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07.04.2006

09:00 Uhr

WM-Macher: Michael Kirchner, DFB-Fanclub-Manager

Ausnahmsweise ist Holland mal Vorbild

Bei diesem Fanclub ist es ausnahmsweise egal, für welchen Verein der Anhänger die Daumen drückt. Die deutsche Nationalmannschaft vereint Sympathisanten aller Bundesligisten, von Hamburg bis München, von Schalke bis Berlin.

DFB-Fanclub-Beauftragter Michael Kirchner. Foto: dpa

DFB-Fanclub-Beauftragter Michael Kirchner. Foto: dpa

HB FRANKFURT/MAIN. Michael Kirchner weiß, wovon er spricht. Bereits als kleiner Bub feuerte er seinen Lieblings-Verein Eintracht Frankfurt an. Rund drei Jahrzehnte später zieht er die Fäden für einen Fan-Club von nationalem Ausmaß. Der 36-Jährige ist beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) zuständig für die seit knapp drei Jahren organisierte, ständig gewachsene Anhängerschaft der Nationalmannschaft. "Wenn wir einen Beitrag leisten können, dass Deutschland den Titel holt, dann wäre das großartig", sagt Kirchner mit besonderem Blick auf das WM-Finale am 9. Juli in Berlin.

Allerdings werden nicht alle 20 400 Mitglieder des Fan-Clubs, dem bei der Gründung am 29. März 2003 lediglich 1800 Fans angehörten, automatisch auch einen Platz im Stadion bekommen, sollte das Team von Trainer Jürgen Klinsmann den Endspiel-Einzug schaffen. "Wir haben zwar zusätzliche Karten, aber wir sind nicht privilegiert", betont Kirchner. Im Klartext: Dem Fan-Club stehen für die gesamte WM 7210 Tickets zur Verfügung.



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Jedes Mitglied des Nationalmannschafts-Fanclubs kann lediglich ein WM-Spiel live verfolgen, es soll innerhalb der Anhänger-Gemeinde gerecht zugehen. Die Vorrunden-Tickets für Spiele mit deutscher Beteiligung können in der dritten Verkaufsphase vom 1. bis 30. April erstanden werden. Wie beim Modus des WM-Organisationskomitees gilt auch hier: Ist die Nachfrage größer als das Angebot, entscheidet das Los. "Die WM-Tickets gehören nicht zur Leistung des Fan-Clubs", stellt Kirchner klar.

Er selbst fand nach seinem Studium der Sportwissenschaft und Sportökonomie in Köln (Diplomarbeit zum Thema: Tendenz der Vermarktung im Profi-Fußball) 2003 den Weg zum DFB. Auf die ausgeschriebene Stelle habe er sich explizit beworben, so der verheiratete Vater einer Tochter. Sein Büro hat der gebürtige Hanauer, der mittlerweile in der Main-Metropole wohnt, in unmittelbarer Nähe zum WM-Stadion in Frankfurt. Im Arbeitsraum des ehemaligen Landesliga-Spielers künden Plakate und Fotos vom nahenden Weltereignis.

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