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30.08.2013

11:52 Uhr

WM-Qualifikation

Irischer Fußballfan sichert sich TV-Rechte

Quelle:SID

In Australien werden die Spiele der irischen Nationalmannschaft nicht im Fernsehen übertragen. Jetzt hat der Exil-Ire David Feeney von einem deutschen Anbieter die Rechte gekauft – und dafür sein Haus verpfändet.

Irland für Australien: Ein Privatmann hat die TV-Übertragungsrechte erworben. Reuters

Irland für Australien: Ein Privatmann hat die TV-Übertragungsrechte erworben.

KölnIm fernen Australien war ein irischer Fußballfan mit der TV-Präsenz seiner Nationalmannschaft ganz und gar nicht zufrieden - und hat sich nun kurzerhand selbst die Übertragungsrechte für das wichtige WM-Qualifikationsspiel Irlands gegen Schweden (06. September) gesichert. Der Entschluss reifte in David Feeney bereits im März. Via Internet-Radio verfolgte er das 2:2 des deutschen Gruppengegners gegen Österreich.

Frustriert angesichts dieser "Fernbeziehung" mit dem Team, das hinter Deutschland (16 Punkte) punktgleich mit Österreich und Schweden (alle 11) auf dem vierten Platz in Gruppe C liegt, wurde Feeney aktiv. Der IT-Manager gab ein Gebot bei der deutschen Firma Kentaro ab, welche die entsprechenden Rechte für Down Under hält - zunächst noch nicht mit dem gewünschten Erfolg. "Sie sagten, mein Gebot war noch etwas zu niedrig, aber nah dran", sagt Feeney, "also habe ich nachgelegt. Dann haben sie gesagt: OK."

Bei Kentaro sorgte der Vorgang nur im ersten Moment für Verwunderung. "Das war auch für uns untypisch", sagte Lasse Eckartsberg von Kentaro im Gespräch mit Spiegel Online: "Normalerweise verhandeln wir direkt mit den Sendern. Aber Herr Feeney hat uns sein Modell präsentiert, und es hatte Hand und Fuß."

Nach dem erfolgreichen Abschluss sicherte sich der Exil-Ire gleich auch die Rechte an Englands Auftritt in der Ukraine (10. September). Für die Übertragungen ging Feeney eine Partnerschaft mit einem Pferdesport-Sender ein, die Spiele werden nur in ausgewählten Locations wie etwa Sportsbars gezeigt. An diese verkauft Feeney die Spiele.

Für den gebürtigen Dubliner ist das Geschäftsmodell nicht ohne Risiko. Um die Kosten in Höhe von "mehreren zehntausend Dollar" zu stemmen, nahm er einen Kredit auf, als Sicherheit dient sein Haus. Sein härtester Verhandlungspartner war im Vorfeld daher die eigene Ehefrau. "Es war zuerst sehr schwierig, sie zu überzeugen", sagt Feeney, doch ein Versprechen brachte die Wende: "Wenn ich damit Geld verdiene, dann bekommt sie es."

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