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10.04.2006

09:43 Uhr

WM-Rekordspieler, Platz 19: Peter Shilton

Das Opfer der „Hand Gottes“

Im zarten Alter von 16 Jahren wurde Peter Shilton 1966 ins kalte Wasser geworfen. Keinen Geringeren als den legendären Gordon Banks sollte der „Teenie “im Tor von Leicester City beerben. Dem Debüt im zarten Jugendalter folgte eine Karriere, die bis heute ihresgleichen sucht.

HB DÜSSELDORF. Denn bis zu seinem Rückzug vom Profifußball brachte es der englische Torwart-Dinosaurier auf unglaubliche 1005 Ligaspiele. Bis heute eine unerreichte Zahl. Schon 1970 stand er erstmals für England zwischen den Pfosten, und streifte bis zu seinem internationalen Rücktritt in 125 Spielen das Trikot der Nationalelf über. Ebenfalls Rekord. Sein berüchtigter Trainingseifer bescherte ihm eine beispielhafte Fitness, die es ihm erlaubte, bis zu seinem 48. Geburtstag aktiv zu bleiben.

So konnte sich die Keeper-Legende selbstverständlich auch in den Annalen der Weltmeisterschaft verewigen. Bei den Turnieren von 1982, 1986 und 1990 absolvierte er 17 Partien für die Männer von der Insel, der große Titel blieb ihm allerdings versagt. Dennoch bleiben seine Auftritte unvergessen, auch wenn er den einen oder anderen wohl lieber aus seinem Gedächtnis streichen würde. 1986 kassierte Shilton im WM-Viertelfinale gegen Argentinien das Tor durch die berühmte "Hand Gottes" bzw. Diego Maradonas. Vier Jahre später schafften es die Engländer bis ins Halbfinale, dort allerdings konnte Shilton in einem denkwürdigen Elfmeterschießen keinen der deutschen Strafstöße parieren. Sowohl Argentinien als auch Deutschland wurden im Anschluss Weltmeister.

Dennoch blieb der Rekord-Mann nicht ohne Titel. Neben zahlreichen Meisterschaften und Pokalsiegen auf der britischen Insel feierte er mit Nottingham Forest seine zwei größten Triumphe. 1979 und 1980 holte er mit dem Traditionsverein den Europapokal der Landesmeister.

Nächste Woche: Enzo Scifo - viermaliger WM-Teilnhemer

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