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23.07.2015

09:58 Uhr

WM-Auslosung in Russland

Blatter zu Besuch bei Freunden

Präsident Putin weiß sportliche Großevents zu schätzen. Sein nächstes Prestigeprojekt ist die Fußball-WM 2018. Zur Auslosung der Quali-Gruppen reist Fifa-Chef Blatter nach Petersburg: Es ist ein Treffen unter Freunden.

Die beiden Präsidenten haben an ihrer gegenseitigen Hochachtung nie einen Zweifel gelassen. dpa

Putin und Blatter

Die beiden Präsidenten haben an ihrer gegenseitigen Hochachtung nie einen Zweifel gelassen.

St. PetersburgEs ist ein Wochenende ganz nach dem Geschmack von Wladimir Putin. Bevor Russlands Präsident am Sonntag zum Ehrentag der Marine die Parade der Kriegsschiffe im Ostseehafen von Kaliningrad (früher Königsberg) abnimmt, kann er sich erneut als Gastgeber der großen glitzernden Sportwelt präsentieren. Im prunkvollen Konstantinpalast der früheren Zarenmetropole St. Petersburg nimmt sich der Fußball am Samstag (17.00 Uhr/MESZ) bei der Auslosung der WM-Qualifikationsgruppen eine Auszeit von allen Skandalschlagzeilen.

„Er wird an der Zeremonie teilnehmen“, lautet das schmale Statement des Kreml zum Auftritt Putins bei der Fußball-Gala mit Größen wie Ronaldo, Samuel Eto'o und Oliver Bierhoff als Los-Assistenten. Putin wird die Begrüßungsrede halten, teilten die Organisatoren am Mittwoch mit, mehr wird über den präsidialen Auftritt bei der 120-Minuten-Show nicht verraten.

Noch wichtiger: Putin wird auch Fifa-Chef Joseph Blatter treffen, der nach den Festnahmen von sieben Fußball-Funktionären im Mai in Zürich erstmals wieder auf eine Dienstreise ins Ausland geht - und bereits an diesem Donnerstag in St. Petersburg erwartet wird. Bei der Auslosung soll Blatter nach Putin einige Worte an die Fußball-Welt richten. Über seinen Terminkalender bis zur Show schwieg sich die Fifa aus.

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Putin und Blatter haben an ihrer gegenseitigen Hochachtung nie einen Zweifel gelassen. In Russland kann sich der umstrittene Schweizer, der wegen eines „Reise-Risikos“ geplante Besuche bei Fifa-Turnieren in Neuseeland und Kanada sowie der kommenden IOC-Vollversammlung in Malaysia absagte, sicher und unter Freunden fühlen.

Die Reise ins WM-Gastgeberland stand nie auf der Kippe. Fast schien es in den vergangenen Wochen, als würden sich Putin und Blatter als mediale Zielscheiben der westlichen Welt wie Schicksalsgefährten fühlen. Der kleine, aber entscheidende Unterschied: Blatter gibt sein Amt am 26. Februar 2016 auf. „Der Druck war zu groß“, sagt der 79-Jährige. Putins Regentschaft steht im eigenen Reich außer Frage.

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