weltmeister siegt 7:0

Erst geschludert und dann getroffen

Quelle:dpa

In der Halbzeit war das Spiel in der EM-Qualifikation gegen Gibraltar hart an der Grenze zur Peinlichkeit. Dann hat sich der Weltmeister mit einem standesgemäßen Kantersieg in den Urlaub verabschiedet.

Die deutsche Nationalmannschaft feierte einen klaren Sieg - auch wenn die erste Halbzeit sehr schwach war. Foto: Arne Dedert dpa

Pflichtsieg

Die deutsche Nationalmannschaft feierte einen klaren Sieg - auch wenn die erste Halbzeit sehr schwach war. Foto: Arne Dedert

FaroEine deutliche Steigerung nach der Pause und ein Tore-Dreierpack von André Schürrle brachten der deutschen Fußball-Nationalmannschaft einen 7:0 (1:0)-Erfolg gegen den krassen Außenseiter Gibraltar. Mit dem zweithöchsten Sieg unter Bundestrainer Joachim Löw nach dem 13:0 in San Marino 2006 ist das DFB-Team mit 13 Punkten vor dem „heißen Herbst” in der EM-Qualifikation-Gruppe D hinter Polen (14) auf Rang zwei gerückt.

Neben Schürrle (28., 65. und 71.) trugen sich zweimal der zukünftige Wolfsburger Max Kruse (47. und 80.) sowie Ilkay Gündogan (51.) und Karim Bellarabi (57.) in die Torschützenliste ein. Ein versöhnlicher Abend wurde es für die mitgereisten deutschen Fans aber erst in der zweiten Halbzeit, als die DFB-Auswahl gegen die Amateure aus Gibraltar zu ihren Toren kam.

EM-Qualifikation: Sieben Tore gegen Gibraltar

Wieder Zweiter

In der Tabelle der Gruppe D verbessert sich Deutschland wieder auf dem zweiten Platz. Mit 13 Punkten liegt die DFB-Elf nach sechs Spielen einen Zähler hinter Tabellenführer Polen und hat zwei Punkte Vorsprung auf die drittplatzierten Schotten. Punktloses Schlusslicht bleibt Gibraltar. Die Tore.

Quelle: Handelsblatt-Liveticker, http://fussball-liveticker.handelsblatt.com/de/popup/co1172/#,tifi1:1:0:0

28. Schürrle zum 1:0

Herrmann fängt einen Abschlag von Perez an der Mittellinie ab und schickt sofort Götze auf die Reise. Götze wird gefoult, aber Pisani lässt den Vorteil laufen. Schürrle zieht zum Tor, überläuft einen Gegenspieler und lässt auch dem herausstürmenden Perez keine Chance.

47. 2:0 durch Kruse

Schöne Hereingabe von Boateng aus dem linken Halbfeld. Am langen Pfosten verlängert Özil den Ball zurück in die Mitte, wo Kruse den Ball aus anderthalb Metern einschiebt.

 

51. 3:0 durch Gündogan

Schneller Angriff der DFB-Elf und ein steiler Pass auf Gündogan. Der Dortmunder ist einen Schritt schneller als Joseph Chipolina und spitzelt die Kugel im Fallen ins Netz.

57. 4:0 durch Bellarabi

Perez patzt, legt Özil den Ball auf, weil er eine Ecke verhindern will. Özil schiebt den Ball fix zurück zu Bellarabi - und der Leverkusener netzt ohne Mühe ein - 4:0!

65. Tor Nummer fünf - Schürrle

Gündogan marschiert durch die halbe Abwehrreihe der Gibraltarer und zieht ab. Perez blockt den Schuss zur Seite ab, Schürrle ist zum Rebound da, schlägt noch einen Schlenker und netzt dann ein, 5:0!

71. Schürrle macht Hattrick perfekt

Podolski spielt einen herausragenden flachen Pass in den Lauf von Özil. Der verlängert im Strafraum sofort auf Schürrle. Schürrle steht völlig frei und netzt erneut ein!

81. 7:0 durch Kruse

Gerade noch geärgert, jetzt wird gejubelt. Kruse nimmt eine Kopfballvorlage volley und netzt aus 14 Metern ein! Keine Chance für Perez.

„Wir haben in der ersten Halbzeit vier, fünf große Chancen vertan und uns das Leben selbst schwer gemacht. In der Halbzeit bin ich ein bisschen deutlicher geworden. Genau das war ja auch das Thema nach dem USA-Spiel. Wir gehen zu fahrlässig mit den Möglichkeiten um”, kritisierte Löw, der mit der Reaktion im zweiten Durchgang zufrieden war: „Da waren wir konzentrierter und konsequenter beim letzten Pass und beim Torabschluss.” Löw blickte bereits zuversichtlich auf die entscheidenden Spiele im kommenden Herbst. „Wir werden in die Spur finden und die nötigen Punkte machen, um uns zu qualifizieren.”

In den ersten 45 Minuten holperte es bei Mesut Özil (l) und Co. noch. Zu viele Chancen wurden ausgelassen. Foto: Arne Dedert dpa

Vergeben

In den ersten 45 Minuten holperte es bei Mesut Özil (l) und Co. noch. Zu viele Chancen wurden ausgelassen. Foto: Arne Dedert

Kapitän Bastian Schweinsteiger gab sich selbstkritisch, nachdem er einen Foulelfmeter verschossen hatte (10.). „Das darf nicht passieren”, sagte der Bayern-Profi und ergänzte: „Wichtig ist aber, dass wir in der zweiten Halbzeit rausgegangen sind und die Tore geschossen haben. Wir haben drei Punkte geholt und 7:0 ist ein Ergebnis, mit dem man gut leben kann.” So sah es auch Schürrle: „Solche Spiele sind gut, um Tore zu schießen. Wir wollten es. 7:0 ist ein gutes Ergebnis.”

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×