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26.10.2012

22:45 Uhr

Wenig Glanz, drei Punkte

Schwacher HSV gewinnt in Augsburg

Mit einem glanzlosen 2:0 ist der Hamburger SV zumindest für 24 Stunden auf den vierten Tabellenplatz geklettert. Beim FC Augsburg reichten den Hanseaten zwei gefährliche Aktionen für drei Punkte.

Hamburg konnte sich in Augsburg behaupten, hier: Augsburgs Jan Moravek (r.) und Hamburgs Heiko Westermann im Kopfballduell. dpa

Hamburg konnte sich in Augsburg behaupten, hier: Augsburgs Jan Moravek (r.) und Hamburgs Heiko Westermann im Kopfballduell.

AugsburgMit Anführer Rafael van der Vaart rückt der Hamburger SV immer näher an die Spitzenplätze der Fußball-Bundesliga heran. Trotz einer weitgehend mauen Vorstellung fuhren die Hanseaten am Freitagabend durch das 2:0 (1:0) beim Abstiegskandidaten FC Augsburg ihren vierten Saisonsieg ein. Damit schob sich das Team um den niederländischen Millionen-Einkauf zumindest für eine Nacht auch am deutschen Doublesieger Borussia Dortmund vorbei auf Rang vier.

Der Südkoreaner Heung-Min Son (13.) und der Lette Artjoms Rudnevs (63.) bestraften vor 30.660 Zuschauern in der ausverkauften Arena mit ihren Treffern zwei Unachtsamkeiten in der schwäbischen Defensive eiskalt. Ansonsten aber enttäuschte der HSV im siebten Spiel nach van der Vaarts Rückkehr über weite Strecken, auch der Mittelfeldprofi selbst blieb bis auf einen Geistesblitz vor Rudnevs' Tor blass.

„Wir haben gezeigt, wenn wir kämpfen, können wir auch gewinnen“, sagte van der Vaart und blickte bereits voraus: „Das war für uns ein wichtiger Sieg, vor allem wenn man weiß, nächste Woche kommt der FC Bayern nach Hamburg.“ Trainer Thorsten Fink war kritischer: „Das war noch nicht das, was wir wollen.“ Auch Torhüter René Adler gab zu, lange kein gutes Spiel seiner Vorderleute gesehen zu haben. „Unterm Strich zählen die drei Punkte“, sagte er. „Wir wissen, dass wir eine große Schippe drauflegen müssen, um gegen die Bayern zu bestehen.“

Dem FCA, der des jüngst verstorbenen Vereinsidols Helmut Haller vor dem Spiel mit einer Schweigeminute und einem Banner in der Fankurve („Der größte Sohn unserer Stadt“) gedachte, nützte letztlich weder ein Chancenplus noch ein Mehr an Spielanteilen zu den erhofften Punkten. Augsburg verpasste es, den Relegationsplatz zu verlassen. „Das ist natürlich ein beschissenes Ergebnis“, meinte Torhüter Simon Jentzsch nach seinem Comeback. „Wir haben ordentlich gespielt, aber wir hätten noch drei Stunden länger spielen können ohne zu treffen.“ Trainer Markus Weinzierl fand: „Die letzte Konsequenz hat gefehlt.“

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