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11.11.2015

19:16 Uhr

WM-Skandal

Koch kandidiert nicht, Niersbach trauert

Interimspräsident Rainer Koch wird wohl nicht für den dauerhaften Chefposten beim DFB kandidieren. Stattdessen steigen nun die Chancen eines niedersächsischen CDU-Abgeordneten. Derweil vergießt Wolfgang Niersbach Tränen.

Rücktritt im Wortlaut

Niersbach: „Entscheidung ist mir ungeheuer schwer gefallen“

Rücktritt im Wortlaut: Niersbach: „Entscheidung ist mir ungeheuer schwer gefallen“

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Frankfurt/BarsinghausenWolfgang Niersbach hat bei seinem ersten Interview nach dem Rücktritt als DFB-Präsident kein Licht in den Skandal um die Vergabe der WM 2006 gebracht. „Ich kann und darf jetzt nicht von weiteren Details und Untersuchungsergebnissen berichten“, sagte Niersbach am Mittwoch in einem Interview des TV-Senders Sky.

Auch bei der Frage nach seiner Unterschrift auf einem Briefentwurf, der beweisen soll, dass er bereits 2004 und nicht erst – wie von ihm behauptet – diesen Sommer von der geplanten Rückzahlung von 6,7 Millionen Euro an den ehemaligen Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus wusste, lieferte der 64-Jährige keine neuen Erkenntnisse.

„Ich habe sie nicht zuordnen können. Ich bin dazu nicht in der Lage, es kann sie gewesen sein...“, sagte Niersbach auf die Frage, ob es seine Unterschrift gewesen sei. Mit der Veröffentlichung des Dokuments hatte der „Spiegel“ den Funktionär weiter unter Erklärungsdruck gebracht. Darin sind die Worte „das vereinbarte Honorar für H.L.D.“ handschriftlich vermerkt.

„H.L.D.“ stehe demnach für Herrn Louis-Dreyfus. Autor der Notiz soll Niersbach sein, dies legen nach „Spiegel“-Angaben Vergleichsproben mit seiner Handschrift nahe.

Auch zu Franz Beckenbauer, der nun im Fokus der Affäre um die WM-Vergabe 2006 steht, wollte sich Niersbach nicht äußern. In der DFB-Zentrale in Frankfurt verabschiedete er sich am Mittwoch von den Mitarbeitern, nachdem er am Montag von seinem Amt zurückgetreten war.

Es sei „hoch emotional“ gewesen, nachdem er 27 Jahre für den Verband tätig war. „Ich verhehle nicht, dass mir selbst da ein paar Tränen gekommen sind“, berichtete Niersbach.

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