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27.03.2006

09:24 Uhr

WM-Rekordspieler, Platz 24: Roberto Baggio

Ballartist mit Elfmeter-Trauma

Im Elfmeterschießen gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder wird der Schütze zum Held oder zum Versager. Roberto Baggio wurde im WM-Finale 1994 letzteres und musste quälend lange vier Jahre auf die Wiedergutmachung warten.

Vier Jahre lang musste Roberto Baggio mit dem Image des "Fehlschützen" leben, ehe er 1998 in Frankreich den Gegenbeweis antreten konnte. Im Finale der WM 1994 in den USA trat Baggio zum fünften Elfmeter der Italiener an und setzte den Ball über das Tor von Brasiliens Keeper Claudio Taffarel - die Südamerikaner waren Weltmeister und für Roberto Baggio begann eine schwere Zeit.

Dabei hatte seine Karriere im Nationaldress sehr verheißungsvoll begonnen. Als 23 Jahre alter Jungstar durfte Baggio 1990 bei der WM im eigenen Land für die "Squadra Azzurra" ran. Zuvor war er gerade vom AC Florenz für die Rekord-Ablösesumme von 7,7 Millionen englischen Pfund zum Rekordmeister Juventus Turin gewechselt. Zwei Tore steuerte der Spielmacher auf dem Weg zur Bronzemedaille bei. Auch scheute er das Risiko nicht, im Halbfinale gegen Argentinien im Elfmeterschießen anzutreten. Er verwandelte, aber seine Teamkollegen patzten. Vier Jahre später sollte sich das Blatt wenden.

In den USA spielte Baggio das Turnier seines Lebens. Fünf Treffer, zwei davon zum Halbfinalsieg gegen Bulgarien, brachten die Italiener in greifbare Nähe des Titels. Doch im Finale gegen Brasilien fiel die Entscheidung erneut vom Elfmeterpunkt. Als letztem Schützen versagten ausgerechnet Superstar Baggio die Nerven und Italien blieb nur Rang zwei. Für den Weltfußballer des Jahres 1993 bedeutete dieser Fehlschuss einen Knick in der bislang steil aufsteigenden Karriere.

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