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10.03.2006

10:14 Uhr

WM-Teilnehmer im Porträt

Deutschland – Turniermannschaft neuer Generation

Nach einem begeisternden Confederatiosn Cup ließen die Leistungen der deutschen Fußball-Nationalmannschaft zuletzt oft sehr zu wünschen übrig. Während bei den Fans mehr oder minder laut zweifel am Gelingen des Unternehmens WM aufkommen, glaubt Bundestrainer Jürgen Klinsmann weiter fest an den vierten WM-Titel. Die Geschichte stärkt ihn darin: Denn bei großen Turnieren liefen die Deutschen meistens zu Hochform auf.

Das deutsche Team. BILD VERGRÖSSERN: Bitte klicken sie auf das Pluszeichen. Foto: afp

Das deutsche Team. BILD VERGRÖSSERN: Bitte klicken sie auf das Pluszeichen. Foto: afp

HB DÜSSELDORF. Es war der 6. Juli 2000, als in Zürich über die Ausrichtung der WM 2006 abgestimmt wurde. Im dritten Wahlgang setzte sich Deutschland um Franz Beckenbauer, den Chef des WM-Organisationskomitees und damit den "Vater der WM", knapp mit 12:11 Stimmen gegen Südafrika durch - die Euphoriewelle im Land des dreimaligen Weltmeisters (1954, 1974 und 1990) nahm ihren Anfang und soll im WM-Jahr nun ihren Höhepunkt erreichen: am besten mit dem Titelgewinn am 9. Juli in Berlin.

Deutschland ist im WM-Fieber, was in allen Instanzen spürbar ist. Zum zweiten Mal nach 1974 wird die Endrunde auf deutschem Boden ausgetragen und soll ein Fest der Superlative werden. Und - wie 1974, als Deutschland zum zweiten Mal Weltmeister wurde - ein erfolgreiches Fest für die DFB-Elf. "Wir wollen Weltmeister werden", gab Bundestrainer Jürgen Klinsmann gleich nach seiner Amtsübernahme im Sommer 2004 bekannt. Rudi Völler und Michael Skibbe hatten bei der EM-Endrunde in Portugal die Vorrunde nicht überstanden und nach dem 1:2 gegen Tschechien ihren Rücktritt verkündet. Die Suche nach einem Nachfolger endete bei Klinsmann und dessen Assistenten Joachim Löw, die viele Neuerungen brachten: neue Trainingsmethoden, neues Selbstbewusstsein und einen neuen Geist.



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Der ehemalige Nationalstürmer Klinsmann rief gleich den Kampf um die WM-Tickets aus, setzte voll auf Konkurrenzkampf und Rotation. Davon blieb auch Torwart Oliver Kahn nicht verschont, der sich mit seinem Herausforderer Jens Lehmann um den Platz zwischen den Pfosten stritt - und gegen den Torhüter von Arsenal London am Ende den Kürzeren zog. Kopf der deutschen Mannschaft ist unumstritten Kapitän Michael Ballack. Der torgefährliche Mittelfeldspieler, der Bayern München in der vergangenen Saison zum erneuten Double-Gewinn in der Bundesliga führte und ab der kommenden Spielzeit beim FC Chelsea spielen wird, soll seine Mitspieler führen und die von Klinsmann stets geforderte Siegermentalität vorleben. Besonders die jungen Spieler wie Abwehrchef Per Mertesacker (Hannover 96), Bastian Schweinsteiger (Bayern München), Lukas Podolski (1. FC Köln) oder Marcell Jansen (Borussia Mönchengladbach) sollen von Ballacks Erfahrung profitieren und bei der WM ganz groß aufspielen.

Auch bei der Nominierung des WM-Aufgebots sorgte Bundestrainer Klinsmann - wie schon so oft in seiner Amtszeit - für eine Überraschung. Entgegen aller Erwartungen muss Stürmer Kevin Kuranyi vom FC Schalke 04 zunächst zu Hause bleiben - für ihn rückt Angreifer David Odonkor von Borussia Dortmund in den Kader, der noch nie für die A-Mannschaft gespielt hat. Außerdem berief Klinsmann den Wolfsburger Mike Hanke für den Sturm. Zudem sind der Leverkusener Jens Nowotny in der Abwehr und der Mönchengladbacher Oliver Neuville im Angriff dabei. Keine Berücksichtigung fanden Patrick Owomoyela (Werder Bremen) und Fabian Ernst (Schalke 04), die ebenso wie Kuranyi auf Abruf stehen.

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