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01.09.2016

17:33 Uhr

WM-Affäre

Beckenbauer unterstützt Ermittlungen

Was wusste der Kaiser? Nach Bekanntwerden des Schweizer Strafverfahrens gegen Franz Beckenbauer lassen dessen Anwälte mitteilen, dass ihr Mandant kooperiere – und die Ermittlungen sogar unterstütze.

Beckenbauer wird wegen der WM-Affäre unter anderem Betrug, Untreue und Geldwäsche vorgeworfen. dpa

Franz Beckenbauer

Beckenbauer wird wegen der WM-Affäre unter anderem Betrug, Untreue und Geldwäsche vorgeworfen.

BernNach Bekanntwerden des Strafverfahrens der Schweizer Bundesanwaltschaft gegen Franz Beckenbauer im Zusammenhang mit der Affäre um die Vergabe der Fußball-WM 2006 haben sich dessen Anwälte geäußert. „Franz Beckenbauer hat die Ermittlungen der Schweizer Bundesanwaltschaft unterstützt, seit er davon Kenntnis hatte, und an der heutigen Durchsuchung konstruktiv mitgewirkt. Er kooperiert auch weiterhin mit allen beteiligten Behörden“, hieß es am Donnerstag in einer Erklärung der Anwälte Werner Leitner und Michael Nesselhauf an die Deutsche Presse-Agentur.

Die Schweizer Bundesanwaltschaft in Bern hatte zuvor mitgeteilt, dass bereits am 6. November 2015 außer gegen Beckenbauer auch Strafverfahren gegen die ehemaligen DFB-Präsidenten Theo Zwanziger und Wolfgang Niersbach sowie den ehemaligen DFB-Generalsekretär Horst R. Schmidt eröffnet wurden. Alle vier saßen im Organisationskomitee der WM 2006.

Nach Angaben der Bundesanwaltschaft wird das Strafverfahren „insbesondere wegen des Verdachts des Betrugs (Art. 146 StGB), der ungetreuen Geschäftsbesorgung (Art. 158 StGB), der Geldwäscherei (Art. 305 StGB) sowie der Veruntreuung (Art. 138 StGB) geführt“. Geschädigter ist laut Staatsanwaltschaft der Deutsche Fußball-Bund (DFB).

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In enger Koordination und Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden Österreichs sowie Deutschlands hätten am Donnerstag an insgesamt acht Orten zeitgleich Hausdurchsuchungen stattgefunden, hieß es weiter. „Zudem wurden verschiedene Beschuldigte durch die Bundesanwaltschaft, oder im Auftrag der Bundesanwaltschaft einvernommen.“

Von

dpa

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