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08.04.2006

14:04 Uhr

Weltmeisterschaft-Ticketverkauf

FIFA-Generalsekretär kritisiert "absolute Kontrolle"

Der Fußball-Weltverband FIFA hat den Ticketverkauf für die Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland kritisiert.

HB HAMBURG. "Die absolute Kontrolle der Zuschauer ist im Fußball eine Novität. Sie entspricht nicht der Mentalität der Fans", sagte FIFA-Generalsekretär Urs Linsi dem Berliner "Tagesspiegel" (Sonntag-Ausgabe). Im Hinblick auf die WM 2010, bei der die FIFA den Ticketverkauf wieder selbst organisieren will, erklärte Linsi. "So viele Daten wie die Deutschen werden wir beim nächsten Turnier nicht speichern."

Der Ticketverkauf in Deutschland wird vom Organisationskomitee um Franz Beckenbauer gemanagt. Um den Schwarzmarkthandel einzudämmen, wurde auf jeder Eintrittskarte ein Chip integriert, über den auf die persönlichen Daten des Käufers zugegriffen werden kann. "Damit begann der Ärger", sagte Linsi in Anspielung auf den Streit zwischen Sicherheitsexperten und Datenschützern in Deutschland

.

Zwei Monate vor Beginn der WM beklagte Linsi zudem die schlechte Stimmung in Deutschland. "Die Deutschen haben allen Grund, auf das Geleistete stolz zu sein. Warum fragt man immer, was nicht funktioniert?" Der Schweizer warnte die Deutschen vor Pessimismus: "Auch bei einer WM wird nicht alles perfekt laufen, es kann mal Probleme oder Staus geben", sagte der FIFA-Generalsekretär. "Aber das ist doch normal."

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