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29.06.2015

12:45 Uhr

Winter-WM in Katar

Spanische Liga verklagt die Fifa

Die spanische Fußball-Profiliga hat den Weltverband Fifa verklagt. Grund dafür ist die WM 2022 in Katar: Die Entscheidung die WM in Katar in den Winter zu verlegen, hätte Verluste von 65 Millionen Euro zur Konsequenz.

2010 machte Fifa-Präsident Joseph S. Blatter die WM-Vergabe bekannt. Seitdem hagelt es viel Kritik. dpa

Fußball-WM 2022 in Katar

2010 machte Fifa-Präsident Joseph S. Blatter die WM-Vergabe bekannt. Seitdem hagelt es viel Kritik.

MadridDie spanische Fußball-Profiliga LFP hat den Weltverband Fifa wegen der Weltmeisterschaft 2022 in Katar vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS verklagt. „Wenn die WM im Winter stattfindet, werden wir Verluste von 65 Millionen Euro haben“, wurde LFP-Präsident Javier Tebas am Sonntag von spanischen Sport-Medien wie „AS“ und „Don Balón“ zitiert. Daher die Anzeige gegen die Fifa, die bereits unterwegs nach Lausanne sei, hieß es.

Tebas betonte, er unternehme diesen Schritt, um „die Interessen der Clubs zu schützen, die die Spieler für die Nationalmannschaften abstellen“. Die Europäische Club-Vereinigung ECA und der Verband europäischer Ligen EPFL hatten eine WM zwischen dem 5. Mai und dem 4. Juni vorgeschlagen.

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Die Ermittlungen der Schweizer Generalstaatsanwaltschaft gegen die Fifa zeigen Ergebnisse. 53 Verdachtsfälle von Geldwäsche im Zusammenhang mit den WMs 2018 und 2022 werden untersucht. Die Krux: Das wird Jahre dauern.

Im März beschloss die Fifa aber wegen der hohen Sommertemperaturen eine Verlegung in den Herbst/Winter mit der Austragung des Finales am 18. Dezember. Sie stellte dabei allerdings eine Verdreifachung der Abstellungsgebühren in Aussicht.

„Don Balón“ hob hervor, dass die anderen großen europäischen Ligen die LF allein gelassen hätten, da weder die Bundesliga noch die Premier League oder die Serie A die Anzeige mittragen wollten. Die drei Ligen und auch der europäische Verband UEFA unterstützen die spanische Initiative zwar „moralisch“, hätten sich aber „nicht getraut“, die Anzeige mit zu unterzeichnen, sagte Tebas, der betonte: „Noch immer herrscht große Angst vor der Fifa.“

Von

dpa

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