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17.10.2015

15:58 Uhr

Weltmeisterschaft 2006

Niersbach bestreitet Schwarze Kassen und WM-Kauf

Nach dem Schock durch die Meldung, die WM 2006 sei gekauft worden, wehren sich jetzt Funktionäre und Fußballer, allen voran Wolfgang Niersbach. Die Fifa bleibt ebenfalls in den Schlagzeilen.

Der DFB-Präsident Wolfgang Niersbach bestreitet Schwarze Kassen und einen Kauf von Stimmen. dpa

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach

Der DFB-Präsident Wolfgang Niersbach bestreitet Schwarze Kassen und einen Kauf von Stimmen.

BerlinDFB-Präsident Wolfgang Niersbach hat Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland energisch bestritten. „Ich kann versichern, dass es im Zusammenhang mit der Bewerbung und Vergabe der WM 2006 definitiv keine Schwarzen Kassen beim DFB, dem Bewerbungskomitee noch dem späteren Organisationskomitee gegeben hat“, sagte Niersbach und wies die in einem Artikel des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ erhobenen Vorwürfe am Samstag zurück.

Es habe auch keinen Stimmenkauf gegeben, versicherte er in einem Interview auf der Verbandsseite. „Ganz sicher nicht. Das kann ich allen Fußball-Fans versichern“, ergänzte der DFB-Chef und betonte: „Nochmal: die WM war nicht gekauft.“

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Der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) kündigte zudem eine zügige Aufarbeitung der brisanten Angelegenheit an. „In einer Telefonkonferenz hat unser gesamtes DFB-Präsidium am Freitag zum Ausdruck gebracht, dass wir alle offenen Fragen schnell beantworten müssen und uns gemeinsam für eine lückenlose Aufklärung einsetzen“, erklärte Niersbach.

Die Ungereimtheiten rund um eine Zahlung in Höhe von 6,7 Millionen Euro an den Fußball-Weltverband (FIFA) aus dem Jahr 2005 würden derzeit bereits intern vom Kontrollausschuss sowie extern von der internationalen Wirtschaftskanzlei Freshfields-Bruckhaus-Deringer untersucht. „Das Ergebnis der laufenden Prüfungen ist offen, aber ich kann aufgrund der zeitlichen Abläufe dieses Zahlungs-Vorgangs schon jetzt definitiv ausschließen, dass die Zahlung in Zusammenhang mit der WM-Vergabe im Jahr 2000 steht“, versicherte Niersbach.

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